Schulhöfe in Bergkamen in den Ferien verdreckt

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Auf dem Schulhof in Rünthe muss der Hausmeister regelmäßig Kontrollgänge machen.

Bergkamen - Die Sommerferien sind vorbei, seit Mittwoch läuft der Schulalltag wieder. Bevor die Schüler auf die Pausenhöfe zurückgekehrt sind, mussten Stadtreinigung und Hausmeister gründlich aufräumen, denn in den Ferien sind Pausenhöfe Treffpunkt für Jugendliche. Plastik, Alkohol, Glasflaschen: Oft wird das Gelände vermüllt zurückgelassen.

Während der Ferien wurde der Schulhof des Städtischen Gymnasiums Bergkamen übersät mit Verpackungsmüll, Alufolie und Glasflaschen. Auch alkoholische Getränke lagen auf dem Gelände verstreut. Schulleiterin Bärbel Heidenreich ist das Problem schon länger bekannt. 

„Nicht nur in den Ferien dient der Schulhof als Treffpunkt. Auch an Wochenenden sind hier Personengruppen anzutreffen“, sagt sie. Danach sei der Pausenhof häufig verdreckt. 

Dieses Mal seien die Verunreinigungen besonders gravierend gewesen, wie Heidenreich berichtet: „Neben der großen Menge Müll sind auch einige Glasscherben verteilt. Das ist für den Schulbetrieb ein Sicherheitsrisiko.“ Mit ähnlichen Problemen hat auch die Freiherr-von-Ketteler Grundschule in Rünthe zu kämpfen. 

Flaschen mit Alkoholresten

Während des Kontrollgangs von Hausmeister Rainer Rumpf kam einiges an Müll zusammen. „Montags nehme ich mir als Erstes Schippe und Besen mit und kontrolliere den Schulhof. In den Flaschen, die ich auf meinem Rundgang finde, sind noch oft Alkoholreste.“ Inzwischen sei das Problem nicht mehr so gravierend wie noch vor zwei Jahren. An den Wochenenden falle kaum noch Müll an. 

Nach den Ferien musste der Hausmeister trotzdem den Unrat anderer wegräumen. An der Willy-Brandt-Gesamtschule zeichnete sich in den vergangenen sechs Wochen ein anderes Bild ab. Der Schulhof blieb sauber. Ausnahmsweise. Das wundert den stellvertretenden Schulleiter Dirk Rentmeister. 

Er schildert die gleiche Situation wie am Gymnasium. „Es ist ja nichts dagegen einzuwenden, dass der Pausenhof auch nach Schulschluss genutzt wird, nur dann sollte er sauber bleiben.“ Auch der Stadt ist das Phänomen bekannt: Sie sieht das Problem als nicht besonders gravierend an. 

Zäune helfen nur bedingt

Mögliche Lösung gebe es nur wenige. Beigeordnete Christine Busch sagt: „Überwachung ergibt nur einen Sinn, wenn es danach auch strafrechtlich verfolgt werden kann. Das ist in solchen Angelegenheiten nicht immer der Fall. Weiterhin muss der Datenschutz gegeben sein.“ Auch Rentmeister rät von Überwachungsmaßnahmen ab. Stattdessen könne man den Pausenhof, wie an der Freiherr-von-Ketteler Grundschule umzäunen. Momentan ist das weitläufige Gelände öffentlich zugänglich. 

Doch Rentmeister weiß auch: „Wer es darauf anlegt, kann auch einen Zaun überwinden.“ Statt Baumaßnahmen hat Heidenreich eine andere Idee: „Ich denke wir haben in Bergkamen zu wenig Angebote für Jugendliche. Ich würde mir wünschen, dass sie ihre Freizeit besser und vielseitiger gestalten können.“

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