Tag der offenen Tür und der Chemie sorgen für großen Andrang bei Bayer

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Die Schülergruppen zeigten beim Tag der Chemie, was sie alles schon gelernt haben.

Bergkamen - Ganz im Zeichen der Ausbildung stand der Tag der offenen Tür am Samstag bei Bayer. Außerdem hatte das Unternehmen wieder zum „Tag der Chemie“ eingeladen, bei dem Schülergruppen unter anderem ihr chemisches Wissen unter Beweis stellen.

Gekommen waren zum Tag der offenen Tür aber nicht nur diejenigen, die einmal sehen wollten, was sich hinter den sonst verschlossenen Werkstoren des weltweit operierenden Konzers abspielt. Auch viele Mütter und Väter, die ihren Kindern einmal zeigen wollten, wo Papa oder Mama arbeiten, waren mit von der Partie. 

Bei einer Busrundfahrt über das gesamte Werksgelände bekamen die Besucher spannende Einblicke in den Betrieb. Auch die Werksfeuerwehr, die Qualitätskontrolle oder spezielle Werkstätten auf dem Bayer-Gelände waren Anlaufstellen. 

Eine besondere Einladung hatte es im Vorfeld wieder für die Schülerinnen und Schüler der sechsten, neunten und zwölften Klassen aller Schulen im Kreis Unna gegeben. Denn am Samstag stand auch wieder der „Tag der Chemie“ an, mit dem der Verband der Chemischen Industrie (VCI) insbesondere junge Menschen für eine Ausbildung in einem Chemieberuf begeistern möchte. 

Wettbewerb für Chemie-Schüler 

Bei diesem Schülerwettbewerb stellten die chemiebegeisterten Pennäler in Theorie und Praxis unter Beweis, was sie in der Naturwissenschaft so auf dem Kasten haben. 

So manch einem dürfte es vor kurzzeitiger Ehrfurcht auch fast die Sprache verschlagen haben, als sie das Gebäude 051 betraten und das imposante Technikum sahen, das ausschließlich der praktischen Ausbildung der Laboranten und Chemikanten dient. 

Im Lehrlabor herrschte eine rege Betriebsamkeit, denn dort waren die Schülergruppen bei Experimenten gefordert. Sie mussten verschiedene Lebensmittel auf ihre Inhaltsstoffe untersuchen und den Nachweis von organischen und anorganischen Stoffen bringen. 

Im Lehr-Technikum wird produziert

Im Lehr-Technikum sah es dagegen so aus, wie in einem richtigen Produktionsbetrieb. „Hier wird auch tatsächlich schon richtig produziert“, erklärte die Auszubildende Ilayda Gürses. Sie war damit beschäftigt an einer Chargenversuchsanlage aus einer Natriumcarbonat-Lösung und einer Calciumchlorid-Lösung mithilfe einer chemischen Reaktion Calciumcarbonat herzustellen. 

Gegenüber in der Maschinenwerkstatt waren eher die handwerklich begabten Jugendlichen gefordert. Sie lernten, worauf es beim Bohren, Fräsen und Schleifen ankommt und testeten es gleich selbst in der Praxis aus. Als Bereitsteller für die Produktionsbetriebe sorgen die Mechatroniker, Anlagenmechaniker und Automatisierungstechniker in dem Unternehmen dafür, dass der Produktionsbetrieb nicht stillsteht. 

Der größte Ausbilder in der Region 

„In insgesamt neun Ausbildungsberufen der chemischen, technischen und kaufmännischen Bereiche bietet Bayer seinen Azubis beste berufliche Perspektiven“, berichtete Studentin Marie Welter. Sie war am Samstag als Scout vor Ort und beantwortete die Fragen der neugierigen Besucher.

Von ihr erfuhren die Gäste auch, dass die Bayer AG der derzeit größte Ausbildungsbetrieb in der Region ist und etlichen jungen Menschen den Start in das Berufsleben ermöglicht. 

„In diesem September haben zum Beispiel 47 neue Azubis angefangen und derzeit sind sogar 170 Azubis auf dem Gelände, 20 davon kommen sogar von Fremdfirmen“, berichtete die Studentin. Die Ergebnisse des „Tags der Chemie“ werden noch bekannt gegeben. J kdh

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