Die Lage entspannt sich

Schnee im Kreis Unna: VKU lässt wieder Busse fahren - Linie 192 aber von Eisglätte gestoppt - GWA wieder planmäßig unterwegs

Räumfahrzeug Bönen Winterdienst Schnee
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Der Winterdienst ist wie hier in der Bönener Fußgängerzone pausenlos im Einsatz.

Der Winter hat im Kreis Unna zugeschlagen. Seit Sonntag bewegen sich die Menschen zwischen Vergnügen und Vorsicht. So ist die Lage am Mittwoch.

Update vom 10. Februar, 15.20 Uhr: Trotz der widrigen Straßenverhältnisse sind die Busse der VKU unterwegs. Es kommt aktuell zu Verspätungen von bis zu 20 Minuten, in Ausnahmen auch länger. Das teilt die Verkehrsgesellschaft Kreis Unna mit. Diese werden oftmals durch querstehende PKWs verursacht, die die Weiterfahrt der Busse behindern. Dennoch gibt es bislang keine größeren Störungen. Aktuell muss allerdings die Linie 192, die von Bönen nach Flierich und zurück fährt, am Mittwoch die Fahrt wegen Eisglätte einstellen. Die R19 (Lüdinghausen - Lünen), die am Vormittag nur in Teilstücken bedient wurde, fährt jetzt wieder die komplette Linienstrecke. Auch die Mitarbeiter bei der Fahrplanauskunft „fahrtwind“ arbeiten auf Hochtouren. Aufgrund der vielen Hundert Anrufe kommt es zu längeren Wartezeiten am Telefon.

Die Eurobahn erklärt, dass die Wetterlage nach wie vor für Ausfälle im Zugverkehr sorgt, jedoch nach und nach die Linien wieder den Betrieb aufnehmen. Die Zuglinien RE 3, RB 65, RB 69 und RB 71 sind seit heute Vormittag wieder auf dem vollständigen Streckenabschnitt im Einsatz. Die RB 89, Ems-Börde-Bahn, bedient im Stundentakt bereits den Streckenabschnitt Hamm – Paderborn. Nicht vom Schnee, aber von einer Baustelle betroffen, ist die RE13 am Mittwoch, die auch in Bönen hält. Zwischen Viersen und Venlo ist deshalb ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Ab 16 Uhr ist die Strecke wieder vollständig befahrbar.

Update vom 10. Februar, 14.33 Uhr: Nach der Pause am Montag und Dienstag ist auch die Müllabfuhr seit Mittwoch in Bönen, Holzwickede und Kamen wieder aktiv. „Die Tour läuft. Es dauert natürlich länger als üblicherweise, aber wir kommen durch die Reviere“, teilte Andreas Hellmich, Sprecher der Gesellschaft für Wertstoff- und Abfallwirtschaft im Kreis Unna (GWA) mit. Dementsprechend wird auch am Donnerstag und Freitag wieder planmäßig geleert.

Allerdings hätten nicht alle Bürger aus dem Bezirk 2, der am Dienstag mit der Leerung an der Reihe gewesen wäre, ihre Tonnen rausgestellt. Den Termin hatte die GWA neben dem Montag angesichts des vielen Schnees abgesagt. Laut Hellmich ist es so, dass nicht abgeholte Tonnen, für den nächsten Tag stehenbleiben oder neu rausgestellt werden sollen. Das sei vielerorts nicht geschehen.

Eine Nachleerung für den Bezirk 2 wird es nach Angaben von Hellmich nicht geben, da die Kapazitäten der GWA dafür nicht ausreichten. Die Straßen, die am Montag vorgesehen waren, werden am Samstag befahren. Dann werden Restmülltonnen des Bezirks 1 und die Wertstofftonnen des Bezirks 6 abgeholt. Hellmich bittet im Namen der Fahrer um die Mithilfe der Bürger, die schweren Gefäße abholbereit hinzustellen. „Wir können die nicht über Schneeberge heben“, erklärt er. bob

