Prozess gegen Vergewaltiger geht weiter mit Befragung der Exfrau

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Bergkamen/Dortmund – Im Prozess um den geständigen Vergewaltiger einer 15-jährigen Schülerin aus Bergkamen ist ein schnelles Ende nicht in Sicht. Am Donnerstag, dem 19. Verhandlungstag, wurde bekannt, dass Ende September eine technisch aufwändige Videokonferenz mit der Ex-Frau des Angeklagten in Polen stattfinden soll.

Für diese virtuelle Befragung der Polin werden alle Prozessbeteiligten nebst Dolmetscherin nach Bochum ins dortige Landgericht fahren. Hier hat die Justiz entsprechende technische Vorrichtungen, um die Zeugin über Monitore befragen zu können. Aus diversen Gründen und unter anderem wegen einer befürchteten Ansteckung mit dem Coronavirus hatte die Zeugin von ihrem Recht Gebrauch gemacht, für ihre Aussage vor Gericht nicht nach Deutschland zu kommen.

Die Richter wollen sich durch die Befragung der früheren Ehefrau ein Bild davon machen, ob der Angeklagte schon früher gewalttätig geworden ist oder Probleme mit Alkohol hatte. Auch der Angeklagte selbst kann sich am nächsten Verhandlungstag vor der Vernehmung seiner früheren Frau und Mutter eines gemeinsamen Kindes zu seiner damaligen Ehe in Polen äußern.

Der 33-jährige hat im Verlaufe des mehrmonatigen Prozesses gestanden, am 13. Juli 2019 in Bergkamen eine 15-jährige Schülerin auf dem Nachhauseweg zusammengeschlagen und hinter einem Bahndamm vergewaltigt zu haben. Sechs Jahre zuvor soll er in Kamen eine 38-jährige Frau ebenfalls zusammengeschlagen und zu vergewaltigen versucht haben.

Der Prozess wird am 27. August mit den Angaben des Angeklagten zu seiner familiären Vergangenheit in Polen fortgesetzt. Zur Tatzeit lebte der Mann mit einer Frau in Bergkamen zusammen, mit der er ein gemeinsames Kleinkind hat.

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