Einweihung durch Bürgermeister

Rünther Dorfmeisterschaft: Ex-HSV-Profi testet neuen Kunstrasenplatz

Dorfmeisterschaft Rünthe Fußball Kunstrasen
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Anstoß auf dem neuen Kunstrasenplatz: Bürgermeister Bernd Schäfer trat als Erster auf dem neuen Geläuf gegen das runde Leder, bevor die Rünther Dorfmeisterschaft angepfiffen wurde

Der SüS Rünthe hat einen neuen Kunstrasenplatz, der am Samstag mit der dritten Auflage der Dorfmeisterschaft eingeweiht wurde. Auch ein Ex-Profi testete das neue Grün.

Rünthe – Die ersten Füße spürte der nagelneue Kunstrasen des SuS während der dritten Rünther Dorfmeisterschaft am Samstag. Und er „rächte“ sich umgehend. Einige Spieler holten sich blutige Knie. Der Granulatersatz waren 240 Tonnen Sand. „Das ist wie Schleifpapier“, meinte ein Akteur aus dem „Team Hildebrand“. Glücklich waren Akteure und Organisatoren aber dennoch darüber, dass das Turnier nach der pandemiebedingten Absage im vergangenen Jahr, überhaupt wieder stattfinden konnte.

Eine Premiere feierte so auch Bergkamens Bürgermeister Bernd Schäfer am neblig, kühlen Samstagmorgen. Erstmals seit der Amtseinführung eröffnete er eine solch große Publikumsveranstaltung, zweieinhalb tausend Zuschauer waren theoretisch erlaubt. Schäfer war es vorbehalten, den ersten Ball auf dem neuen Geläuf zu spielen. Fairerweise führte er den Anstoß nicht Richtung Stadtverwaltung, die unter dem Namen „Natürlich Bergkamen“ auflief, aus. Sondern er bediente Titelverteidiger „Loftwerk/Fuhrmann Fliesen“.

Rünther Dorfmeisterschaft auf neuem Kunstrasenplatz

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Rünther Dorfmeisterschaft auf neuem Kunstrasenplatz

Zuvor hatte der frühere Handballer den Gang über den schicken Platz mit dem über einen Teppich verglichen. In seiner Einweihungsrede lobte Schäfer insbesondere Platzbauer Strabag für die rechtzeitige Fertigstellung des Geläufs. Die Übergabe war erst am Tag zuvor. Dass die Politik in Bergkamen hinter dem Sport im Ort stehe, lasse sich an der reibungslosen Bewilligung der Gelder erkennen. 300 000 Euro wurden insgesamt investiert, um den schon 2003 installierten Kunstrasen zu erneuern. Damit SuS Rünthe und Schulen lange etwas davon haben, überreichte Schäfer dem Rünther Vorsitzenden Dietmar Wurst auch gleich die Pflegeanleitung.

Schwimmring als Handicap

„Es wird heute schwer mit der Titelverteidigung“, beurteilte Dennis Fuhrmann die Situation trotz des 2:0 im Eröffnungsspiel gegen „Natürlich Bergkamen“. „Wir sind nicht so fit wie noch vor zwei Jahren“, begründete er. Außerdem hatten er und seine Kicker Probleme mit dem rutschigen Untergrund, „trotz Stollenschuhen.“ Bis ins Halbfinale brachten es die Loftwerker dann aber doch. Dort schieden sie im Elfmeterentscheid gegen den späteren Rünther Dorfmeister 2021 „Kfz-Klink“ aus.

Vor dem ersten Anpfiff hatte Dietmar Wurst die Kapitäne der zwölf Teams vorgestellt. Die versprachen, dass sie fair bleiben wollten. Ohne zu großen Ehrgeiz, der vor zwei Jahren zu einer kleinen Schlägerei geführt hatte. Im Vergleich zum vorangegangenen Turnier wurden kleinere Regeländerungen vorgenommen. So musste in jedem der zehnminütigen Spiele eine Frau auf dem Platz stehen. Wenn nicht, sollten die Mannschaften einen Spieler ausgucken, der mit Schwimmring behindert wurde. Pfiffige Träger nutzten den Gummipuffer allerdings zeitweilig, um Gegner aus dem Weg zu räumen.

Emotionen hätte es am Morgen dann aber dennoch gegeben, erklärte Wurst nach dem Ende des Kickens. „Wie man es vom Fußball so kennt“, erklärte der Vorsitzende. „Mit der Sonne, die doch noch rauskam, wurde es dann friedlich. Jetzt feiern wir hier den Ausklang.“

Auch Ex-HSV-Profi Sascha Kirschstein testete den neuen Kunstrasen.

Prominenz fand am Samstag ebenfalls den Weg ins Rünther Stadion. Sascha Kirschstein, für den Hamburger SV schon in der Champions League aktiv, stand beim Team „Euroballstoff“ im Tor. „Ich hatte Helmut das Mal versprochen und an diesem Wochenende tatsächlich Zeit. Ich wohne ja auch um die Ecke.“ Eurobaustoff-Chef Helmut Stock bestätigte einen Fünfjahresvertrag gegen Naturalien. Das Team mit dem Ex-Profi im Tor unterlag erst im Halbfinale mit 2:3 dem Finalisten „Brandschutz Henning“ und wurde Vierter.

Die Finalrunde

Viertelfinale:

Loftwerk/Fuhrmann Fließen – CDU/JU-Team 4:0

Natürlich Bergkamen – Euroballstoff 2:3

KFZ-Klink – SV Vogelwiese Rünthe 4:1

Kaufland Legende – Brandschutz Henning 1:2

Halbfinale

Loftwerk/Fuhrmann Fließen – Kfz Klink 3:4

Euroballstoff – Brandschutz Henning 2:3

Spiel um Platz 3:

Loftwerk/Fuhrmann Fließen – Euroballstoff 3:2

Finale:

Kfz Klink – Brandschutz Henning 1:0

Gerade noch rechtzeitig fand übrigens der Wanderpokal den Weg zum Schacht III. „Der Chef wollte ihn wohl im Büro behalten“, unkte Ibrahim Saado, der ihn im Arm hatte. „Ich will ihn ungern abgeben“, bekannte Dennis Fuhrmann dann auch. Nach dem 1:0-Erfolg von „Kfz-Klink“ im Finale wechselte der Pokal dann aber doch den Besitzer.

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