Runder Tisch freut sich über Erfolg der FIPs

BERGKAMEN -  Das Projekt „Familienpaten“ hat sich bewährt, bilanziert der Runde Tisch Bergkamen „Kinder im Zentrum“. Deshalb soll es auf Wunsch der Verantwortlichen in der Sitzung des Jugendhilfeausschusses am 10. April auf der Tagesordnung stehen. „Wir wollen das Modell auf breitere Füße stellen“, formuliert Pfarrerin Petra Buschmann-Simons das Ziel.

Die Aktion ist zunächst auf drei Jahre angelegt. Vor einem Jahr erhielten die ersten Familienpaten ihre Zertifikate. Nun ist der Startschuss für die zweite Qualifizierungsrunde gefallen. Neun Teilnehmer haben sich bisher gemeldet. Doch Interessierte können auch noch beim nächsten Treffen am 5. Februar dazustoßen, wirbt Margarete Hackmann vom Verein „Familiäre Kinder-Tagesbetreuung“.

Sie wird den Lehrgang als Ansprechpartnerin begleiten. Der Unterricht findet von 17 bis 19.30 Uhr in den Räumen der Diakonie im Bodelschwinghhaus statt. Insgesamt stehen zwölf Einheiten auf dem Programm. Dozenten aus ganz unterschiedlichen Fachbereichen werden die künftigen Familienpaten fit für ihren Einsatz machen – von der Ersten Hilfe am Kind bis hin zu Rechts- und Versicherungsfragen.

Auch das Thema Nähe und Distanz soll dann nicht zu kurz kommen. Die ehrenamtlichen Helfer werden die Familien und Alleinerziehenden zwei bis vier Stunden pro Woche in ihrem nicht immer leichten Alltag unterstützen, den Haushalt organisieren und die Kinder bei ihren Hausaufgaben betreuen. Nicht nur Rentner sind angesprochen. „Es hat sich jetzt auch ein 27-Jähriger gemeldet“, berichtet Margarete Hackmann. Dass es sich dabei um einen Mann handelt, freut sie umso mehr. Denn bislang engagieren sich vor allem Frauen. Aktuell ist nur ein Mann als Familienpate im Einsatz.

Dass der Bedarf nach Paten da ist, zeigt die Tatsache, dass sich Familien schon auf eine Warteliste setzen lassen haben. Ursprünglich war die Unterstützung an die Vorgabe geknüpft, dass in der Familie mindestens ein Kind zwischen null und drei Jahre alt sein sollte. Von dieser Vorstellung haben sich die Mitglieder des Runden Tisches inzwischen aber gelöst. „In der Praxis war das nicht einzuhalten“, begründet Margarete Hackmann. Gleichwohl würden viele Mädchen und Jungen im Vorschulalter betreut.

Nächstes Projekt: ein kostenloses Essen

Mit dem Rückenwind des ersten Projektes denken die Vertreter des Runden Tisches bereits über das nächste Vorhaben nach: einen kostenlosen, einmal wöchentlichen Mittagstisch für Kinder. Noch stehen sie mit ihren Überlegungen ganz am Anfang. Als Ausgabestelle ist die Mensa der Willy-Brandt-Gesamtschule im Gespräch. Die Schulleitung habe ihre Bereitschaft zur Kooperation signalisiert, berichtet Reinhard Middendorf.

Für den Standort spricht die Lage. So sind dort mit der Willy-Brandt-Gesamtschule, der Freiherr-vom-Stein-Realschule und der Gerhart-Hauptmann-Grundschule gleich drei Schulen beheimatet. Und auch die Busanbindung ist günstig. Einen Nachteil allerdings gebe es, räumt Reinhard Middendorf ein: „In der Mensa der Gesamtschule können Speisen nicht selbst zubereitet werden.“ Die Mitglieder des Runden Tisches wollen nach Lösungen suchen und ähnliche Mittagstisch-Projekte in der Region besuchen. - rw

Weitere Informationen gibt es bei Sonja Werner unter Tel. 0 23 07/96 52 58 oder per E-Mail an s.werner@bergkamen.de sowie bei Margarete Hackmann unter Tel. 02307/280633 oder E-Mail: buero@famkitabe.de.

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