Update vom 10. Februar, 12.45 Uhr: Ab Mittwochnachmittag wird auch der Bergkamener Bauhof wieder in kompletter Fahrzeugstärke dem Schneeräumen widmen können. Zwischenzeitlich waren ein Abrollkipper sowie ein kleiner und ein großer Schlepper ausgefallen. Der große war am Dienstag bereits wieder einsatzbereit, für den kleinen hat der Entsorgungsbetrieb Bergkamen (EBB) am Mittwoch doch noch ein Leihgerät organisieren können. Und am Nachmittag wird auch der Allrad-Lkw aus der Werkstatt in Hamm abgeholt. „Dann sehen wir wieder gut aus“, sagt Bauhofleiter Stephan Polplatz.

Die Straßen am Busbahnhof wurden am Mittwoch vom Schnee geräumt.

Am Mittwoch haben er und seine Kollegen verstärkt damit begonnen, die Bushaltekaps freizuräumen, damit der Ein- und Ausstieg in die Busse der VKU ohne Beeinträchtigung funktioniert. Dazu sind zwei Radlager im Einsatz. Auch am Busbahnhof sind die Mitarbeiter im Einsatz. Dort waren wegen des abgesagten Busbetriebes zunächst nur Fußgängerwege vom Schnee geräumt worden, nun wird großräumig die weiße Pracht weggefahren. „Damit die Busse gefahrlos fahren können und die Insel gefahrlos erreicht werden kann“, sagt Polplatz. Ziel ist der Parkplatz am Haldenweg: „Da kommt ein imposanter Berg zusammen.“

Straßen der Kategorie 3 an der Reihe

Des Weiteren widmet sich der Bauhof mittlerweile den Straßen der Kategorie 3, also denen mit Anwohnern, die Gebühren für die Straßenreinigung zahlen. Wann dort allerdings alles fertig sein werde, konnte Polplatz nicht sagen. Der Bauhof bekomme immer mehr Anrufe von Bürger, wann die eigene Straße an der Reihe sei. Manchen müsse er dann mitteilen, dass sie für eine Räumung nicht in Frage kommen. Denn wer keine Gebühren zahle, müsse sich nicht nur um den Gehweg vor der Tür, sondern auch um die Fahrbahn kümmern. Das betreffe kleinere Straßen und Sackgassen. „Ich kann nachvollziehen, dass das bei den Schneemassen nicht so einfach zu machen ist“, sagt der Bauhofleiter.

In punkto Müllabfuhr zieht Polplatz bislang zufrieden Bilanz. Während andere Kommunen den Service vorübergehend eingestellt haben, sind in Bergkamen fast alle Restmülltonnen, die an der Reihe waren, geleert worden. Bei Wertstofftonnen liege die Quote bei 85 bis 90 Prozent, bei Sperrmüll bei 80 Prozent. Polplatz, der ausdrücklich die Mithilfe der Bergkamener beim Müllrausstellen lobte, befürchtet allerdings, dass in den kommenden Tagen bei anhaltend kalten Temperaturen die Abholung der Biomülltonnen eingestellt werden muss. Die natürlichen Abfälle drohen anzufrieren und könnten dann nicht mehr gelöst werden: „Da machen wir eher die Tonnen kaputt.“

Update vom 10. Februar, 12.20 Uhr: Die Verkehrsgesellschaft Kreis Unna mbH (VKU) hat am Mittwochmorgen ihren Linienbetrieb wieder aufgenommen. „Es läuft im Großen und Ganzen rund“, sagt Sabine Schröder vom Verkehrsmanagement. Einzelne Fahrzeuge hätten sich zwar festgefahren, die Verkehrsmeister hätten ihnen aber allesamt helfen können. Problemkind ist die Linie R19 (Lüdinghausen – Selm – Lünen). Zwischen Lünen und Nordlünen kann sie vorerst wegen vereister Straßen nicht verkehren. Von Selm nach Lünen fährt die R19 planmäßig. „Natürlich kann es auch hier witterungsbedingt zu Verspätungen kommen“, sagt Schröder. Man bitte die Fahrgäste um Verständnis.

