PCB-Gutachten zeigt Wege zu besserer Wasserqualität auf

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Der Erste Beigeordnete der Stadt Bergkamen, Dr. Hans-Joachim Peters, wertet Erkenntnisse des Gutachtes positiv für die Wasserstadt.

Bergkamen - Die Altlasten des Bergbaus standen am vergangenen Dienstag im Ausschuss für Umwelt, Bauen und Verkehr auf der Tagesordnung, denn das Land Nordrhein-Westfalen hat erste Erkenntnisse von Gutachten veröffentlicht, die mögliche Auswirkungen auf die Umwelt durch den Einsatz von Abfall- und Reststoffen zur Bruch-Hohlraumverfüllung in Steinkohlenbergwerken geprüft hatten sowie die technischen Möglichkeiten einer PCB-Elimination von Grubenwässern. „Das Land geht das Thema offensiv und transparent an und macht kein Tabu aus den Ergebnissen des Gutachtens“, lobte der Erste Beigeordnete der Stadt Bergkamen, Dr. Hans-Joachim Peters, das Vorgehen.

Für Bergkamen bringt der Entwurf des Gutachtens nämlich gute Nachrichten: Zum einen gibt es hinsichtlich der PCB-Belastung des Grubenwassers, das in die Lippe geleitet wird, technische Möglichkeiten zur Verbesserung der Wasserqualität, zum anderen macht der Gutachter klar, dass bei der Hohlraumverfüllung negative Auswirkungen an der Oberfläche ausgeschlossen werden können

„Das beeinträchtigt die gesamtstädtische Entwicklung daher nicht und auch für die Wasserstadt Aden sind keine Einschränkungen ersichtlich“, zeigte sich Peters erleichtert, dass alle Planungen weiterhin Bestand haben können. Für die Wasserstadt sei das eine deutliche Entwarnung.

Während sich die SPD „froh und glücklich“ zeigte, dass man sich nicht um die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger sorgen müsse und die Wasserstadt als Leuchtturmprojekt nicht gefährdet sei, wagten die übrigen Fraktionen keinen hohen Luftsprung. Zum einen, weil es sich erst um einen Entwurf des Gutachtens handele, zum anderen, weil noch viele Dinge angeschoben werden sollen. „Was ist, wenn die Pumpen abgeschaltet werden sollen?“, fragte Gerd Miller für die CDU. „Was läuft in einer PCB-Eliminierungsanlage ab? Wir sind keine Fachleute, aber wir sollten ein Auge darauf haben und die Diskussionen hochhalten.“

BergAuf wollte sich mit der Schlussfolgerung der Stadtverwaltung aus den ersten Veröffentlichungen nicht zufrieden geben: „Wir sollten uns dafür einsetzen, dass die Anlagen schnell gebaut werden. Über einen Großteil der gefährlichsten Stoffe im Grubenwasser haben wir keine Aussagen, man sollte vor Ort in der Tiefe Analysen vornehmen.“ Erst dann könnten Entscheidung getroffen werden. Die Vermutung, dass das Grubenwasser an der Oberfläche keine Schäden anrichte, reicht BergAuf nicht.

Aus den Katastrophen der Vergangenheit, so glättete Kay Schulte (SPD) die Wogen, habe man jedoch gelernt und sei sich der Gefahren bewusst. Und wie zuvor Uwe Reichelt (SPD) versicherte er, dass man das Thema im Auge behalten werde, für die Bürgerinnen und Bürger, um deren Sicherheit es ginge.

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