Nach Coronapause weitere Sanierung 

Naturfreibad Heil wird trockengelegt: Saison 2020 fällt ins Wasser

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Der neue Vorstand um Achim Rudolph (3. von links) verlängert die Coronapause, um das Bad auf Vordermann zu bringen.

Heil - In diesem Jahr wird es nichts mehr mit dem Badespaß in Heil. Der Schwimmverein will umfassend sanieren.

Das Naturfreibad Heil bleibt in diesem Jahr geschlossen. Das haben die Mitglieder des Schwimmvereins Heil, Träger des Freibads um einen alten Lippearm, am Sonntag in ihrer Jahreshauptversammlung geschlossen. Der SV will die zunächst coronabedingte Pause verlängern für notwendige Reparatur- und Renovierungsarbeiten nutzen. „So können wir nächstes Jahr gestärkt und ohne Verzögerungen in die Saison gehen“, sagte der neue Vorsitzende Achim Rudolph.

Achim Rudolph neuer Vorsitzender

Der Bergmann im baldigen Ruhestand hat die Nachfolger des langjährigen Vorsitzenden Karl-Friedrich Knäpper getreten übernommen. Die Pandemie hatte die viel eher geplante Stabübergabe verhindert. Nun aber versammelten sich die Mitglieder im Freibad mit Masken und Sicherheitsabstand, um dem Verein wieder eine arbeitsfähige Führung zu geben. Knäpper und seine Frau Brigitte hatten sich nach jahrzehntelangem Engagement zurück gezogen.

Algenwuchs wird zum Problem

Mit einem verjüngten Team schaut Rudolph, der bereits seit ungefähr 20 Jahren im Verein aktiv ist, nun einigen arbeitsreichen Monaten entgegen. „Der Schlamm im Naturfreibad ist ein guter Nährboden für Algen – viele Leute wollen darin aber nicht schwimmen“, sprach Daniela Jack eine große Aufgabe an. Sie ist erste Geschäftsführerin und erste Kassiererin und war als einzige im neuen Team schon vor den gestrigen Wahlen im Vorstand tätig. Rudolph zur Seite stehen Ute Scheunemann als zweite Vorsitzende, als zweite Geschäftsführerin Gudrun Adler, als zweite Kassiererin Manuela Bieck und als Beisitzer Karsten Willeke, Klaus Witt und Klaus Lippmann.

Lippearm muss leer gepumpt werden 

Um der Algenbildung Herr zu werden, wollen die Mitglieder das Naturfreibad vorübergehend trocken legen, soweit das möglich ist. „Es speist sich aus dem Grundwasser“, so Jack. Darum müssten die etwa 6000 Kubikmeter wohl abgepumpt werden. „Auch während der Arbeiten werden wir immer mal wieder etwas abpumpen müssen“, vermutet Rudolph. Welche Gerätschaften der Verein braucht, wer wo und wie mit anpacken kann, will der Vorstand besprechen. Auch an Land sei noch einiges zu tun, berichtete der Vorsitzende. Gehölze rund um das Wasser haben die Helfer schon geschnitten, es sollen Malerarbeiten folgen, die Ausbesserung von Zäunen und Reparaturen an einigen Mauern. „Dank Corona können wir das jetzt in Angriff nehmen“, so Rudolph.

Infektionsschutz langfristige Aufgabe

Obwohl das Naturfreibad dieses Jahr keine Badegäste haben wird, gehen die Arbeiten an einem Hygienekonzept weiter. „Wir gehen davon aus, dass die Pandemie uns auch nächstes Jahr noch begleiten wird“, so Rudolph. Mit ausgearbeitetem Hygienekonzept und frisch renoviertem Bad will der Verein dann aber im Jahr 2021 pünktlich in die kommende Saison starten.

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