Update vom 9. Februar, 17.45 Uhr: Auch die Wochenmärkte im Kreis Unna fallen dem Schnee weitgehend zum Opfer. So wurden der Mittwochsmarkt in Bönen und der Markt am Donnerstag in Bergkamen abgesagt.

Update vom 9. Februar, 17.20: Gute Nachrichten vom Entsorgungsbetrieb Bergkamen. Beim großen Schlepper für den Winterdienst konnte der Defekt an der Hydraulik behoben werden. Er ist wieder im Einsatz. Seit Sonntagabend gab es insgesamt vier Defekte an drei Fahrzeugen, zwei Fahrzeuge sind noch in Werkstätten in Hamm und Lünen. Die Lücke soll teils geschlossen werden, indem in der Nacht zu Mittwoch ein Fahrzeug durchgängig im Einsatz ist.

Update vom 9. Februar, 15 Uhr: Die GWA will die Müllabfuhr in Bönen, Kamen, Unna, Schwerte, Holzwickede und Fröndenberg wieder auf die Straße schicken. Allerdings werden nach Angaben der GWA nicht jede Nebenstraße sowie keine Straßen mit Steigung oder Gefälle angefahren werden können. Die Mülltonnen sollen an die nächstmögliche geräumte Straße zur Leerung gestellt werden. Der Raum zwischen Straße und Gehweg sollte weitgehend vom Schnee befreit sein. In Bönen sollen die Restmülltonnen aus dem Bezirk 1 (Montag) am Samstag, aus dem Bezirk 2 am Mittwoch nachgefahren werden. Auch die am Montag ausgefallenen Leerung der Wertstofftonne im Bezirk 6 soll am Samstag nachgeholt werden.

Update vom 9. Februar, 12.59 Uhr: Die Einheit Rünthe der Feuerwehr Bergkamen rückte am Montagnachmittag zur Industriestraße aus. Auf einer Dachfläche hatte sich eine erhebliche Menge Schnee angesammelt. Zusammen mit dem Technischen Hilfswerk (THW) kontrollierten die Einsatzkräfte, inwieweit die Tragfähigkeit des Hallendaches beeinträchtigt war.

Feuerwehr und THW kontrollierten, ob das Hallendach imstande war, die Schneelast zu tragen. Am Ende konnte Entwarnung gegeben werden.

Für die statische Bewertung hatte das THW einen Baufachberater dabei. Dieser konnte nach einer Begutachtung keine Gefährdung feststellen. Mithilfe des Teleskopmastes der Feuerwehr-Einheit Oberaden wurden noch Schneebretter von einer Dachkante entfernt.

Update vom 9. Februar, 12.47 Uhr: Die VKU stellt ihren Busbetrieb im Kreis Unna für Dienstag, 9. Februar, komplett ein. „Auch wenn inzwischen kaum noch Schnee fällt, sind viele Straßen weiterhin nur schwer oder kaum befahrbar“, heißt es. Auf den Hauptstraßen befänden sich unter dem geräumten Schnee vielfach Eisplatten, in den Nebenstraßen türmten sich die Schneehügel.

Viele der VKU-Haltestellenbuchten seien zudem mit Schnee zugeschoben, der festgefroren sei, so der Busanbieter. Das mache eine durchgängige Befahrbarkeit nicht möglich. „Wir gehen davon aus, dass wir den Busverkehr im Kreis Unna ab Mittwoch früh wieder aufnehmen werden. Es ist aber mit Verspätungen und eventuellen Fahrtausfällen zu rechnen.“

Am Montagabend noch hatte der VKU gehofft, den Betrieb am Dienstagmittag wieder aufnehmen zu können.

