Radweg am Kanal ist Alltagsstrecke für Pendler

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Radpendlel zwischen Bergkamen und Lünen nutzen oft den Radweg am Datteln-Hamm-Kanal.

Bergkamen - Der RVR entwickelt derzeit einen Radverkehrsplan. In seiner ursprünglichen Version war darin auch der Radweg im Kanal als Strecke mit überregionaler Bedeutung vorgesehen. Die CDU will sich dafür stark machen, dass das auch so umgesetzt wird.

Fahrrad fahren steht derzeit hoch im Kurs: Beim Stadtradeln schwingen sich auch viel aufs Rad, die sonst eher mit dem Auto unterwegs sind, über 33 000 Kilometer haben sie schon zurückgelegt. 

Um es denjenigen, die mit dem Fahrrad zur Arbeit pendeln, noch leichter zu machen, arbeitet der Regionalverband Ruhr (RVR) an einem Radverkehrsplan. Deren Entwicklung stößt bei der Bergkamener CDU grundsätzlich auf viel Wohlwollen. Ein Detail stört die Christdemokraten allerdings, das berichteten sie gestern bei einer Pressekonferenz. 

„Der RVR hat jüngst einen Entwurf für einen Radverkehrsplan für das gesamte Ruhrgebiet vorgestellt“, sagte Marco Morten Pufke, CDU-Stadtverbandsvorsitzender. Darin enthalten seien Radwege mit drei Prioritäten: Radschnellverbindungen, Radhauptverbindungen und Radverbindungen mit überregionaler Bedeutsamkeit. 

Zur ersten Kategorie gehöre der Radschnellweg Ruhr, der bekanntlich auch eine Anschlussstelle in Bergkamen bekommen soll. „Die ehemalige B61 gilt in den Planungen des RVR zudem als Hauptverbindung“, so Pufke. 

Pendelstrecke entlang des Kanals

Zunächst habe es noch eine weitere Verbindung mit überregionaler Bedeutung gegeben: Die Trasse entlang des Datteln-Hamm-Kanals von Bergkamen nach Lünen. „In den aktuellen Plänen ist diese Route leider nicht mehr vorgesehen“, bedauerte Pufke. Stattdessen habe der Regionalverband diese Verbindung gen Norden verlegt. „Grund ist, dass Werne berechtigterweise angemerkt hat, dass Fahrradpendler, die von Werne nach Lünen fahren, nicht erst bis Bergkamen radeln“, so der Stadtverbandsvorsitzende. 

Eine wichtige Alltagsstrecke 

Es gehe der CDU nicht darum, Werne und Bergkamen gegeneinander auszuspielen. Stattdessen plädieren die Christdemokraten dafür, beide Verbindungen in der Planung zu berücksichtigen. Zumal der RVR die Aufwertung der vorhandenen Radwege – beispielsweise durch eine Asphaltierung – nicht aus eigener Tasche bezahlen müsse. Die Pläne seien allerdings eine Voraussetzung dafür, entsprechende Fördermittel beantragen zu können. 

„Und der Weg entlang am Kanal ist eine wichtige Alltagsstrecke für diejenigen, die mit dem Rad nach Lünen oder Bergkamen pendeln.“ Darum solle die Stadt selbstbewusst sein und fordern, die ursprünglich geplante Strecke wieder in den Plan mit aufzunehmen.

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