Auf dem letzten Stück Industriegebiet

Spatenstich: Paul Hildebrandt AG startet sein Riesenprojekt in Rünthe

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Die Paul Hildebrandt AG um ihren Vorstandsvorsitzenden Jan Marcus (Zweiter von links) sowie Niederlassungsleiterin Dunja Faust beim Spatenstich, dem auch Bergkamens Bürgermeister Roland Schäfer (vorne links) und der Beigeordnete Dr. Hans-Joachim Peters beiwohnten.

Es ist das größte Bauvorhaben in der Geschichte der Paul Hildebrandt AG: Der Verpackungshersteller will schon bald an der Industriestraße in  Rünthe, gleich hinter der Verwaltung des Möbeldiscounters Poco, sein neues Lager aufschlagen.

Rünthe/Bönen – Am Donnerstagmorgen setzten der Vorstandsvorsitzende Jan Marcus sowie die Niederlassungsleiterin Dunja Faust den symbolischen ersten Spatenstich. Damit ist das größte Bauvorhaben der Geschichte offiziell eingeläutet. Für das 130 Jahre alte Unternehmen ist es bereits die vierzehnte Niederlassung.

Das Geschäft auszuweiten, war unabdingbar, erklärte Jan Marcus in seiner Begrüßungsrede. „Wir haben unseren Umsatz in den letzten Jahrzehnten verdoppelt“, verkündete Marcus die positive Bilanz, die nun dazu führt, dass das neue Lager gebaut wird. Aktuell ist das Unternehmen noch in Bönen an der Robert-Bosch-Straße eingemietet und beschäftigt dort 30 Mitarbeiter. „Aber das Geschäft platzte zuletzt aus allen Nähten“, kommentierte Marcus die jüngste Entwicklung.

Teilweise musste sich die Firma externe Hallengebäude dazumieten, um die eigenen Umsätze überhaupt stemmen zu können. Das dürfe kein Dauerzustand sein, da waren sich die Verantwortlichen schnell einig. Und die Suche nach einem neuen Grundstück begann.

„In Bönen bestand für uns aber keine Möglichkeit, zu expandieren“, schilderte Marcus, wie es dazu kam, nach drei Jahren der Suche in Bergkamen anzusiedeln. Doch auch in der 50 000 Einwohner zählenden Stadt nebenan war es für Jan Marcus und seine Mitarbeiter zunächst eine Hürde, das richtige Grundstück zu finden. „Angebote gab es genug“, so Marcus, „aber immer wieder waren es Hanglagen oder der Boden war nicht tragfähig“, berichtete der Vorstandsvorsitzende.

Auch der perfekte Fund hat seine Tücken

Ende 2018 konnte die Hildebrandt AG ihre Suche einstellen, denn sie war fündig geworden. „Wir haben lange nach einer Bestandsimmobilie gesucht, aber schließlich das perfekte Baugrundstück gefunden“, freute sich Dunja Faust. Wenngleich auch dort Herausforderungen auf den Verpackungshersteller zukommen. Denn direkt neben dem Grundstück verläuft eine Hochspannungsleitung und auch eine Gaspipeline versteckt sich unter der Erde.

Dass die Auswahl trotzdem auf das Gelände an der Industriestraße fiel, spricht für die sonstigen Qualitäten des Standorts, der dem Unternehmen 25 000 Quadratmeter Fläche bietet. Neben einer Lagerfläche soll im rund 10 000 Quadratmeter großen Gebäude ein dreigeschossiger Bürotrakt entstehen.

Von dem Konzept zeigte sich auch Bürgermeister Roland Schäfer überzeugt: „Ich bin stolz, dass so eine Niederlassung nach Bergkamen kommt“, sagte er und deutete darauf, dass die Wirtschaftsförderung nun das letzte Bergkamener Grundstück vermarktet hat, das als Industriegebiet ausgewiesen ist. Schäfer betonte zudem die Chance, neue Arbeitsplätze zu generieren.

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