Update vom 9. Februar, 12.20 Uhr: Die Müllabfuhr in Bergkamen versucht weiterhin, alle Touren abzufahren. Das teilt der Entsorgungsbetrieb Bergkamen mit. Der EBB bittet darum, dass die Gefäße weiter stehen bleiben, sodass sie am selben Tag oder unter Umständen am Folgetag mit einem Kleinfahrzeug geleert werden können, falls dies mit den üblichen Großfahrzeugen nicht möglich war. Auch die zugesagten Sperrmülltermine versuche das Team des EBB abzufahren.

Bauhofleiter Stephan Polplatz schätzt den Anteil der Tonnen, bei denen der erste Leerungsversuch scheitert, auf zehn bis 15 Prozent. Er bedankt sich bei den Bürgern, die dem EBB entgegenkommen, indem sie zum Beispiel Tonnen dorthin rollen, wo sie für die Fahrzeuge gut erreichbar sind.

Gefäße an Straßen, in denen kein Winterdienst stattgefunden hat und die daher nicht befahren werden können, könnten zurzeit nicht geleert werden, heißt es.

Update vom 9. Februar, 12.10 Uhr: Der Winterdienst des Entsorgungsbetriebs Bergkamen (EBB) ist am Montagabend ins Stocken geraten. Der Grund: Technikprobleme. Gleich drei Räumfahrzeuge fielen aus, fast die Hälfte des Fuhrparks. „Ein Fahrzeug haben wir selbst wieder gangbar bekommen“, berichtet Bauhofleiter Stephan Polplatz. Zwei seien in Reparatur: ein kleiner sowie ein großer Schlepper. „Wir hoffen, dass wir zumindest den großen Schlepper im Laufe des Dienstags wieder einsetzen können“, sagt Polplatz. Das Fahrzeug hatte Schwierigkeiten mit der Hydraulik, als es auf der Fritz-Steinhoff-Straße in Mitte unterwegs war.

Der kleine Schlepper steht derweil in einer Werkstatt in Lünen. Er war im Bereich Parkstraße/Zweihausen bei Glatteis in den Straßengraben gerutscht und drohte umzukippen. Die Feuerwehr kam zur Hilfe und zog das Fahrzeug mit einer Seilwinde wieder auf die Fahrbahn.

„Ärgerlich“ nennt Polplatz die Vorfälle. Die Bemühungen, wieder für freie und sichere Straßen zu sorgen, seien erheblich erschwert worden. Vorerst könnten auch weiterhin nur auf Hauptstraßen und den größeren Zufahrtsstraßen in die Wohngebiete geräumt werden.

Der Versuch, Mietgeräte zu bekommen, ist laut Polplatz fehlgeschlagen. In diesen Zeiten würden die Verleiher nur milde lächeln. Bei acht Firmen habe er sein Glück versucht.

Update vom 8. Februar, 15.17 Uhr: Die Busse der VKU im Kreis Unna werden auch am Dienstag bis mindestens 13 Uhr still stehen. Auch die Taxibusse fahren nicht. „Die Sicherheit von Fahrgästen und Beschäftigten steht bei der VKU an erster Stelle. Diese ist angesichts der Wetterverhältnisse aktuell nicht zu gewährleisten“, teilte das Unternehmen mit. Für Verwirrung sorgt, dass an einigen Haltestellen die elektronischen Anzeigen nicht anzeigen, dass der Busbetrieb eingestellt ist. Der Grund dafür sei eine technische Störung

Update vom 8. Februar, 12.30 Uhr: Die Polizei im Kreis Unna hat eine erste Bilanz zur Verkehrssituation am Montagvormittag gezogen: Seit der Nacht wurden fünf Verkehrsunfälle mit Sachschäden von mehr als 9000 Euro in Schwerte, Holzwickede, Kamen und Fröndenberg verzeichnet. Niemand wurde verletzt. Zudem haben sich im gesamten Kreis zahlreiche Lkw und Pkw festgefahren. Dadurch sei es zeitweise zu den bereits schwierigen Bedingungen auf den betroffenen Straßen zu weiteren Verkehrsbeeinträchtigungen gekommen. Wer draußen unterwegs ist, sollte folgende Tipps der Polizei beherzigen:

