Realschüler wandern bei Hungermarsch auf die Halde

+
Die Sechstklässler der Oberadener Realschule absolvierten gestern ihren traditionellen Hungermarsch.

Bergkamen - Der Hungermarsch genannte Sponsorenlauf hat an der Realschule Oberaden schon längst Tradition. Am Mittwoch machten die Sechstklässler sich wieder auf den Weg zur Bergehalde.

Einmal im Jahr tauschen die Sechstklässler ihre Klassenzimmer gegen viel Frischluft ein. Am Mittwoch liefen rund 90 Schülerinnen und Schüler zur Bergehalde „Großes Holz“, um mit ihrem Marsch Geld zu sammeln für die Partnerschule in Princess Town/Ghana.

 Kurz nach Schulbeginn um 7.40 Uhr versammelten die Jungen und Mädchen sich im Foyer der Schule. Von den Klassen- beziehungsweise den Fachlehrern (Religion und praktische Philosophie) hatten sie da schon die letzten Instruktionen vor dem Abmarsch bekommen: Handys, MP3-Player und andere Unterhaltungselektronik hat während des Marsches nichts in den Händen der Kinder verloren. 

Fußmarsch ohne Handy und MP3-Player

Von der Schule aus ging es zunächst zur Martin-Luther-Kirche, wo die Realschüler in einem kurzen Wortgottesdienst auch etwas über die Schule in Princess Town erfuhren. Schließlich unterstützen sie mit ihrem Hungermarsch auch dieses Mal Projekte, die die Verantwortlichen dort durchführen. „Im vergangenen Jahr wurde das Geld, das die Sechstklässler durch ihren Marsch gesammelt haben, zum Beispiel genutzt, um neue Toiletten zu errichten“, berichtete Lehrerin Jana Neumann. Zudem gab es damals noch eine Fußballausrüstung für die Schüler aus Ghana dazu. „Sie haben uns dann Fotos von einem Fußballturnier geschickt. So sehen unsere Schüler auch, was ihre Hilfe bewirkt“, erzählte Neumann. 

Alltag für Schüler in Ghana

Nach dem Wortgottesdienst ging es für einen kurzen Zwischenstopp wieder zur Schule am Pantenweg. Dort war aber nur Zeit für eine schnelle Stärkung, denn der größte Teil des Marsches lag da noch vor den Sechstklässlern: Zu Fuß ging es zur und auf die Bergehalde. Auch den Rückweg zur Schule absolvierten die jungen Wanderer und Wanderinnen natürlich zu Fuß. 

Was für den ein oder anderen eher fußfaulen Sechstklässler durchaus eine Herausforderung war, gehört für viele Schülerinnen und Schüler in Ghana dagegen zum Alltag. „Die Kinder sollen erfahren, wie es ist, wenn man nicht mit dem Bus oder Fahrrad zur Schule fahren kann oder gebracht wird, sondern manchmal kilometerweit zu Fuß laufen muss“, erklärte Neumann. 

Urkunde bestätigt die gelaufenen Kilometer 

Wie bei einem Sponsorenlauf üblich hatten die Jungen und Mädchen im Vorfeld bei Verwandten und Freunden um Freigebigkeit gebeten: Pro Kilometer bezahlen die Sponsoren eine individuell ausgehandelte Summe. „Wir stellen den Kindern nach dem Marsch eine Urkunde aus, auf der wir auch verzeichnen, wie viel Kilometer wir tatsächlich gelaufen sind“, versprach Neumann. So wissen die Sponsoren sofort, dass ihre Schützlinge auch tatsächlich fleißig zu Fuß unterwegs waren, um den Altersgenossen in Princess Town etwas Gutes zu tun. J le

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.