Überfälle auf Netto-Markt: Prozess gegen zwei Angeklagte hat begonnen

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Mit Handschellen gefesselt und eskortiert von Wachtmeistern wurden die beiden 50 und 22 Jahre alten Lünener zu ihren Plätzen auf der Anklagebank des Dortmunder Landgerichts geführt.

Dortmund/Bergkamen - Der Prozess gegen die beiden Männer, denen unter anderem zwei bewaffnete Raubüberfälle auf den Netto-Supermarkt an der Schulstraße in Bergkamen zur Last gelegt werden, hat begonnen.

Mit Handschellen gefesselt und eskortiert von vier Wachtmeistern wurden die beiden 50 und 22 Jahre alten Lünener zu ihren Plätzen auf der Anklagebank des Dortmunder Landgerichts geführt. In ihrer Anklageschrift listet Staatsanwältin Dr. Amanda Kolbe eine Reihe schwerer Straftaten auf, die das Duo im Herbst vergangenen Jahres innerhalb weniger Wochen in Lünen, Bergkamen und Dortmund verübt haben soll. Spezialisiert hatte sich das Duo ganz offenkundig auf blitzartig verübte Überfälle mit Scheinwaffen auf Supermärkte. 

Zwei Überfälle auf Netto-Markt

Der Netto-Markt in Bergkamen wurde am 22. September 2017 und am 4. Oktober 2017 zwei Mal überfallen. Insgesamt sollen die beiden Männer bei ihren Beutezügen rund 18 000 Euro erbeutet haben. Entlohnt wurde der 50-Jährige offenbar oftmals mit Drogen. Er scheint seit Jahren abhängig zu sein – eine vom Gericht beauftragte medizinische Sachverständige wird im Verlauf des mehrwöchigen Verfahrens darlegen, ob der mutmaßliche Serienräuber bei den angeklagten Taten unter Drogeneinfluss stand und womöglich als vermindert schuldfähig anzusehen ist. Beide Angeklagte ließen zu Prozessbeginn über ihre Verteidiger mitteilen, dass sie am nächsten Verhandlungstag Aussagen machen werden. Am Rande des Verfahrens wurde bekannt, dass beide Männer umfassende Geständnisse ablegen wollen. Der Prozess wird am 12. März fortgesetzt.

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