Ausgaben von bis zu 80.000 Euro

Drei neue Zebrastreifen: Stadt Bergkamen erhöht Sicherheit von Fußgängern

An der Hubert-Biernat-Straße gab es bis vor Kurzem einen temporären Fußgängerübergang, der neue bleibt dauerhaft.
+
An der Hubert-Biernat-Straße gab es bis vor Kurzem einen temporären Fußgängerübergang, der neue bleibt dauerhaft.

Die Stadt Bergkamen investiert bis zu 80.000 Euro in den Neubau beziehungsweise die Verlegung dreier Zebrastreifen. Für Fußgänger soll unter anderem das Überqueren der Hubert-Biernat-Straße am zentralen Busbahnhof sicherer werden.

Zudem sind binnen dieses Jahres Baumaßnahmen an der Sugambrerstraße und der Jahnstraße im Ortsteil Oberaden geplant.

Hubert-Biernat-Straße: Jetzt dauerhaft

Der Zebrastreifen an der Hubert-Biernat-Straße soll zwischen den beiden Teilen des städtischen Friedhofs Bergkamen-Mitte entstehen, östlich des Busbahnhofs. Solch ein Überweg hatte zwischendurch bereits existiert, allerdings nur für die Zeit der Errichtung des in der Nähe liegenden Stadtfensters; danach wurde er zurückgebaut. Nach Angaben der Verwaltung kam die Anregung, eine dauerhafte sichere Querung an derselben Stelle zu schaffen, aus der Bürgerschaft.

Auf der Hubert-Biernat-Straße sind den Angaben zufolge durchschnittlich 250 Fahrzeuge pro Stunde unterwegs. Der Anteil des Schwerverkehrs – zumeist Busse – liegt bei etwa sieben Prozent. Weil das für eine Tempo-30-Straße viel ist und wegen einer „Vielzahl von Wegeverbindungen“ in diesem Bereich sei ein Zebrastreifen „sinnvoll“, heißt es.

Dazu müssten Markierungen auf die Fahrbahn aufgebracht, Verkehrsschilder aufgestellt und taktile Elemente zur Führung von Blinden und Sehbehinderten eingebaut werden. Kostenpunkt: rund 10.000 Euro. Eine gute Ausleuchtung des Überweges sei durch die beiden Lichttore an den Eingängen zu den Friedhofsteilen gegeben, heißt es.

Sugambrerstraße: Ersatz für alten Überweg

Auch an der Sugambrerstraße, zwischen den beiden Sportplätzen, hatte es schon einmal einen Zebrastreifen gegeben. Er konnte nach Beendigung einer Kanalbaumaßnahme im vergangenen Jahr aber nicht 1:1 wiederhergestellt werden, weil die rechtlichen Voraussetzungen für derlei Anlagen etwa in puncto Beleuchtung oder Fahrbahnabsenkung nicht mehr gegeben waren.

Zwischen 35.000 und 40.000 Euro sollen nun ausgegeben werden, um einen normgerechten Fußgängerüberweg zu schaffen. Das hatte nicht zuletzt die Politik gefordert, weil hier viele junge Sportler unterwegs sind und sich Autofahrer nicht immer an die bestehende Tempo-30-Regelung halten. Zudem liegt unweit entfernt die Kindertagesstätte der Johanniter.

Der neue Zebrastreifen an der Sugambrerstraße soll einen früheren ersetzen.

Um ausreichend Platz für den Fußgängerüberweg zu schaffen, müssen laut Verwaltung „mindestens vier Bäume“ gefällt werden. Geplant ist demnach die komplette Herstellung des Gehwegs auf der östlichen Straßenseite sowie eine Versetzung der Einzäunung des Kunstrasenplatzes. Die Fußgänger sollen beidseitig durch Geländer oder Umlaufgitter daran gehindert werden, die Fahrbahn außerhalb der Überwege zu überqueren.

Im Zuge der Baumaßnahme soll auch die Beleuchtung bis hin zum Kita-Gebäude verbessert werden. Hier stehen die Straßenlaternen in einem Abstand von bis zu 90 Metern, üblich sind heutzutage – je nach Leuchtkörper – rund 40 Meter. Neue LED-Leuchten sollen aufgestellt, gleichzeitig die alten Lichtquellen auf die neue energie- und kostensparende Technik umgestellt werden. Die Gemeinschaftsstadtwerke rechnen mit Kosten in Höhe von etwa 5000 Euro. In Sorge um die Sicherheit der Fußgänger waren Ende September schon „Achtung Kinder“-Schilder auf der Sugambrerstraße aufgestellt worden. Auch Piktogramme auf der Fahrbahn weisen die Autofahrer darauf hin, dass sie hier besonders auf Kinder zu achten haben.

Bei einer Verkehrszählung im Oktober fuhren im Schnitt 60 Fahrzeuge pro Stunde über die Sugambrerstraße. Das durchschnittliche Tempo lag bei 33 km/h. „Die Sichtbeziehungen können aufgrund der geraden Linienführung der Straße als sehr gut bezeichnet werden“, meint die Verwaltung.

Jahnstraße: 50 Meter weiter nördlich

Der Fußgängerüberweg an der Jahnstraße auf Höhe der Feuerwehrwache soll verschwinden und 50 Meter weiter nördlich in Höhe der Gebäude Jahnstraße 19 und 20 neu angelegt werden. Dafür gibt es mehrere Gründe. So ist die aktuelle Anlage weder DIN-gerecht noch barrierefrei, dazu in einem schlechten Zustand. Was die Querung darüber hinaus gefährlich macht: Sie liegt unmittelbar vor einer der Aus- und Einfahrten für die Feuerwehrfahrzeuge.

Die Kosten für den Neubau des Überweges samt Beleuchtung belaufen sich auf rund 30.000 Euro. Sie sind den Angaben nach alleine von der Stadt zu tragen, auch wenn der Landesbetrieb Straßen.NRW Baulastträger der Jahnstraße ist. Dessen Zustimmung zu den Plänen werde erwartet, heißt es.

Die Querung auf der Jahnstraße wird verlegt, um die Anlage für Fußgänger sicherer zu machen.

Dem neuen Zebrastreifen müssen sechs Stellplätze auf dem Mehrzweckstreifen der Jahnstraße weichen. Nur das bringt dem Vernehmen nach die nötigen Sichtverhältnisse. Einem möglichen Neubau der Feuerwache in Oberaden stehe der neue Zebrastreifen nicht im Wege.

Das Verkehrsaufkommen auf der Jahnstraße, auf der im Bereich der Feuerwache eine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h gilt, hat sich zuletzt stetig erhöht. Eine Zählung im Jahr 2015 ergab 9300 Fahrzeuge täglich, davon rund 140 Lastwagen.

Der Neubau beziehungsweise die Verlegung der drei Zebrastreifen wurde in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Bauen und Verkehr von allen Fraktionen begrüßt. In allen Fällen werde die Verkehrssicherheit erhöht, hieß es.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare