Neuer Gastronomiebetrieb in Bergkamen

Pier 47 in der Marina Rünthe setzt auf Urlaubsgefühle, Sand unter den Füßen und Streetfood

Pier 47 in der Marina Rünthe eröffnet
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Rainer Enste (links), David Seepe (rechts) und Betriebsleiter Ilias Jaouad Benhaddaoui suchen noch Verstärkung für das Küchenteam im Pier 47

Ein Koch steht auf der Wunschliste von Rainer Enste ganz oben. „Wir suchen händeringend einen Koch“, sagt der Geschäftsführer und Inhaber des Pier 47. Mit dem neuen Gastronomiebetrieb, der in diesen Tagen erstmals Gäste empfängt, wollen Enste und sein Schwager und Geschäftspartner David Seepe Besucher in die Marina Rünthe locken und ihnen eine Auszeit vom Alltag ermöglichen.

Bergkamen - Urlaubsgefühl kreieren: Das ist das erklärte Ziel von Enste und seinem Team. Das besteht aktuell aus sieben bis acht Festangestellten und mehreren 450-Euro-Kräften. Zu Beginn noch stärker eingebunden als geplant ist Seepe, der eigentlich als Koch in Kamen-Kaiserau für den DFB arbeitet. Solange, bis er und Enste Ersatz gefunden haben, muss er verstärkt im Pier 47 anpacken. Besetzt dagegen sind die Positionen des Betriebsleiters und des Barchefs. „Beides sind Profis, die vorher auf Norderney gearbeitet haben“, erzählt Enste. „Sie kennen sich also aus mit Wasser und Urlaubsgefühl.“

Um Letzteres aufkommen zu lassen hat das Team rund 70 Tonnen Sand im Außenbereich des Restaurants verteilt, rechts und links eines Holzstegs verteilen sich die Tische. Eine Außenbar spart den Besuchern den Weg nach drinnen, falls sie schnell selbst für Getränkenachschub sorgen möchten. „Da fahren wir zweigleisig“, erklärt Enste. „Man kann sich am Platz bedienen lassen oder selbst zur Bar gehen und sich Getränke holen.“

Engagierter Koch gesucht

Das Essen – die Geschäftspartner setzen auf Streetfood und können sich für die Zukunft auch Frühstück, Tagesgerichte und Fisch frisch vom Grill vorstellen – bekommen die Gäste natürlich am Platz serviert. In der Küche könnte sich auch der neue Koch kreativ einbringen. „Wir brauchen keinen Sternekoch, aber jemanden der Lust auf unser Team hat und sich mit einbringen möchte“, sagt Enste. Das sei der Vorteil der individuellen Gastronomie gegenüber der Systemer. „Wir können Dinge ohne große Absprachen ausprobieren, Tagesrichte anbieten und testen, was bei den Gästen ankommt.“

Die Gäste können es sich künftig nicht nur im Strandbereich bequem machen. Auch in den Räumen des einstigen Nauticus beweisen Seepe und Enste Liebe zum Detail. Da sind Tischbeine teils mit dem Betriebslogo verziert, Fässer bilden die Standfläche für Stehtische, an der Bar zieht ein aus Metall gefertigter Jolly Rogers, die Piratenflagge, die Blicke auf sich.

Rainer Enste ist auf jeden Fall zufrieden. „So ungefähr habe ich mir das vorgestellt – es ist nur noch schöner geworden, als ich gedacht habe“, sagt er. Jetzt hoffe er, dass das Pier 47 die Gäste ebenfalls so positiv überrasche. Das würde nicht nur beim Pier-Team für Freude sorgen, sondern auch in der Stadtverwaltung.

Wiederbelebung machbar

„Die Marina Rünthe ist ein Aushängeschild für die Stadt“, betont Bürgermeister Bernd Schäfer. Darum beobachtet er das Engagement mit viel Wohlwollen und wünscht sich ähnlich engagierte Betreiber für andere Stellen im Hafengebiet. „Was das Hafencafé angeht, warten wir weiterhin auf eine Rückmeldung von Beta“, berichtet er.

Und auch die Räume des ehemaligen Gate to Asia sehe der Stadtchef natürlich gern wieder mit Leben gefüllt. „Ich glaube nicht, dass die großen Räume wieder von einem einzelnen Gastronomen auf den Weg gebracht werden müssen“, sagt er. Auch eine Aufteilung des Gebäudes sei möglich. Er sei positiv gestimmt, dass eine Wiederbelebung des Bereichs machbar sei, damit der Hafen – auch vor dem Hintergrund beispielsweise des IGA Radwegs, der durch die Marina führen soll – ein Schmuckstück bleibt.

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