  • Dach, Motorhaube, Heckpartie, Scheiben und Spiegel vollständig von Eis und Schnee befreien
  • Vorausschauend fahren und die Fahrweise an die widrigen Wetterverhältnisse anpassen
  • Großen Sicherheitsabstand zum vorausfahrenden Fahrzeug einhalten
  • Selbst in Stresssituation die Ruhe bewahren und keine Hektik aufkommen lassen, die der Konzentration schadet
  • Eiskratzer, Handfeger, Starthilfekabel, Scheibenfrostschutz, Schaufel, Sand, Wolldecke und eine Thermoskanne mit heißem Tee sind für längere Fahrten empfehlenswert

Update vom 8. Februar, 12.10 Uhr: Der Entsorgungsbetrieb Bergkamen (EBB) weist darauf hin, dass in Bergkamen weiterhin die Müllabfuhr unterwegs ist. „Wir können wegen der Witterung aber nicht alle Straßen abfahren“, sagt Bauhofleiter Stephan Polplatz. Tonnen, die stehenbleiben müssen, sollen am Samstag geleert werden. Dazu werde ein Extra-Wagen eingesetzt. Die GWA Kreis Unna hatte am Sonntagabend mitgeteilt, dass in Teilen des Kreises am Montag kein Müll abgeholt wird.

Update vom 8. Februar, 12.03 Uhr: „Die Jungs haben das bisher gut im Griff.“ Das sagt Stephan Polplatz, Leiter des Baubetriebshof in Bergkamen, über die Kollegen, die aktuell im Winterdienst im Einsatz sind. Weil es teils immer noch schneit, nehmen die Mitarbeiter allerdings weiterhin zuvorderst die Straßen der Kategorie I und II in den Blick, also die Hauptstraßen und Zufahrtsstraßen in die Wohngebiete. „Straßen der Kategorie III konnten wir bis dato nur vereinzelt räumen“, sagt Polplatz. Zudem gebe es kleinere Anwohnerstraßen, in denen die Anrainer ganz auf sich alleine gestellt seien. „Die zahlen dann aber auch keine Gebühren für den Winterdienst.“

Schnee im Kreis Unna: THW befreit Zelt an Impfzentrum von Schnee

Update vom 8. Februar, 11.30 Uhr: Der erste Impftermin am heutigen Montag im Impfzentrum in Unna soll trotz der Widrigkeiten durch das Wetter wie geplant stattfinden. Das bestätigte Max Rolke, Sprecher des Kreises Unna, am Vormittag. Wie viele der 252 Personen, die einen Termin haben, es bis in die neue Kreissporthalle schaffen, bleibt abzuwarten. Wer nicht kommen kann, soll am Dienstag zur gleichen Zeit zum Zuge kommen. Dafür wird die fünfte Impfstraße geöffnet, die heute noch geschlossen bleibt. Auch das THW sorgt dafür, dass der Impfauftakt klappt. Schon am Sonntagabend befreiten die Mitglieder das Zelt von Schnee, das als Wartebereich vor der Turnhalle aufgebaut wurde. Auch kümmern sich die Helfer um die Räumung des Parkplatzes von den Schneemassen.

Update vom 8. Februar, 10.45 Uhr: Auch am heutigen Montag fahren keine Busse. Das teilte die VKU soeben mit. Wörtlich heißt es: „Vor dem Hintergrund der witterungsbedingten Gefährdungslage wird die VKU am heutigen Montag, 8.2.2021, den Betrieb nicht wieder aufnehmen. Eine sichere und gefahrlose Beförderung unserer Kunden ist am heutigen Tage nicht mehr absehbar.“ Bis 11 Uhr standen die Busse ohnehin still, wie in der Nacht entschieden worden war.

Update vom 8. Februar, 8.27 Uhr: Glatte Straßen sorgen für Verkehrsprobleme im Kreis Unna. Die Verkehrsgesellschaft Kreis Unna (VKU) teilt soeben mit, dass aufgrund der weiterhin extremen Straßenverhältnisse der Busverkehr vorerst bis 11 Uhr eingestellt bleibt. Ob danach Busse fahren, werde kurzfristig entschieden, hieß es.

