Escape-Room

Rätselspaß für Mittelalter-Fans: „Das schwarze Kreuz“ in Bergkamen zu Gast

Escape Room Das schwarze Kreuz
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Robert Badermann, Haus der Stadtgeschichte in Kamen, Dr. Katja Stromberg, Museum Lünen, Mark Schrader, Stadtmuseum Bergkamen und Dr. Constanze Döhrer, Museumsleitung in Werne (v. l.), stellten das Angebot vor.

Mittelalter-Fans können am Wochenende im Römerpark in Bergkamen auf Rätseljagd gehen. Ein mobiler Escape-Room macht in Bergkamen Station.

Bergkamen – Der neue James Bond-Film läuft erst in einigen Tagen in den Kinos an, doch schon jetzt werden in Oberaden Ermittler gesucht. Der mobile Escape-Room „Das Schwarze Kreuz“ lässt die Teilnehmer als Spione eine Reise ins Mittelalter antreten. Der Startschuss für den Spionagethriller, der ins Jahr 1388 führt, erfolgt schon am Freitag im Römerpark.

Wer sich als Spion und Mitglied in der geheimen Einheit „Das schwarze Kreuz“ beweisen möchte, muss sich sputen, denn in Bergkamen sind die Ermittlungen im 14. Jahrhundert nur bis einschließlich des bevorstehenden Wahlsonntags möglich. Dann zieht der Escape-Room als Gemeinschaftsprojekt der kommunalen Museen weiter nach Werne. Danach folgen Stopps in Lünen und Kamen. Gespielt werden kann an jedem Standort zu verschiedenen Zeiten jeweils von Freitag bis Sonntag.

Museumsleiter Mark Schrader hofft, dass durch das Rätselspiel das historische Interesse an Bergkamen steigt

Aus allen vier Austragungsorten erschienen am Donnerstag die jeweiligen Museumsleiter zur Vorstellung des Mittelalter-Rätsel-Zelts, dessen Inhalt in vielen Details auf historischen Überlieferungen aus der Region basiert. „Das Thema Mittelalter ist in Bergkamen unterrepräsentiert, das ist schade, denn auch nach den Römern war hier einiges los“, erklärt Mark Schrader, Chef des Stadtmuseums. Ein Besuch im Zelt soll diese Zeit in Erinnerung rufen.

1388 tobte zwischen den Herren von der Mark und den Bischöfen von Köln und Münster ein erbitterter Streit um Ländereien und Macht. Das Gebiet um Lünen, Werne, Kamen und Bergkamen liegt im Zentrum der Auseinandersetzungen. „Durch Bergkamen sind sie damals alle durchgezogen. Die anderen drei Städte wurden regelrecht heimgesucht“, so Schrader. Genau deshalb arbeiten die Einrichtungen beim durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen geförderten Projekts zusammen. „Unser Ziel ist es, einen Teil unserer Geschichte zu vermitteln und damit im besten Fall Interesse auszulösen, auch die Museen einmal zu besuchen“, bringt es Schrader auf den Punkt.

Für Rätsel-Fans ab zwölf Jahren

Der Besuch im Mittelalter ist laut Organisatoren familienfreundlich und für Rätselfans ab zwölf Jahren geeignet. Auch jüngere Gäste sind willkommen, benötigen aber erfahrene Unterstützung, wenn sie sich als Spione des Bischofs von Köln in das Zelt des Grafen von der Mark begeben.

Hier erwarten die Gruppen mit maximal sechs Teilnehmern vier große Rätsel, mit denen sie die gräflichen Geheimnisse entschlüsseln können. Ein Spielleiter, der vom jeweils gastgebenden Museum gestellt wird, übernimmt nicht nur die Einleitung, sondern steht auch parat, wenn die Spione nicht weiter kommen, denn die Spieldauer soll nicht länger als eine Stunde dauern.

Richtig viel Werbung haben die Museen bisher nicht gemacht, besonders der Termin an diesem Wochenende ist sehr kurzfristig. „Wer es spontan nicht ins Römerlager schafft, kann das Rätsel auch später an einem der anderen Standorte lösen“, sagt Schrader. Für kurzentschlossene Besucher wird die Nummer des Museums am Wochenende ins Römerlager umgeleitet, sodass Gruppen auf diesem Wege Termine buchen können. Zudem ist es möglich, einen Termin vor Ort zu buchen.

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