Kameratechnik alleine reicht nicht

Ordnungsamt der Stadt Bergkamen will Bodycams zunächst nicht einsetzen

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Die Bodycam ist in der Polizei bereits verbreitet.

Bei Einsätzen einiger Polizisten in NRW ist sie bereits fester Bestandteil der Ausrüstung: die Bodycam. Landespolitiker fordern nun, auch die kommunalen Ordnungsämter mit den kleinen Videokameras auszustatten, die sichtbar am Körper getragen werden. Für das Ordnungsamt in Bergkamen käme der Einsatz dieser Technik zurzeit jedoch eher nicht in Frage.

Bergkamen - Die Beigeordnete der Stadt, Christine Busch, hat zwar noch keine abschließende Antwort darauf, ob solche Kameras für das Ordnungsamt der Stadt tatsächlich Realität werden könnten, lässt aber schon durchblicken, dass die Verwaltung wohl momentan auf die Bodycams verzichten wird. Es stimme zwar, dass Mitarbeiter im Außendienst nicht nur Lob für ihre Arbeit erfahren, sondern auch Beschimpfungen und gelegentlich Bedrohungen ausgesetzt sind. Ob die Kameras jedoch für Ordnungsdienst und Verkehrsaufseher deeskalierend wirken, bedürfe aber einer weiteren Betrachtung.

Mit einer Bodycam allein sei es nicht getan, es gehe vor allem um die Ausbildung und Qualifikationen der Ordnungskräfte, damit sich diese in schwierigen Situationen deeskalierend verhalten und für ihre eigene Sicherheit sorgen. „Es müsste jeder, der in einem solchen Job unterwegs ist, gut geschult sein. Da gehört mehr dazu, als sich nur Technik umzuhängen“, betont Christine Busch.

Die Kreispolizei Unna setzt bislang auch noch keine Bodycams ein, die Ausstattung der Beamten damit ist jedoch angedacht.

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