Gute Resonanz auf Impfangebot ohne Termin

Dahin gehen, wo die Menschen sind: Impfbus fährt weiter in der Erfolgsspur

Personen vor dem Impfbus
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Zahlreiche Bergkamener nutzten die Chance, sich spontan gegen das Corona-Virus impfen zu lassen.

Lang war die Schlange vor dem Impfbus, den die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) am Dienstag auf dem Parkplatz des Einkaufszentrums am Nordberg abgestellt hatte. Die Bergkamener im Alter von 16 bis in die 50er Jahre nutzten die Chance, neben dem Einkauf oder in ihrer Mittagspause auch einige Milliliter Biontech oder Moderna mitzunehmen.

Bergkamen – „Ein Stückchen mehr Sicherheit eben“, erklärte der 19-jährige Hoan-Tan Bui. Er war spontan mit seiner Mutter Thi-Thao Bui vor Ort, um die erste Impfe mit Biontech abzuholen. „Das ist in Deutschland immer noch der beliebteste Impfstoff“, erklärte Nilüfer Cirak. Die vom Kreis Unna für die Impfaktion eingestellte Krankenschwester nahm gemeinsam mit Julia Schelkmann, eigentlich in der Poststelle beschäftigt, im Vorfeld die persönlichen Daten der Impfwilligen auf. Die Warteschlange sollte schließlich schnell abgearbeitet sein. Es klappte tatsächlich.

Die anschließende Beobachtungszeit ist freiwillig

Nach zehn Minuten hatte Hoan-Tan Bui die nächste Station erreicht: Arzt Felix Berndt klärte auf über Risiken und Nebenwirkungen. Anschließend hieß es für ihn, rein in die Kabine, anschließend auf die vor dem VKU-Bus gestellten Stühle, dann kurz warten um die gedruckte Information mit dem Termin der zweiten Impfe mitzunehmen. „Den Beobachtungszeitraum bieten wir an, wir können die Leute aber nicht zwingen, zu warten. Es geschieht freiwillig“, erklärte Marissa Wischkowski, KVWL-Koordinatorin der Aktion.

Die Wahl des Impfstoffs hielt sich am Dienstag die Waage. Und sie fiel offensichtlich willkürlich. „Es klingt beides gut“, erklärte Melissa Schettler, 19 Jahre. Einen speziellen Anlass, das Angebot anzunehmen, hatten weder sie noch Mutter Daniela: „Ich wollte meine Tochter nicht alleine lassen.“ Wie die meisten Interessenten waren die Bergkamenerinnen spontan gekommen.

Die Bürger haben die Wahl: Daniela Schettler entschied sich für das Serum von Moderna.

„Der Zuspruch an Einkaufszentren und überall wo viele Menschen sind, ist tatsächlich enorm“, bestätigte Wischkowski den Erfolg der Aktion. „Wir werden dieses Angebot weiter machen. Der Betrieb der Impfzentren wird heruntergefahren.“

Dort wollten eigentlich Angelika Stolz und ihre Töchter hin. Bis sie vom Bus hörten. Obwohl, von impfen lassen wollen, konnte bei ihr und ihrer älteren Tochter Nadine Kaminski (32 Jahre) eigentlich keine Rede sein. Beide waren unsicher wegen möglicher Nebenwirkungen. „Lena war letztlich die treibende Kraft“, erklärte die Mutter, „sie wollte unbedingt.“ Die 16-Jährige hat mehrere Schulkameradinnen, die schon geimpft sind, hat wegen eventueller Nebenwirkungen ihrer Wahl Biontech keine Bedenken. „Das ist wohl eher bei uns Älteren so“, sagte Angelika Stolz. Sie und Tochter Nadine haben übrigens zu Moderna gegriffen. „Astrazeneca hätten wir aber nicht genommen“, betonten sie unisono.

Donnerstag macht der Bus erneut Halt in Bergkamen

Die Tour führt den Bus weiter durch den Kreis. Am Samstag gastiert das Team zum Beispiel bei Ikea in Kamen, am Donnerstag, 29. Juli, macht der Bus erneut Halt in Berkamen. Er steht dann von 7.30 bis 13 Uhr auf dem Wochenmarkt. Der Kreis plant zudem, alle Orte, die angefahren wurden, exakt vier Wochen später erneut zu besuchen, damit die Menschen ihre Zweitimpfung erhalten können. Alternativ gibt es die aber auch im Impfzentrum des Kreises.

Alle Termine des Impfbusses sind auf der Internetseite www.kreis-unna.de zu finden.

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