Schacht III in Rünthe steht vor dem Verkauf

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Der Schacht III in Rünthe wird von der Fakt AG übernommen.

Bergkamen - Die Übernahme des Schachtes III durch die Fakt AG aus Essen scheint tatsächlich in trockenen Tüchern. Im Herbst soll das Unternehmen die Räume übernehmen. Auch wenn, laut Kämmerer Marc Alexander Ulrich die Verträge noch nicht unterzeichnet sind, wird von einem Verkauf an die Immobilien AG ausgegangen.

Aktuell erhielt der Aktionskreis Wohnen und Leben Bergkamen von seiten der Fakt AG eine Absage für eine dort geplante Veranstaltung. Was genau die Fakt AG mit dem denkmalgeschützten Gebäude machen wird, wurde bislang nur hinter geschlossenen Türen vorgestellt. Vertreter des Unternehmens hatten im nichtöffentlichen Teil einer Ausschusssitzung über ihr Vorhaben informiert. „Die Veräußerung ist beschlossene Sache“, so Ulrich. 

Vor diesem Hintergrund sei es auch üblich, dort geplante Veranstaltungen, die zeitlich nach dem Besitzerwechsel angesiedelt seien, abzusagen. Am 9. November hatte der Arbeitskreis eine Stadtteilkonferenz für Rünthe anberaumt. „Uns ist von seiten der Fakt AG zwar ein Ausweichstandort in den Räumen der ehemaligen Bergbauberufschule (TÜV Akademie Nord) angeboten worden, aber Weddinghofen ist nicht der richtige Ort für eine Rünther Veranstaltung“, so der Vorsitzende des Arbeitskreises, Karlheinz Röcher. Bis zum geplanten Datum rechnet Röcher aber damit, auch die richtige Lokalität in Rünthe zu finden.

Dass die Fakt AG ausgerechnet die TÜV Nord Räume anbietet, liegt auf der Hand. Auch dort fungiert das Unternehmen, nach der offiziellen Schließung des Schulstandortes (WA berichtete), demnächst als Eigentümer. „Das Unternehmen ist ein renommierter Investor, wir setzen auf eine gute Zusammenarbeit“, so der Kämmerer. Jede Form der Veränderung im Hinblick auf die Nutzung werde von der Stadt Bergkamen und der Fakt AG gemeinsam erarbeitet. Fest stehe, dass das Perthes-Werk dort weiter Bestand habe. Weiter werde auf eine nachbarschaftliche Verträglichkeit geachtet. 

Dieser Knackpunkt hatte letztendlich für den bisherigen Pächter, Maschkes Musikservice, seit Jahren Probleme bereitet. Großveranstaltungen sorgten wegen vollgeparkter Flächen und Lärm für Verärgerung. Zuletzt war es um den Schacht III still geworden. Jetzt werde in einer Nutzungsänderung das künftige Konzept für den Schacht III festgeschrieben, so Ulrich. Das Konzept werde auch mit der Politik abgestimmt. „Wir sind froh, das denkmalgeschützte Gebäude verkaufen zu können“, sagt der Kämmerer auch mit Blick auf die Finanzen. Die Unterhaltung des Gebäudes und die damit verbundenen Unterhaltungskosten seien auf Dauer für die Stadt nicht zu tragen gewesen. 

Auch in punkto Eigennutzung habe es zahlreiche Gespräche gegeben. Unter anderem auch mit dem Arbeitskreis Wohnen und Leben, der eine Belebung des Gebäudes in Regie der Stadt schon gerne gesehen hätte. „Das Gebäude ist schön und könnte an anderer Stelle sicher gut auch für Veranstaltungen genutzt werden, aber in der abgeschiedenen Lage hätten wir nicht Veranstaltungen mit 800 bis 1 000 Besuchern in der nötigen Anzahl durchführen können“, erläutert Ulrich. 

Mit dem allerdings angepeilten Konzept werde der Schacht III ein gutes Licht auf den Ortsteil werfen. Schon im vergangenen Mai hatte der Erste Beigeordnete, Dr. Hans-Joachim Peters angekündigt, dass die Umkleidekabinen am Sportplatz des Schachtes III auch weiterhin zur Verfügung stehen. Sie würden nach dem Verkauf des Gebäudes von der Stadt Bergkamen für die Vereinsarbeit angemietet.

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