Anwohner wählten 110 

Polizei stößt nach Schreckschüssen auf Hochzeitsgesellschaft

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Zwei Einsätze reichten der Polizei nicht, um einen Verdächtigen ausfindig zu machen.

Die Polizei staunte nicht schlecht, als sie am Sonntagnachmittag auf eine Hochzeitsgesellschaft stieß. Zuvor hatten Anwohner Schusswaffengeräusche gemeldet.

Bergkamen - Es war 15.50 Uhr als bei der Polizei zunächst die ersten Anrufe eingingen. Anwohner hatten in der Nähe des Friedrichsbergs Schusswaffengeräusche vernommen.

Als die Polizei an Ort und Stelle eintraf, konnten keine Hinweise aufgenommen werden. Die Unruhestifter hatten ihren Platz längst geräumt und waren weiter gezogen.

20 Minuten später erreichte die Beamten der nächste Anruf. Diesmal hatten Anwohner des Wellenbad-Parkplatz am Häupenweg Schüsse gehört.

Heirat statt Schuss-Sünder

Wieder fand die Polizei keine Verdächtigen, aber dafür eine Gruppe an Menschen. "Wir haben eine kleine Gesellschaft angetroffen. Mutmaßlich eine Hochzeitsgesellschaft", erklärte Polizeisprecherin Vera Howanietz und deutete auf 30 bis 40 Leute, die gerade in Begriff waren, in ihre Autos zu steigen.

Da die Polizei an niemanden einen Generalverdacht stellen wollte und konnte, blieb es bei einer allgemeine Ansprache. "Wir haben ihnen erklärt, was man darf und was man nicht darf", sagte Howanietz.

Salutschüsse, wie sie umgangssprachlich genannt werden, seien ebenso untersagt wie andere Schreckschüsse und eine vergleichbare Ordnungswidrigkeit wie das Zünden von Feuerwerkskörpern außerhalb von Silvester.

In Einzelfällen liegen sogar Verstöße gegen das Waffengesetz vor. Schließlich braucht man, so Howanietz, für einige Gewehre einen kleinen Waffenschein. 

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