SuS Rünthe

Typisierungsaktion: Verein sucht Stammzellspender für Marco

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Marco Füllenbach im Kreise der Familie, mit Frau Myriam und den Kindern Jil und Luc. Gemeinsam machen sie sich Sorgen um seine Gesundheit. Sie hoffen auf viele Teilnehmer bei der Typisierungsaktion am 23. März.

Rünthe - Marco Füllenbach räumt im Job mit dem Bagger die dicksten Brocken aus dem Weg, doch für den Stein, den ihm das Schicksal in den Weg gelegt hat, gibt es keine Maschine. Marco braucht einen Stammzellspender. Seine Freunde  vom SuS Rünthe organisieren deshalb eine große Typisierungsaktion am Samstag, 23. März, in der Regenbogenschule.

Von Geburt an hat Marco, der mit seiner Frau Myriam und den beiden Kindern Jil und Luc in Bergkamen lebt, Thrombozytopenie. Im Blut gibt es einen Mangel an den so wichtigen Blutplättchen, den Trombozyten, das verbirgt sich hinter dem komplizierten Namen. Marco lebte viele Jahre mit der Krankheit, doch nach einem Arbeitsunfall vor zwei Jahren, bei dem er viel Blut verlor und Medikamente nehmen musste, bekam er blutige Ausschläge. 

Gut zwei Monate ist es her, da bemerkte Marco weitere körperliche Probleme. Die Luft wurde knapp und die Beine schmerzten schon nach kurzen Wegen. Untersuchungen folgten und am Ende stand die Erkenntnis: Marcos Knochenmark produziert kein Blut, er leidet an MDS (Myelodysplastische Syndrome) Blutkonserven und Trombozyten-Transfusionen können die Symptome im Moment etwas abschwächen, sind allerdings keine Dauerlösung. 

Was Marco bevorsteht, liest sich auf dem Papier so einfach, ist aber alles andere als ein Spaziergang: Die Suche nach einem passenden Stammzellspender, dem genetischen Zwilling, ist die erste schwierige Hürde. 

Familie und Freunde geben Marco Halt

Dann folgt eine Chemotherapie, sie fährt den Körper sozusagen auf Null und macht Platz für die Stammzellen des Spenders. Eine Garantie auf ein gesundes Leben nach all diesen Strapazen gibt es nicht, denn manchmal akzeptiert der Körper die neuen Zellen nicht, doch Marco stellt sich dem Kampf. Selbstmitleid ist sowieso nicht sein Ding. 

Familie und Freunde geben Marco Halt. Sie hoffen nun, dass sich viele Menschen mit einem Wattestäbchen-Abstrich von der Mundschleimhaut als Stammzellspender registrieren lassen. Denn das erhöht auch Marcos Chancen auf einen Treffer. 

Tatkräftige Unterstützung kommt aus den Reihen des SuS Rünthe 08. Gemeinsam mit der Familie, mit Freunden und mit fachlicher Begleitung durch die Organisation DKMS (Deutsche Knochenmarkspenderdatei) richten die SuS-Fußballer eine Typisierungsaktion aus. 

Aktion am Samstag, 23. März, in Rünthe

Wer zwischen 17 und 55 Jahre alt ist, kann sich am Samstag, 23. März, zwischen 11 und 16 Uhr in der Turnhalle der Regenbogenschule in Rünthe, Rünther Straße 80, für die Spenderdatei registrieren lassen – und dies kostenlos. 

„Bitte, kommt zur Aktion! Nur wer sich registrieren lässt, kann als Spender gefunden werden“, wirbt Monika Wernau um möglichst viele Teilnehmer an der Typisierungaktion für den schwer kranken Familienvater. Die stellvertretende Bürgermeisterin ist Schirmherrin der Aktion – und befindet sich in prominenter Gesellschaft: Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund schickt sein Maskottchen, die Biene Emma, nach Rünthe. 

Die Feuerwehr organisiert eine Fahrzeugbesichtigung, für Kinder gibt es eine Hüpfburg und auch für Essen und Getränke wird gesorgt. Dietmar Wurst vom SuS Rünthe appelliert: „Marcos Sohn spielt beim SuS Rünthe, seine Frau Myriam engagiert sich als Betreuerin, sein Bruder Dennis ist seit Jahrzehnten bei uns im Jugendbereich aktiv. 

Marco und seine Frau unterstützen den Verein mit Engagement und Zeit. Wenn es ums Grillen geht, ist Marco immer der Erste, der schreit: ,Ich helfe!’ Nun wird es Zeit, dass der Verein etwas für ihn tut, deswegen möchten wir ganz Rünthe und Umgebung dazu motivieren, sich registrieren zu lassen.“

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