Chlorwasser schädigt Beton

Sanierung oder Neubau? Kreistag entscheidet über Schwimmbad an der Bodelschwinghschule in Bergkamen

Schwimmhalle Bodelschwinghschule Bergkamen
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Das Schwimmbecken an der kreiseigenen Bodelschwinghschule in Heil kann zurzeit wegen massiver Schäden am Beton nicht genutzt werden.

Das Schwimmbad an der Bodelschwinghschule in Bergkamen-Heil ist schon längere Zeit marode und daher geschlossen. Der Kreis Unna entscheidet bald über die Sanierung. Die Stadt Bergkamen hält sich raus.

Bergkamen – Die CDU-Fraktion im Bergkamener Stadtrat ist mit ihrem Antrag gescheitert, mit Abflauen der Corona-Pandemie für eine schnelle Wiederaufnahme des Schwimmunterrichts in den hiesigen Bädern zu sorgen. Daran werde ohnehin gearbeitet, hieß es aufseiten von SPD und Grüne im Schulausschuss. Die Mehrheit lehnte auch den CDU-Vorschlag ab, zu prüfen, ob und wie sich die Stadt an der Wiederherstellung der Schwimmhalle an der Bodelschwinghschule in Heil beteiligen könnte.

Das Becken in der Förderschule des Kreises Unna ist bekanntlich marode. Nach Auskunft des Schulträgers muss entschieden werden, ob es saniert werden kann oder womöglich neu gebaut werden muss.

Beton muss erneuert werden

Dazu erstelle die Verwaltung gerade eine Beschlussvorlage für den Kreistag, erläutert Kreis-Sprecher Max Rolke. Im Laufe des Sommers solle sie vorliegen.

Laut Rolke waren bei Reparaturen an der Filteranlage schwere Schäden am Becken entdeckt worden. Wegen Undichtigkeiten gelangte Chlorwasser hinter die Fliesen und durchtränkte den Beton. Dieser müsse auf jeden Fall erneuert werden.

Im Heiler Schwimmbad tummelten sich früher auch Vereine und Gruppen aus Bergkamen. Nach dem Schaden an der Filteranlage wurde es für fremde Nutzer gesperrt. Über die fällige Entscheidung im Kreistag informierte Beigeordnete Christine Busch den hiesigen Schulausschuss. Es könne aber dauern, ehe ein Beschluss umgesetzt werde. Womöglich stünde dann absehbar das für 2025 angekündigte neue Bad der Gemeinschaftsstadtwerke (GSW) in Weddinghofen zur Verfügung.

Schwimmkurse müssen nach Bönen oder Kamen ausweichen

Laut Busch haben die hiesigen Schulen und Vereine den GSW bereits ihren Bedarf für die Zeit nach der Pandemie mitgeteilt. Die GSW-Kapazitäten reichten insgesamt aus, um die Nachfrage zu bedienen, auch wenn einzelne Kurse womöglich nicht im hiesigen Hallenbad, sondern in Bönen oder Kamen stattfinden müssten.

„Das Bad in Heil steht uns nicht zur Verfügung, also sollten wir auch nicht darin investieren“, sagte SPD-Ratsherr Dieter Mittmann. Mit Fertigstellung des Ganzjahresbades in vermutlich drei Jahren habe sich das Thema ohnehin erledigt.

Die CDU hatte argumentiert, dass nach Schätzung der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft wegen der Pandemie bereits Schwimmkurse für mindestens 20 000 Anfänger ausgefallen seien. Auch in Bergkamen verschärfe sich die Situation durch jeden ausfallenden Kursus.

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