Turnier der Evangelischen Kirchengemeinde

Schachturnier: Erlös fließt nach Princess Town nach Ghana

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Die Jüngsten beim Benefiz-Schachturnier für Princess Town: Der fünfeinhalbjährige Tobias Bayerl und der sechsjährige Jonas Wolter mit Werner Müller.

Bergkamen - „Tobias ist fünfeinhalb Jahre alt und total verrückt“, sagt sein Vater Oliver Bayerl und sieht darin auch kein Problem. Denn Tobias ist in Wahrheit extrem schachbegeistert und war zusammen mit dem sechsjährigen Jonas Wolter einer der jüngsten Teilnehmer beim nunmehr 36. Benefiz-Schachturnier, zu dem die Martin-Luther-Kirchengemeinde am Samstagnachmittag wieder in das Martin-Luther-Zentrum in Oberaden eingeladen hatte.

In der Gruppe Schüler (5 bis 11 Jahre, 16 Teilnehmer) belegte Luca Rupieper den ersten Platz mit 7,5 von 9 möglichen Punkten. In der Gruppe der Jugendlichen (12 bis 17 Jahre, 20 Teilnehmer) John Rau mit 7,5 Punkten. Bei den Erwachsenen (22 Teilnehmer) siegte Marius Eckert mit 8 Punkten. 

Der Punktbeste wurde im jeweiligen Wanderpokal namentlich verewigt und konnte sich am Ende von den gespendeten Preisen als erster etwas aussuchen. Wie auch in den Jahren zuvor, wird mit dem Erlös wieder ein Sozialprojekt in Afrika unterstützt. War es in den vergangenen Jahren eine Gehörlosenschule in Eritrea, wo mit dem Erlös eine gut funktionierende Photovoltaikanlage aufgebaut wurde, so soll der Erlös in diesem Jahr wieder in das älteste Sozialprojekt der Kirchengemeinde, in die New-Life-Schule in Princess-Town in Ghana fließen, wo über 250 Kinder zur Schule gehen. 

Bereits sechs Wochen zuvor hatten sich Werner Müller und sein Sohn Martin auf den Weg durch die Stadt gemacht, um bei Oberadener und Bergkamener Geschäftsleuten um kleine Sachspenden zu bitten, mit denen dann das Turnier für die Schachspielerinnen und -Spieler interessant gemacht werden sollte. „Zusammen mit dem Startgeld, dem Cafébetrieb und weiteren Geldspenden kommt hoffentlich wieder ein erklecklicher Betrag zusammen“, hofft Werner Müller.

58 Schachbegeisterte nahmen teil

Genau 58 Schachbegeisterte und ihre Entourage aus Oberaden und Umgebung waren gekommen, wie auch die Mitglieder vom Schachverein Waltrop, zu denen Tobias Bayerl und Jonas Wolter gehören. Hier haben die beiden erst vor drei Monaten mit dem Schachspielen begonnen – und können nun davon nicht mehr lassen. Für die erste Runde wurden die Paarungen vom Computer ausgelost, für die weiteren sieben Runden musste dann gemäß dem „Schweizer System“ der jeweils Beste gegen den Nächstbesten usw. antreten. 

Gespielt wurde nicht nur gegen den Gegner, sondern auch gegen die Uhr. Denn jeder Spieler hatte pro Runde zehn Minuten Zeit, eine Runde dauerte somit maximal zwanzig Minuten. Entschieden wurde das Spiel entweder durch Schachmatt oder Remis – oder durch Zeitablauf, wenn mit der letzten Sekunde das kleine Fähnchen in der Schachuhr niedersauste.

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