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Bergkamen sagt „Ja“ zum neuen Schülerticket

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Von: Jürgen Menke

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Mit ihrem Schülerticket sollen Kinder demnächst noch mehr Möglichkeiten haben, den ÖPNV zu nutzen. 	Foto: Szkudlarek
Mit ihrem Schülerticket sollen Kinder demnächst noch mehr Möglichkeiten haben, den ÖPNV zu nutzen. © Robert Szkudlarek/Digitalbild

Die geplante Einführung eines „Schülertickets Westfalen“ im Kreis Unna findet in der Bergkamener Politik Gefallen. Die damit verbundenen Vorteile könnten helfen, den Heranwachsenden den Öffentlichen Personennahverkehr insgesamt schmackhafter zu machen, hieß es jüngst im Schulausschuss. Manch ein Mitglied beschwor gar das Szenario eines komplett kostenlosen Nahverkehrs für Kinder und Jugendliche herauf.

Bergkamen- Inhaber des heutigen Flashtickets, das abgelöst wird, müssen sich entscheiden, ob sie ihren Aktionsradius in der Freizeit in Richtung Münster oder gen Ruhrgebiet ausdehnen wollen. Dieses Entweder-oder soll ab dem kommenden Schuljahr wegfallen. Im gesamten Westfalentarif-Gebiet können die Schüler dann ohne bisherige Festlegung an jedem Tag mit Bus und Bahn unterwegs ein.

Alle Fraktionen im Schulausschuss begrüßten das neue Schüler-Ticket. „Einen Fortschritt“ nannte Hannelore Engelhardt von BergAuf die Pläne. Ein kostenloser ÖPNV könne die erwarteten positiven Effekte allerdings noch deutlich verstärken, meinte sie. „Ja, das wäre auch nicht schlecht“, stimmte Till Peters von den Linken zu.

Kosten bleiben auf ähnlichem Niveau

Das Ticket für Grundschüler wird auf Wunsch von Eltern wieder mit eingeschränkter Gültigkeit für die Strecke zwischen Wohnung und Schule an Schultagen ausgegeben. Teils gebe es berechtigte Sorgen, dass Jüngere zu früh eigene Wege gingen, erläuterte Schuldezernentin Christine Busch.

Kosten und Preise für die Tickets bewegen sich auf ähnlichem Niveau wie bisher. Größter Profiteur sind Schüler, die keinen Anspruch auf Übernahme von Fahrtkosten durch die Kommune haben, weil sie zu nah an ihrer Bildungsstätte wohnen, aber dennoch den ÖPNV nutzen wollen. Sie sind künftig mit 33 Euro dabei. Nach bisherigem Tarif zahlen sie – je nach Abo-Reichweite – einen Preis von 42,70 oder 69,10 Euro.

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