Teures Schwimmvergnügen

Röhrenrutsche und Millionen-Kosten: So wird das Ganzjahresbad in Bergkamen geplant

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Das neue Bad könnte auf der Fläche des Wellenbads in Weddinghofen entstehen. Jedoch muss hierfür noch einiges geplant werden.

Bergkamen – Das geplante Ganzjahresbad hält Bergkamen weiter auf Trab. Nun wird am Donnerstag in der Ratssitzung der Vorschlag der Gemeinschaftsstadtwerke (GSW) zur Konzeption vorgestellt.

Entstehen soll das Bad auf der Fläche des Wellenbads in Weddinghofen. Dieses ist sanierungsbedürftig, aber eine Sanierung ist laut Stadt unwirtschaftlich. Ein Neubau würde sich mehr rentieren. Bereits im Februar wurden die GSW dementsprechend beauftragt, die Planungen für ein Familien- und Freizeitbad zu übernehmen. 

Im Internet und bei einer Bürgerversammlung hatten die GSW von den Bürgern Vorschläge für das Bad gesammelt. Mit diesen Wünschen und den eigenen Konzepten schlagen sie unter „dem Vorbehalt der notwendigen Erarbeitung eines Finanzierungskonzeptes“ nun eine Badkonzeption vor. 

Das sind die Pläne fürs Bad:

Laut diesem Plan soll das Bad aus fünf Becken bestehen, darunter Kinderplansch- und Sprungbecken. Hinzu kommen Dampfbad und Röhrenrutsche. Folgt die Stadt dieser Planung, gehen die GSW von etwa 7000 Quadratmetern Größe und Investitionskosten von circa 26,5 Millionen aus. 

Zusätzlich sind noch eine Textilsauna für etwa 200.000 Euro und ein Cabriodach für 600.000 Euro eine Option. In ihrer Berechnung gehen die GSW davon aus, dass jährlich etwa 170.000 Badegäste kommen und das Ganzjahresbad während des Jahres etwa drei Millionen Euro Verlust machen würde, die die GSW auszugleichen hätten. 

CDU fordert wieder Gespräche mit Kamen

Aufgrund der noch nicht einschätzbaren Betriebskosten hat die CDU nun den Antrag eingereicht, dass Bürgermeister Roland Schäfer noch einmal mit der Stadt Kamen reden solle. Auch dort ist ein Bad geplant, die Kamener hatten bereits vor vier Jahren abgelehnt, ein Schwimmbad als Gemeinschaftsprojekt von Kamen und Bergkamen zu planen. 

Ein Ratsbeschluss würde dem Bürgermeister im Gespräch den Rücken stärken und ihm eine neue Grundlage fürs Gespräch geben, sind sich Thomas Heinzel und Marco Morton Pufke von der CDU sicher. „Wir hegen die Hoffnung, dass man zumindest darüber reden kann.“ Für das eigene Bad machen ihnen vor allem die laufenden Betriebskosten Sorgen. Diese seien nicht ausreichend aufgeschlüsselt.

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