Neues Hallenbad soll 2025 fertig sein

GSW-Gremien leiten Badbau in Bergkamen ein: 2022 letzte Saison im Wellenbad Weddinghofen

Anfang 2025 soll diese Animation des Büros Krieger Architekten Realität sein. Die GSW-Gremien leiten den Bau des Bergkamener Bades ein.
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Anfang 2025 soll diese Animation des Büros Krieger Architekten Realität sein. Die GSW-Gremien leiten den Bau des Bergkamener Bades ein.

Der Aufsichtsrat hat vorgelegt, jetzt muss die Gesellschafterversammlung ran: Die GSW leiten den Bau des neuen Bades in Bergkamen ein.

Bergkamen – Fast ein Jahr ist vergangen, seit der Bau des neuen Bergkamener Bades auf der Zielgeraden zur Kommunalwahl zum heißen Thema avancierte. Der scheidende Bürgermeister Roland Schäfer wollte das Projekt in Regie der Gemeinschaftsstadtwerke (GSW) unbedingt noch vor dem Stabwechsel im Rathaus in trockene Tücher bringen. Das konnte ihm seine SPD eh nicht abschlagen und selbst der CDU-Spitzenkandidat Thomas Heinzel zog mit seiner Fraktion mit, trotz verbalem Geziere, während der Rest des Rates in der eigenes einberufenen Sondersitzung des Rates vergeblich dagegen hielt.

Investitionshilfe von 27 Millionen Euro

Mit dem Votum für eine nicht unmittelbar zweckbestimmte Investitionskostenhilfe von 27 Millionen Euro an die GSW war die grundsätzliche Bereitschaft dann im August bekundet und Stadtwerkechef Jochen Baudrexl am Zug, sich um die Umsetzung der Anfang Juli präsentierten Entwürfe des Büros Krieger Architekten zu kümmern. So wie nach denselben Grundzügen um das neue Bad für die Stadt Kamen, das parallel entsteht.

Geschäftsführer: Starkes Signal

Beides hat in der vergangenen Woche den Aufsichtsrat beschäftigt, in dem Kamens Bürgermeisterin Elke Kappen Vorsitzende und Bergkamens erster Bürger Bernd Schäfer ihr Stellvertreter ist. „Es gibt die Empfehlung an die Gesellschafterversammlung, die vorgestellten Entwürfe weiter auszuarbeiten und die Geschäftsführung mit den notwendigen Schritten für die Realisierung zu bauftragen“, berichtete Baudrexl. Die Gesellschafter-Vertreter aus Bergkamen, Kamen und Bönen entschieden in dieser Woche zwar eigenständig, „sie haben aber ein starkes politisches Signal.“

Anfang 2022 Klarheit über Kostenentwicklung

Der nun grob skizzierte Fahrplan sieht vor, dass die Entwürfe für das Ganzjahresbad anstelle des Wellenbades bis Januar kommenden Jahres zur konkreten Ausbau- und Antragsplanung vorangetrieben werden. Damit wird sich auch erweisen, wie weit die Kostenschätzung aus dem vergangenen Jahr und die Marktentwicklung im boomenden Bausektor auseinanderliegen. Zur Ausbauplanung ist auch eine Kostenerhebung nach Norm fällig.

Dass in manchem Gewerk und bei Rohstoffen die Preise galoppieren, ist dem GSW-Geschäftsführer klar und nach seinen Worten auch in den Planungen wie von den Gremien unterstellt. Nur mag er heute nicht darüber spekulieren, was Anfang kommenden Jahres tatsächlich zu Buche steht. Damit sich die GSW Modernisierungen wie diese insgesamt leisten können, hat Bergkamen mit besagtem Beschluss einen Beitrag von 27 Millionen Euro garantiert.

Wellenbad soll ‘22 letztmalig öffnen

Die gerade unter Auflagen eröffnete Saison im Wellenbad soll nach diesen Plänen die vorletzte gewesen sein. „Wir wollen das Freibad im kommenden Frühjahr noch einmal öffnen, werden es aber eventuell etwas eher schließen als üblich“, so Baudrexl. Denn im September 2022 soll der Abriss beginnen und ab Anfang 2023 die mit zwei Jahren Bauzeit veranschlagte Errichtung des Neubaus beginnen. Anfang 2025 soll am Häupenweg die Eröffnung gefeiert werden.

Altes Hallenbad bis zur Eröffnung geöffnet

„Für den Schwimmbetrieb halten wir so lange das alte Hallenbad offen. Wenn das neue läuft, wird es abgerissen und die Fläche der Stadt Bergkamen verkauft“, blickte Baudrexl voraus. Was dort folgt, definieren Rat und Verwaltung demnächst bekanntlich über den großen Stadtumbau „Bergkamen mittendrin“.

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