Besondere Wertschätzung für Jugendkunstschule

Projekt "Lieblingsplätze" holt 2. Platz bei Wettbewerb

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Stolz präsentierten Kulturreferentin Simone Schmidt-Apel, Jugendkunstschulleiter Gereon Kleinhubbert, Kämmerer und Kulturdezernent Marc Ulrich und Jugendamtsleiter Udo Harder den Scheck über 1500 Euro. Das Geld ist jedoch zweitrangig.

Bergkamen - Seit Mai gibt es die Aktion Lieblingsplätze in Bergkamen: Eine moderne Schnitzeljagd führt zu besonderen Orten, die ganze Generationen lieben, mit und ohne Fluchthintergrund. Am Montag holte das Projekt bei einem Bundeswettbewerb den zweiten Platz.

Leipzig, Bergkamen und Koblenz: Das sind die drei Preisträger beim Wettbewerb um innovative Kulturpädagogische Praxis. Ausgeschrieben wurde er vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und dem Bundesverband der Jugendkunstschulen und Kulturpädagogischen Einrichtungen. „Das Preisgeld ist zweitrangig“, sagt Kulturdezernent und Kämmerer Marc Ulrich mit Blick auf die 1500 Euro, die die Bergkamener von der Preisverleihung in Leipzig mit nach Hause brachten. „Es geht um die inhaltliche Anerkennung.“

Zwölf Bergkamener Jugendliche, die Jugendkunstschule und die Streetworker arbeiteten mit Geflüchteten und dem Zeitzeugenkreis zusammen. „Dieses vernetzte Arbeiten ist einer der Gründe, warum wir den Preis bekommen haben“, weiß Gereon Kleinhubbert, kulturpädagogischer Leiter der Jugendkunstschule durch die Laudatio, die im feierlichen Rahmen im Leipziger Prunksaal, dem Plenarsaal im Neuen Rathaus, auf die Bergkamener gehalten wurde.

„Lieblingsplätze lässt die Teilnehmenden nicht nur neue Orte entdecken, es förderte auch das Gemeinschaftsgefühl zwischen den jungen Menschen“, hieß es dort. Une in der Urkunde: „Das Projekt überzeugt auf ganzer Linie. Es ist leicht übertragbar, vielfach erweiterbar und gestaltungsoffen was Teilnehmende, Altersgruppen, Themen und Methoden betrifft.“

Die Laudatio, schwärmte Kleinhubbert, „trifft genau das, was wir wollten. Wir fühlen uns und unsere Arbeit sehr wertgeschätzt.“ Denn, so betonten Jugendamtsleiter Udo Harder und Kulturreferentin Simone Schmidt-Apel, das Projekt habe einen präventiven Charakter und locke alle Jugendlichen niederschwellig an. „Der Wettbewerb war ein Ansporn“, sagt Harder. „Aber soviel mehr findet nebenher statt.“

Wer möchte, kann die Lieblingsplätze mittels Geocaching, der modernen Schnitzeljagd, selbst aufsuchen und die passend dazu gedrehten Videos über die versteckten QR-Codes anschauen. Startpunkt ist im Anstoß neben dem Hallenbad – mehr wird nicht verraten. „Sonst macht die Jagd ja keinen Sinn“, feixt Kleinhubbert.

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