Nachfolge von Beate Brumberg

Neues, männliches Führungsteam der Sparkasse Bergkamen-Bönen plant keine Fusion

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Neues Führungsteam für harte Zeiten: Jörg Jandzinsky (links) sitzt nun gemeinsam mit Tobias Laaß (rechts) Vorsitzender der Sparkasse Bergkamen-Bönen, wie Bürgermeister Roland Schäfer (Mitte) bekannt gab.

Zwei Männer folgen auf die Position von Beate Brumberg: Tobias Laaß und Jörg Jandzinsky übernehmen den Vorstand der Sparkasse Bergkamen-Bönen. Niedrig- und Negativzinsen belasten die Banken.

Bergkamen/Bönen – Der Vorstand der Sparkasse Bergkamen-Bönen ist im neuen Jahr wieder komplett: Am 1. Januar übernimmt Tobias Laaß den Vorsitz des Vorstands. Zur Seite steht ihm ab diesem Zeitpunkt Jörg Jandzinksy. „Unsere Sparkasse ist bereits gut aufgestellt, aber jetzt werden wir auch noch besser“, sagte Bergkamens Bürgermeister und der Verwaltungsratvorsitzende Roland Schäfer. 

Mit der Ernennung von Jandzinsky ist die Lücke geschlossen, die der Rücktritt von Beate Brumberg im Mai hinterließ. Brumberg war aus persönlichen Gründen nach 25 Jahren aus dem aktiven Dienst und 17 Jahren im Vorstand bei der Sparkasse ausgeschieden. Sie war die erste Frau an der Spitze der Sparkassen in NRW. Mit Jandzinsky und Laaß haben nun wieder zwei Männer den Vorsitz. 

Zweigeteilte Aufgaben im Führungsteam

Zweigeteilt sind die Aufgaben des neuen Führungsteams. Laaß übernimmt zum Beispiel die Außendarstellung und Verkaufsstrategien, während Jandzinksy die Kontrollfunktion hat. Er hat ein kritisches Auge auf das Vorgehen der Sparkasse und übernimmt unter anderem die interne Revision sowie die Gesamtbanksteuerung. Während Laaß bereits seit 2017 Teil der Sparkasse Bergkamen-Bönen ist und nach dem Rücktritt von Brumberg auf ihre Position rückte, startet Jandzinsky am 1. Januar offiziell in Bergkamen. 

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Eingearbeitet und in verschiedene Aufgaben eingebunden, ist er aber schon jetzt. Auch ein Haus in Bergkamen haben seine Familie und er bereits gekauft, wie Laaß zieht er nach Oberaden. Jandzinsky ist gebürtiger Dortmunder. Zuvor leitete er die Abteilung Gesamtbanksteuerung der Sparkasse Ennepetal-Breckerfeld und war Verbandsprüfer beim Sparkassenverband Westfalen-Lippe. 

Keine Fusion geplant

Mit dem Wechsel des Vorstands-Duos wird es auch in den nächsten Jahren zu keiner Fusion kommen, betonte der Bürgermeister: Die Sparkasse Bergkamen-Bönen wird erst einmal selbstständig bleiben. 

Dabei werden die Herausforderungen nicht geringer. Niedrig- und Negativzins fordern die lokalen Banken weiter. Jandzinsky legt seinen Fokus auf die deutlich gestiegenen regulatorischen Aufgaben, diese möchte er möglichst effizient umsetzen. „Es sind keine gravierenden Eingriffe geplant“, erklärte Schäfer. 

Weder werde es in nächster Zeit zur Schließung von Zweigstellen kommen, noch werden Negativzinsen auf Privatkunden abgeladen, wie es die Volksbank Fürstenfeldbruck als erste Bank ab dem ersten Euro seit Oktober macht.

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