Update vom 7. Februar, 18.30 Uhr: Das kommt wenig überraschend: Die GWA Kreis Unna hat angekündigt, dass am Montag in Bönen, Holzwickede und Kamen die Müllabfuhr komplett ausfällt. In Fröndenberg und Unna soll die Abholung der Wertstofftonne entfallen. Alle ausgefallenen Touren sollen am Samstag, 13. Februar, nachgeholt werden.

Schnee im Kreis Unna: VKU-Busse fahren vorerst nicht - Müllabfuhr der GWA kommt nicht

Update vom 7. Februar, 17.50 Uhr: Der Winterdienst des EBB in Bergkamen ist weiterhin unterwegs, um Wege und Straßen zu räumen und zu streuen. Dabei leisten einige Anwohner den Mitarbeitern einen zweifelhaften Dienst, indem sie Schnee von ihrem Privatgrundstück einfach auf die Straße schippen. „Das ist grundsätzlich nicht erlaubt und auch kontraproduktiv“, sagt Michael Bartusch vom Bauhof. „Privater“ Schnee sollte in Vorgärten oder an Gebäudewänden aufgeschüttet werden, um den Winterdienst nicht zu behindern.

Der ist laut Bartusch wohl bis 21 Uhr am Abend durchgängig im Einsatz, um dann am Montag ab 4 Uhr in der Frühe erneut ranzuklotzen. Bei den Kollegen gibt es die vage Hoffnung, dass der Schneefall in der Nacht abnimmt. „Vielleicht haben wir ja Glück“, sagt Bartusch.

Schneegestöber: Eindrücke aus dem winterlichen Bönen

Schnee Bönen
Schnee Bönen
Schnee Bönen
Schnee Bönen
Schneegestöber: Eindrücke aus dem winterlichen Bönen

Update vom 7. Februar, 17.30 Uhr: Das Einsatzgeschehen für die Feuerwehr in Bergkamen ist überschaubar, dennoch werden weitere Vorbereitungen getroffen, um schnell Hilfe leisten zu können, falls Hilfe nötig wird. So bleibt das Gerätehaus Mitte bis 19 Uhr durchgehend besetzt. Danach übernehmen bis Mitternacht die Kollegen in Oberaden. Von 24 Uhr bis Montagmorgen 7 Uhr sind Männer und Frauen aus Rünthe sowie Overberge am Standort Rünthe dauerhaft präsent. Laut Wehrführer Dirk Kemke sind die längeren Anfahrtswege der Kollegen Grund für die Maßnahme.
 

Update vom 7. Februar: 16.12 Uhr: Die Feuerwehr hat ihr Gerätehaus in Bergkamen-Mitte durchgehend mit einer Gruppe von Einsatzkräften besetzt. Das soll die längeren Anfahrtswege der Kollegen durch den Schnee kompensieren. „Fahrt vorsichtig und passt auf“, heißt es.

Update vom 7. Februar, 16 Uhr: Dienstgruppenleiter Michael Böll von der Polizei-Leitstelle in Unna gibt eine Zwischenbilanz zur verkehrlichen Situation. „Die Lage ist momentan entspannt, wir können nichts Berichtenswertes vermelden“, sagt er. Offenbar hätten sich viele Autofahrer an die Empfehlung gehalten, ihr Fahrzeug stehen zu lassen. Er selbst sei auf dem Weg zur Arbeit so gut wie keinem anderen Verkehrsteilnehmer begegnet. „Aber wir müssen abwarten, wie sich die Sache entwickelt“, sagt Böll mit Blick auf den Berufsverkehr am Montag. In der Nacht hatte es nur zwei Unfälle mit größerem Sachschaden in Schwerte und Fröndenberg gegeben.

Update vom 7. Februar, 15.30 Uhr: Trotz des eher ungemütlichen Wetters nutzen einige Familien die seltene Gelegenheit zu einer Schlittenfahrt, zum Beispiel auf dem „Hexenberg“ in Bönen.

