Grundstücke werden kleiner als ursprünglich geplant.

Rat gibt grünes Licht für die Bebauung der Berliner Straße

Die Heideschule an der Berliner Straße wurde bereits abgerissen.
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Die Heideschule an der Berliner Straße wurde bereits abgerissen.

Bergkamen – Der Stadtrat hat in seiner letzten Sitzung dieser Legislaturperiode den aktualisierten städtebaulichen Rahmenplan der Bonava Wohnbau GmbH für die Wohnbebauung an der Berliner Straße mehrheitlich und gegen die Stimmen der CDU und BergAuf gebilligt.

Bekanntlich hatten die Politiker im Ausschuss für Stadtentwicklung, Strukturwandel und Wirtschaftsförderung kritisiert, dass die Bonava in einigen Bereichen vom mit der Fakt AG geschlossenen städtebaulichen Rahmenplan abgewichen war, obwohl sie diesen übernommen hatte.

Im Bereich des sozialen Wohnungsbaus hatte die Bonava inzwischen zugesichert, elf Wohnungen schlüsselfertig dafür zum Kauf anzubieten. Was die Grundstücksgrößen anging, übte die CDU weiterhin Kritik. Einige der geplanten Grundstücke seien nur 230 Quadratmeter groß, das weiche von den ursprünglich geplanten Mindestgrößen der Grundstücke ab. „Das tragen wir nicht mit“, so Fraktionschef Thomas Heinzel. Er kritisierte, dass die Verwaltung die ursprünglichen Pläne nicht bis zu Ende durchgesetzt habe.

Die Unterschiede zwischen dem alten und dem neuen städtebaulichen Rahmenplan seien sehr gering, betonte Baudezernent Dr. Hans-Joachim Peters. Es seien nun fünf Mietreihenhäuser mit 230 Quadratmetern Grundstücksgröße geplant. „Das ist eine nicht ganz zehnprozentige Abweichung von den geplanten Mindestgrößen“, so Peters. Die Verwaltung halte das für vertretbar.

Kita-Neubau erinnert Fraktionsvorsitzenden der Grünen an Trauerhalle

Ähnlich wie Peters sah es auch die SPD. „Wir dürfen zudem nicht vergessen, dass der Investor die Heideschule beseitigt hat und einen Kindergarten errichtet“, so Fraktions-Vorsitzender Bernd Schäfer.

Zustimmung gab es für den neuen Rahmenplan auch von den Grünen. Gleichwohl äußerte Hans-Joachim Wehmann, Fraktionsvorsitzender, deutliche Kritik an dem weit fortgeschrittenen Bau der Kita Vorstadtstrolche. Er sei vollkommen entsetzt gewesen, als er das Gebäude gesehen habe. Es sei ein zweigeschossiger, schwarzer Klinkerbau, der ohne Planungen im Jugendhilfeausschuss entstanden sei. „Ich habe erst gedacht, es sei eine Trauerhalle.“

Einige Bewohner der Berliner Straße, der Breslauer Straße und der Amselstraße bekamen die voranschreitenden Arbeiten am Wohnprojekt an der Berliner Straße indes unangenehm zu spüren: Bei den Abrissarbeiten wurde eine Fernwärmeleitung beschädigt, die nicht zum Versorgungsnetz der Gemeinschaftsstadtwerke gehört. Mitte der Woche bekam die Vermieterin, die LEG Immobilien AG, Wind davon und setzte sich mit dem Versorger Engie Deutschland GmbH in Verbindung.

„Unser Einfluss ist nur begrenzt“, bedauerte LEG-Pressesprecher Misch Lenz. Das Unternehmen habe der LEG aber zugesichert, die Fernwärmeleitung noch am Freitag zu reparieren. „Sollte das nicht klappen, stellen wir den Mietern kostenlos Heizstrahler zur Verfügung, damit sie nicht weiterhin frieren müssen.“

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