Coronafälle im Seniorenheim

Sechs Bewohner in Seniorenheim mit Corona infiziert - Ihnen geht es aber gut

Seniorenheim Haus am Nordberg
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Eine Wohngruppe ist nach den positiven Coronatests unter den Bewohnern im Haus am Nordberg isoliert.

Die erste Anspannung hat sich gelegt, erklärt Bernward Bisplinghoff, der Einrichtungsleiter des Seniorenheims am Nordberg. Anfang der Woche hatten sechs Bewohner positive Ergebnisse ihrer Coronatests erhalten. Doch berichtet er, dass alle betroffenen Menschen nur leichte bis gar keine Krankheitsmerkmale aufweisen.

„Zwei haben ganz kleine Symptome, von den anderen hat gar keiner etwas. Darüber bin ich sehr erleichtert“, sagt Bisplinghoff, der natürlich hofft, dass es so bleibt und alles dafür tut, dass sich der Virus nicht ausbreitet. Die Wohngruppe ist isoliert worden, die Bewohner werden beobachtet, bei ihnen mehrmals am Tag Fieber gemessen. Medizinisch, ethisch oder sozial notwendige Besuche seien aber weiter möglich.

Die Infektionen waren bemerkt worden, nachdem eine Mitarbeiterin erkrankt war, weil sie sich wohl bei ihrer Mutter angesteckt hatte. Auch sie habe nur leichte Symptome, sagt der Chef. Daraufhin wurden alle Kontaktpersonen im Seniorenheim, rund 30 Menschen, getestet.

Nachtests bei anderer Wohngruppe alle negativ

Es war bereits zum zweiten Mal in kurzer Zeit, dass eine Pflegekraft des Hauses am Nordberg einen positiven Test erhalten hatte. Zuvor war im Zuge einer Reihentestung bei etwa 200 Personen am 19. Oktober eine Infektion herausgekommen. Auch die betroffene Wohngruppe – eine andere als diesmal – war isoliert worden. „Sicherheit steht an erster Stelle“, sagt der Leiter des Hauses am Nordberg. Die Resultate der Nachtests bei etwa 50 Menschen waren Anfang dieser Woche allesamt negativ. Und auch die Mitarbeiterin ist laut Bisplinghoff wieder gesund und arbeitet bereits.

Der Einrichtungsleiter spricht allerdings von einer belastenden Situation für alle Beteiligten. „Wir haben es ein halbes Jahr immer geschafft, es rauszuhalten. Und darauf sind wir stolz“, sagt Bisplinghoff. Am Donnerstag werde die zweite Testreihe vorgenommen, die Ergebnisse zum Wochenende erwartet.

Mitarbeiter in Arbeitsquarantäne

Die Isolierung der Wohngruppe erfordert viele Vorsichtsmaßnahmen. Alle zuständigen Mitarbeiter tragen die komplette Schutzausrüstung, die nach der Benutzung entsorgt wird. Dazu gehören neben den Kitteln, auch Handschuhe und ein Augenschutz. Statt den normalen Mund-Nase-Masken setzen sie die FFP2-Masken auf. Das für die Wohngruppe zuständige Personal befindet sich in einer Arbeitsquarantäne. Das heißt, sie dürfen ihre private Wohnung nicht verlassen, außer um zur Arbeit zu gelangen. „Es sind Schlüsselpersonen, weil wir sonst niemanden hätten, der sich um die Bewohner kümmert“, sagt Bisplinghoff.

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