Schlittenfahrt auf dem Bönener „Hexenberg“

Update vom 7. Februar, 15.16 Uhr: Die Feuerwehr Bergkamen meldet einen ersten witterungsbedingten Einsatz. So hat sie an der Töddinghauser Straße zwei Laternen von Eiszapfen befreit. Diese drohten auf die Straße zu fallen.

Update vom 7. Februar, 15 Uhr: Die Feuerwehr Bergkamen wendet sich über Facebook an die Mitbürger: „Bitte beachten Sie die aktuelle Wetterlage und vermeiden Sie es, mit dem Auto zu fahren“, heißt es dort. Und: „Bei Spaziergängen achten Sie bitte darauf, dass es nicht nur auf den Straßen, sondern auch auf den Gehwegen zu extremer Glätte kommen kann. In Waldgebieten kann es durchaus zu abknickenden Ästen durch die Schneelast kommen.“

Update vom 7. Februar, 14.30 Uhr: Der Rettungsdienst hat vorgesorgt. Um seine Einsatzorte sicher zu erreichen, sind die Fahrzeuge mit Schneeketten und Spikes ausgestattet worden. „Es läuft alles reibungslos; es gibt keine Besonderheiten“, sagt Peter Büttner, Sprecher der Stadt Kamen. Sie organisiert den Rettungsdienst federführend auch für Bergkamen und Bönen.

Update vom 7. Februar, 14.11 Uhr: Nicht alle Menschen können heute zu Hause bleiben. Die Mitarbeiter der ambulanten Pflegedienste in Bönen mussten ihren Pflichten nachkommen, wenn auch eingeschränkt, wie Nadine Schäfer vom Pflegezentrum Elshoff berichtete. „Wir haben einen Notfallplan aufgerufen“, erklärte die Bereitschaftsdienstleiterin. Sie klemmte sich am Sonntagmorgen rund eineinhalb Stunden lang den Telefonhörer ans Ohr, um die Kunden des Pflegedienstes darüber zu informieren, dass die Mitarbeiter an diesem Tag verspätet bei ihnen eintreffen würden. Und dort, wo Angehörige die Pflege übernehmen konnten, sagte Schäfer den Dienst ab. „Sicherheit geht vor“, bedauerte sie.

Die zugeschneite Bahnhofstraße in Bönen.

Update vom 7. Februar, 13 Uhr: Der Bauhof Bergkamen hat „schwer zu kämpfen“ mit den Schneemassen. Das berichtet Michael Heinemann, Leitender Disponent beim Entsorgungsbetrieb Bergkamen. Seit kurz vor 5 Uhr sind die Mitarbeiter mit dem Räumen der Verkehrswege im Stadtgebiet beschäftigt. Weil die Schneepflüge an den Streufahrzeugen zum Einsatz kommen, dauert es deutlich länger, bis die jeweils vorgesehenen Strecken abgefahren sind. „Auch haben wir Probleme mit parkenden Fahrzeugen, die im Weg stehen.“

Schon am Samstagabend war laut Heinemann Salz auf die Straßen aufgebracht worden, um dem angesagten Blitzeis vorzubeugen. „Weil sich der Schnee einfach drüberlegt hat, hat das aber wenig gebracht“, sagt Heinemann.

Im gesamten Kreis Unna sind die Straßen wie hier in Bergkamen tief verschneit.

Die Feuerwehr Bergkamen musste unterdessen noch zu keinem witterungsbedingten Einsatz wegen des Schneefalls ausrücken. „Wir hatten auch sonst keine Alarmierungen“, berichtet Wehrchef Dirk Kemke am Mittag.

Auf die besondere Wetterlage hatten sich die Brandschützer akribisch vorbereitet und dabei unter anderem die Fahrzeuge vollgetankt und winterfest gemacht. „Wir haben unsere Mitglieder auch zur Besonnenheit aufgerufen, wenn sie zu den Gerätehäusern kommen“, sagt Kemke. Auf dem Weg dorthin seien sie wie alle anderen Autofahrer den Gefahren glatter Straßen ausgesetzt.

