Radweg an Zechenbahntrasse gesperrt wegen Sanierung der Kanalisation

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Noch bis April wird die Zechenbahntrasse zwischen Kamer Heide und Wacholderweg wegen der Kanalarbeiten „unter Tage“ gesperrt bleiben.

Werne - Noch bis April ist die ehemalige Zechenbahntrasse zwischen Rünthe und Overberge gesperrt. Grund sind Kanalarbeiten, die dort am Hauptsammler durchgeführt werden.

Seit Jahresanfang müssen Radfahrer, die auf der ehemaligen Zechenbahntrasse zwischen Rünthe und Overberge unterwegs sind, eine Umleitung durch die Siedlung an der Kamer Heide in Kauf nehmen. Der Abschnitt zwischen der gleichnamigen Straße und dem Weißdornweg ist seitdem wegen einer Baustelle auch für Fußgänger gesperrt. Arbeiter sehen die Anlieger der angrenzenden Wohnbebaung allerdings selten, denn seit gut zwei Monaten wird hier wieder „unter Tage“ gearbeitet.

Die Baustelle befindet sich rund acht Meter unter der Oberfläche, damit im Hauptsammler dort auch bei großer Trockenheit alles im Fluss bleibt. Die unangenehmen Gerüche, die sich im vergangenen Sommer durch die Kanalschächte in der Umgebung breit machten, sollen damit ein Ende haben.

Üble Gerüche werden beseitigt

Auftraggeber ist die Ruhrkohle AG (RAG), weil Bergsenkungen in dem Bereich Verursacher der Kanalisationsprobleme sind. Das erläuterten gestern Projektleiter Mark Gerling (RAG), Bauleiter Günter Basener vom stätischen Eigenbetrieb (SEB), David Waschull vom Planungsbüro Konstapel (Gelsenkirchen) und Geschäftsführer Frank Angrick von der I+D-Sanierungstechnik (Bocholt), deren Mitarbeiter das Vorhaben umsetzen.

Die Kanalrohre mit einem Durchmesser von 1,40 bis 1,80 Metern seien 1996 von der Kamer Heide bis zur Pumpstation an der Trassenquerung der Hüchtstraße verlegt worden, berichtet Günter Basener. Durch die Bergschäden hatte sich das Gefälle in dem Hauptsammler so stark verändert, dass bei Trockenheit auf dem rund 500 Meter langen Abschnitt kein Abfluss des Schmutz- und Regenwassers mehr erfolgte. Die Folge waren übel riechende Ablagerungen auf dem Grund des riesigen Rohres.

„Wir bauen nun eine zusätzliche kleine Rinne aus Steinzeug mit Gefälle auf dem Grund der großen Kanalrohre ein, sodass auch bei niedrigem Wasserstand ein Abfluss möglich ist und die Ablagerungen zumindest reduziert werden“, erläutern Frank Angrick und David Waschull. Das Ganze nenne sich hydraulische Optimierung.

Rund acht Meter runter geht es auf der Leiter durch den Schacht, durch den sich der Bauarbeiter am Rand der Zechenbahntrasse zwängt, um die Arbeiten an der Trockenwasserrinne fortzusetzen.

Umgesetzt werde das Ganze mit rund vier Bauarbeitern, die unten in der Kanalisation im Einsatz sind sowie einem Polier als Koordinator oben im Baucontainer am Lagerplatz neben der Trasse.

Bis Mitte April wird der Einbau der Trockenwetterrinne in diesem Bereich nach Einschätzung der Experten noch dauern. Die Baustelle wird in den nächsten Wochen sogar bis zum Wacholderweg ausgedehnt, ehe die Trasse wieder für Radfahrer und Fußgänger freigegeben werden kann.

Arbeiten kosten 388.00 Euro

Die Baufirma aus Bocholt rückt anschließend allerdings noch nicht ab. Anschließend wird die Maßnahme an der Straße Kamer Heide fortgesetzt. Dort sollen die Abwässer – diesmal von Ost nach West – ebenfalls wieder in Fluss gebracht werden. „Das wird bis Juli dauern. Aber wir bemühen uns, die Behinderungen für die Anwohner möglichst gering zu halten“, betont Planer David Waschull, dass die Kamer Heide während der Arbeiten nicht komplett für den Verkehr gesperrt werden muss.

Und was kostet das alles? „388.000 Euro laut Ausschreibung der Arbeiten“, sagt Projektleiter Gerling von der RAG. Die muss die Folgen des Kohleabbaus bekanntlich beseitigen lassen und entsprechend finanzieren.

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