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Polizei fahndet nach Einbrecherbanden

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Vor allem Kleintransporter werden von der Polizei kontrolliert.
Vor allem Kleintransporter werden von der Polizei kontrolliert. © Eickmann

RÜNTHE - Kleintransporter und dann noch ein ein osteuropäisches Kennzeichen – das bedeutet heute auf dem Ostenhellweg ein Zwangsstopp. Im Rahmen des Konzeptes „MOTIV - Mobile Täter im Visier“ überprüft die Polizei den gesamten Tag über kurz vor der Autobahnauffahrt zur A1 Fahrzeuge und Fahrer.

Wer ins „Beuteschema“ der Beamten passt, wird an die Seite gewunken. Nicht nur in Rünthe, auch an der Anschlussstelle zur A2 an der Lünener Straße fahndet die Polizei nach Einbrecherbanden. Dabei sind die Beamten der Kreispolizeibehörde Unna Teil einer Aktion, die im gesamten Regierungsbezirk durchgeführt wird. Die Federführung liegt bei den Dortmunder Kollegen.

Im Kreis wird an fünf Stellen, in Schwerte und Bergkamen und Kamen kontrolliert. Die ursprünglich am Autohof in Werne vorgesehene Kontrolle musste kurzfristig abgebrochen werden, da es wegen des hohen Verkehrsaufkommens in Höhe der Tankstelle zu Problemen bei der Zufahrt des Bereiches gekommen war.

Den Hintergrund der Aktion bekommen immer mehr Bürger am eigenen Leibe, genauer gesagt im eigenen Heim, zu spüren: Die Zahl der Einbrüche ist in den vergangenen Jahren stetig gestiegen, die Aufklärungsquote relativ gering. „Es handelt sich zumeist um hochmobile Banden aus südosteuropäischen Raum, die ihre Taten begehen und schnell wieder weg sind“, so Ralf Hammerl, Pressesprecher der Kreispolizeibehörde. Die Banden beschränken sich nicht auf einzelne Orte und nutzen die verkehrliche Infrastruktur entlang der Autobahn. Daher ist die Zusammenarbeit zwischen den unterschiedlichen Polizeibehörden zwangsläufig. Mit eingebunden seien die Kollegen von der Autobahn, so Hammerl. „Wir wollen die Rückzugswege dicht machen“, sagt der Polizeipressesprecher. Die Polizei erhofft sich zudem wichtige Auskünfte über die Reisebewegungen der Banden. „Manchmal stellt sich der Erfolg erst wenige Wochen später ein“, sagt Ralf Hammerl. Dann nämlich, wenn zum Beispiel Zeugen bei einem Einbruch ein Fahrzeug erkannt hätten, deren Fahrer im Rahmen der Aktion kontrolliert worden sei.

Die Polizei hofft, über die Sammlung der Personaldaten und der Reisebewegungen ein genaueres Profil der Täter erstellen zu können.

Wie immer bei derartigen Aktionen fallen als Zufallsprodukt andere Sünder auf. Der Fahrer eines älteren Kleintransporters war gestern auf dem Ostenhellweg kontrolliert worden und wollte gerade wieder weiterfahren, als eine Beamtin bemerkte, dass in nicht unerheblichem Maße Öl aus dem Motorraum floss. Dem Mann droht nun eine kräftige Geldbuße. - hal

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