Rünther Leon Pufahl ist begeisterter Artist bei der Jugendkunstschule

+
Der 16-jährige Leon Pufahl ist auch beim Ferienprojekt der Jugendkunstschule in der Pestalozzischule als Artist mit Können und Begeisterung dabei.

Bergkamen - Bis zum 29. März ist die Sporthalle des Pestalozzihauses wieder zur Manege für junge Künstler umfunktioniert. Einer der Artisten ist der zirkusbegeisterte Leon Pufahl aus Rünthe. Der 16-Jährige ist bereits zum sechsten Mal beim Projekt der Jugendkunstschule dabei und längst mehr als ein normaler Teilnehmer.

Der Rünther, der in Werne das Anne-Frank-Gymnasium besucht, ist in den vergangenen Jahren zu einem verlässlichen Helfer für Zirkuspädagogin Andrea Kruck geworden, die die „Zirkus-Werkstatt“ in diesem Jahr wieder leitet. Vor allen Dingen bei den großen Nummern, beispielsweise wenn die Kinder eine Pyramide bauen, dient er als ruhender Pol inmitten der 26 oft aufgedrehten Teilnehmer, die teilweise gerade einmal halb so alt sind wie Pufahl. 

Die Kinder proben für ihren Auftritt.

Die Ruhe und Souveränität, die der Gymnasiast ausstrahlt, weiß auch Kruck zu schätzen, die viele Jahre lang im Circus Travados in Unna Königsborn und für die dortige Jugendkunstschule gearbeitet hat. „Er gehört hier schon zu den alten Hasen und ist im wahrsten Sinne des Wortes eine echte Stütze für uns“, meint die Pädagogin über ihren engagierten Helfer.

Zirkusprojekt der Jugendkunstschule in den Osterferien

Die teilnehmenden Kinder sind mit vollem Einsatz bei der Sache. Im Gegensatz zu ähnlichen Projekten an Grundschulen muss sich der Manegennachwuchs hier nicht nur für lediglich ein Genre entscheiden, was ausprobiert und einstudiert werden soll. „Jeder kann alles machen. Egal ob Trapez, Luftring, Vertikaltuch, Laufkugel, Diabolo oder Jonglage mit Tüchern, Bällen oder Keulen“, schildert Kruck.

„Erst Abi und dann Zirkusschule“

Der 16-Jährige aus Rünthe fühlt sich in luftigen Höhen – sprich im Luftring und im Vertikaltuch – am wohlsten. In letzterem fühlt sich auch die elfjährige Danielle Nitschke bei ihrer dritten Teilnahme am Projekt schon nahezu geborgen. „Die beiden sind sehr dehnbar und können unglaubliche Sachen“, staunt Kruck immer wieder. 

Damit Leon seinem Spaß an der Bewegung noch mehr Ausdruck verleihen kann, hat die Pädagogin ihn vor anderthalb Jahren bei den Turnern des VfL Kamen untergebracht. Möglich wäre sicher auch ein Engagement im Circus Travados, das aber lässt sich fahrtechnisch für den Schüler nicht realisieren. „Es macht immer wieder Spaß, neue Sachen auszuprobieren“, sagt er 16-Jährige. Daher ist das Projekt im Pestalozzihaus besonders spannend, weil es hier viele Dinge gibt, die ihm als Turner nicht zur Verfügung stehen. Eine Karriere in diesem Bereich traut ihm Kruck auf jeden Fall zu. Aber – und da sind sich beide einig: „Erst Abi und dann Zirkusschule“.

Vorführung am Donnerstag

Am Donnerstag, 29. März, werden die Kinder um 13.30 Uhr Eltern, Geschwistern und Bekannten das Erlernte in einer Vorstellung präsentieren. Das Ergebnis ist für die Zirkuspädagogin schon klar: „Die Kinder gehen hier alle 30 Zentimeter größer raus, denn das Projekt ist ideal für das Selbstbewusstsein.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare