Playstation-Diebstahl vor Gericht

Diebstahl von zwölf Konsolen beim eigenen Arbeitgeber

Ein Gamer spielt mit einer PlayStation 4. Foto: picture alliance / Sebastian Gollnow/dpa
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Zwölf Playstations wurden von den beiden Männern entwendet.

Dortmund/Bergkamen – Er stand vor einer Festanstellung, doch statt eines unbefristeten Arbeitsvertrages gab es für einen Mann aus Bergkamen die fristlose Kündigung, ein Urteil des Amtsgerichts Kamen und eine 2400 Euro hohe Geldstrafe für gemeinschaftlichen Diebstahl.

2017 waren der 42-Jährige und der 27-jährige Mitangeklagte aus Werne in einem Umschlaglager in Kamen angestellt. Mitte Dezember 2017 konnten sie offenbar der Versuchung nicht widerstehen und stahlen zwölf Playstation im Gesamtwert von 4800 Euro. Eine Playstation ging an den Bergkamener, drei an Mitarbeiter derselben Schicht. Der Mann aus Werne machte den größten Schnapper, nahm acht Konsolen an sich und verkaufte sie erfolgreich bei Ebay.

„Ist schon so gewesen“, gab der Bergkamener im Gericht zu. Es sei eine spontane Aktion gewesen. Damals habe er noch stark mit seinem Amphetaminkonsum zu kämpfen gehabt. 19 Jahre lang sei er zum damaligen Zeitpunkt abhängig gewesen. Die Playstation habe er nicht behalten, sondern verkauft. Dumm sei es gewesen, so der 42-Jährige, da er in der Firma übernommen werden sollte. Inzwischen habe er aber zumindest sein Drogenproblem in den Griff bekommen, so der 42-Jährige. Er habe eine Therapie hinter sich und stehe unter Betreuung.

60 Tagessätze

Während der Mitangeklagte keine Vorstrafen mitbrachte, weißt das Vorstrafenregister des Bergkameners gleich elf Eintragungen auf. Deutlich erkennbar wird dabei seine Drogenabhängigkeit, denn mehrfach ist er wegen Besitzes und Erwerbs von Betäubungsmitteln verurteilt worden. Aber auch Diebstahl, Beleidigung und Fahren ohne Fahrerlaubnis gehören zur Liste seiner Vorstrafen.

Der Richter verurteilte die beiden Männer gleichermaßen zu je 60 Tagessätzen. Nur bei der Höhe der Sätze kam der Bergkamener aufgrund seiner Voreintragungen und seines Einkommens – er hat inzwischen einen neuen Job – schlechter weg: 60 mal 40 und damit 2400 Euro Strafe für den Bergkamener, 60 mal 30, also 1800 Euro, für den Mitangeklagten.

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