Schwimmen in Lippe und Kanal nicht erlaubt

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Wenn Golden-Retriever-Hündin Jessy im Kanal dem Ball hinterher schwimmt, wird wohl niemand schimpfen. Für Angelina (links) und Jaqueline beziehungsweise alle anderen Zweibeiner ist das Schwimmen hier allerdings untersagt. ▪

BERGKAMEN ▪ Auch wenn es im Sommer verlockend ist: „Die Lippe ist kein Badegewässer, es ist verboten, dort zu schwimmen“, stellt Christian Strasen, Sprecher der Stadt Hamm, auf Anfrage unserer Zeitung klar.

Michael Steinbach, Sprecher des Lippeverbandes, unterstreicht dies und weist darauf hin, dass sich in der Lippe beispielsweise nach Regenfällen eine Vielzahl von Keimen tummeln, die zu Durchfall oder möglicherweise sogar zu schweren Infektionen führen können. Kontrolliert werde das Badeverbot seitens des Lippeverbandes nicht – „auch wenn uns klar ist, dass das Verbot ignoriert wird“.

Was den Datteln-Hamm-Kanal betrifft, toleriert das zuständige Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) Rheine das Baden dort. Es weist aber auf seiner Homepage darauf hin, dass in besonders gefährlichen Bereichen, wie zum Beispiel vor Schleusen, Brücken und Wehren das Baden verboten ist. Was erlaubt ist und was nicht, ist geregelt in der Binnenschifffahrtsstraßenordnung. So ist das Baden und Schwimmen beispielsweise im Bereich bis 100 Meter ober- und unterhalb einer Brücke, eines Wehres, einer Hafenfahrt, einer Liegestelle oder einer Anlegestelle der Fahrgastschifffahrt. Wer Schiffe anschwimmt, begibt sich in Lebensgefahr.

Das WSA warnt darüber hinaus vor dem Springen von Kanalbrücken. Die Wassertiefe werde oftmals überschätzt, im Wasser treibende Gegenstände wie zum Beispiel leere Flaschen oder spitze Holzstücke würden leicht übersehen.

Die Wasserschutzpolizei NRW rät dringend von Baden und Schwimmen in Schifffahrtsstraßen ab. Häufig würden die eigenen Kräfte über- und die Strömung sowie die Wasserverdrängung eines Schiffes unterschätzt. Für die Freizeitbeschäftigung sei das Freibad besser geeignet. ▪ asc

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