Hamsterkäufe in Rünthe

"Kein Mehl mehr zu bekommen" - Einkaufen in Zeiten von Corona

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Gähnende Leere: Wie im Rünther Kaufland sieht es derzeit in vielen Supermärkten aus.

Rünthe – Das Coronavirus ist derzeit in aller Munde und macht sich auch in Supermärkten bemerkbar, denn für viele ist das Virus ein Grund, Hamsterkäufe zu tätigen. Auch in den Märkten in Rünthe wird gekauft, was das Zeug hält.

Wer in Rünthe mal eben etwas einkaufen möchte, könnte in einigen Bereichen vor leeren Regalen stehen. So auch im Kaufland, in dem die Hamsterkäufer bereits sichtbar zugeschlagen haben. Vor allem Mehl, Zucker, Konserven und Toilettenpapier würden bei den Kunden im Einkaufswagen landen, wie Kaufland-Mitarbeiterin Gülcan Singin berichtet.

Und das ist auch deutlich zu sehen: Die Regale, die eigentlich prall gefüllt sind mit diesen Artikeln, sind wie leer gefegt. Auch Nudeln und Seife scheinen bei den Hamsterkäufern beliebte Güter zu sein. Das Problem sei jedoch, dass nicht alle Sachen so schnell wieder geliefert werden können, wie Singin erzählt.

Im Aldi ein paar Hundert Meter entfernt sieht es ähnlich aus. Wer Nudeln, Toilettenpapier oder Konserven kaufen möchte, steht vor fast leeren Regalen und Paletten. „Gibt’s nicht mehr, ausverkauft“, sagt ein Kunde zu seiner Frau. Das Paar ist auf der Suche nach Zucker. „Wir waren bereits in anderen Läden, haben aber keinen bekommen“, erzählt die Kundin. Den Zucker benötige sie für einen Kuchen, den sie am Wochenende backen möchte. Die beiden selbst haben bisher keine Hamsterkäufe gemacht und haben es auch nicht vor, wie sie erzählen. Ein paar Artikel hat das Paar im Discounter bekommen, bloß der Zucker macht ihnen zu schaffen. Da sich auch im Aldi kein Zucker mehr in den Regalen befindet, ziehen sie weiter in den nächsten Laden.

Im Netto sieht die Lage ebenfalls nicht anders aus. Dort wo eigentlich zahlreiche Wasserflaschen stehen, Toilettenpapier aufeinandergestapelt und Seifen in den Fächern einsortiert sein sollten, ist die Auswahl nicht so breit wie sonst. „Also ist nichts mehr da?“, hört man einen Kunden einen Gang weiter eine Verkäuferin fragen. Und auch die Dame, die mit ihrem Mann zuvor im Aldi auf der Suche nach Zucker war, versucht es nun im Netto. „Ich soll Sie fragen, ob Sie noch normalen Zucker im Lager haben“, fragt sie eine Verkäuferin. Dieses Mal hat die Kundin Glück: Ein paar Päckchen befinden sich noch in den Regalen.

Die Folgen des Coronavirus sind in Rünther Supermärkten deutlich spürbar. Bergkamens Bürgermeister Roland Schäfer kann nach eigener Aussage verstehen, dass sich die Menschen einen Vorrat zulegen möchten und ist der Meinung, dass man allgemein immer einen Vorrat zu Hause haben sollte. Vom Hamstern rät Schäfer jedoch ab.

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