Am verschneiten Bahnhof in Bönen halten keine Züge.

Update vom 7. Februar, 12.46 Uhr: Auch der Zugverkehr ist im Kreis Unna stark von den Schneefällen betroffen. Am Bönener Bahnhof fallen am Sonntag vorerst alle Züge aus. Auch an den Bahnhöfen in Unna und Kamen geht nichts. Sowohl die Eurobahn (RE 13 Richtung Hamm und Venlo) sowie das Unternehmen National Express (RE 7 Richtung Krefeld und Münster) können ihre Züge aufgrund des Wetters nicht auf die Strecke schicken, weil Weichen festgefroren sind. Die Störung bei der Eurobahn gilt offiziell bis vorerst Montagfrüh um 3 Uhr. Ob dann die Züge wieder fahren kann, ist derzeit völlig offen. „Wir stehen in Bereitschaft. Sobald es möglich ist, nehmen wir den Verkehr wieder auf“, versicherte die Sprecherin des Eurobahn-Betreibers Keolis, Nicole Pizzuti.

Update vom 7. Februar, 12.17 Uhr: Laut VKU steht erst in der Nacht fest, ob die Busse zum Berufsverkehr am Montagmorgen wieder eingesetzt werden können. „Das entscheidet die Leitstelle gegen 3.30 Uhr,“ sagt Pressesprecherin Felicitas Lachmann. Natürlich werde alles dafür getan, damit die Busse dann wieder fahren. Bei den weiteren Planungen könne man sich nicht auf die Wetterprognosen verlassen, sondern müsse die tatsächliche Situation vor Ort in den Blick nehmen. „Niemand weiß, wo‘s genau noch runterkommt.“ Ein Hinweis für Arbeitnehmer: Der Schnee bedeutet nicht, dass Sie zu Hause bleiben können. Das gilt bei Schnee für den Arbeitsweg.

Update vom 7. Februar, 11.30 Uhr: Der Schneefall hält weiter an. Die VKU stellt den gesamten Busverkehr am Sonntag ein. „Wir bitten um Verständnis“, heißt es in einer Mitteilung vom späten Vormittag.

Schnee im Kreis Unna: Polizei meldet erste Unfälle - Busverkehr eingestellt

[Erstmeldung] Kreis Unna - Trotz des Wintereinbruches mit Schneeverwehungen und Glatteis seit Samstagabend hat die Polizei am Sonntagvormittag nur wenige Einsätze gemeldet.

Bis zum frühen Morgen verzeichnete die Polizei zwei Verkehrsunfälle mit Sachschäden von etwa 6000 Euro in Schwerte und Fröndenberg. In Schwerte ist es zudem zu einer Verkehrsunfallflucht gekommen, bei der Alkohol im Spiel war - der Person wurden von einem Arzt Blutproben entnommen. Die Einsatzkräfte stellten den Führerschein sicher. Auf den 25-Jährigen kommt ein Strafverfahren zu.

„Außerdem sind in Werne und Unna zwei Fahrzeuge aufgrund der Straßenbegebenheiten in Gräben gerutscht, ein weiteres Fahrzeug ist in Bönen gegen eine Leitplanke gerutscht. Niemand wurde verletzt“, meldet die Polizei.

Auch wenn die Lage bisher relativ ruhig geblieben ist, bittet die Polizei die Bürger des Kreises, möglichst zu Hause zu bleiben. Wer doch vor die Tür muss, soll absolute Vorsicht walten lassen.

Nach Auskunft der Verkehrsgesellschaft fahren im Kreis Unna am Sonntagvormittag aufgrund der Schnee-Lage keine Busse. Dies gelte voraussichtlich bis 11 Uhr.

Auch in Hamm ist der Busverkehr derzeit stark eingeschränkt. Der Wintereinbruch sorgt am Sonntag in NRW für Zugausfälle und eine gesperrte Autobahn.

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