Volker Veelmann ist neuer Leiter des Kraftwerks

Volker Veelmann, links, löste Robert Göstenkors als Leiter des Steag-Kraftwerkes in Heil ab. Göstenkors wurde Chef des Kraftwerkes in Duisburg-Walsum.
+
Volker Veelmann, links, löste Robert Göstenkors als Leiter des Steag-Kraftwerkes in Heil ab. Göstenkors wurde Chef des Kraftwerkes in Duisburg-Walsum.

Bergkamen - Seit dem 1. Oktober hat das Steag-Kraftwerk in Heil einen neuen Leiter. Der 56jährige Volker Veelmann löste Robert Göstenkors ab, der nach Walsum wechselte.

Eigentlich müssten sich die beiden Kraftwerksleiter auf dem Weg zur Arbeit irgendwo auf der Autobahn im Ruhrgebiet begegnen. Während der neue Chef in Heil allmorgendlich aus seiner niederrheinischen Heimat nach Bergkamen pendelt, ist sein Vorgänger in umgekehrter Richtung, von Ost nach West, unterwegs. Robert Göstenkors, der in Werne-Stockum wohnt, ist neuer Leiter des Kraftwerkes in Duisburg-Walsum geworden. „Das war so eine Art Ringtausch innerhalb der Steag“, sagt Robert Göstenkors.

Sein Nachfolger ist wie er Kraftwerker von der Pike auf. „Ich habe seit 33 Jahren im Kraftwerk Voerde gearbeitet“, sagt Volker Veelmann. In dem Kraftwerk mit einer installierten Leistung von 2234 MW war er unter anderem Blockmeister und Schichtleiter, 2014 wurde er stellvertretender Werksleiter.

„Anfang des Jahres erhielt ich die Anfrage aus Essen, ob ich mir vorstellen könnte, die Kraftwerksleitung in Bergkamen zu übernehmen“, sagt er. Das hat er mit seiner Frau und den beiden Kindern besprochen. Das Ergebnis: Die Herausforderung war reizvoll, dafür nimmt Volker Veelmann die 75 Kilometer Wegstrecke in Kauf.

Auch bei Robert Göstenkors hatte die Zentrale aus Essen angefragt und auch er zog die Familie zu Rate. Für den Stockumer, der seit 1994 in Bergkamen tätig war, war klar, dass er pendeln würde – sogar noch Stückchen weiter als sein Nachfolger. „Ich habe hier in dem Team gerne gearbeitet“, sagt er. Letztlich zogen ihn reizvolle Aufgaben an den Rhein. „Das Kraftwerk in Walsum ist von der Struktur ähnlich dem in Bergkamen“, sagt Göstenkors. Das Kraftwerk erzeugt nicht nur Strom, sondern auch Fernwärme für den Bereich Niederrhein. Ab 2017 soll in Verbindung mit der Schiene Herne-Essen die große Fernwärmeschiene Rhein/Ruhr entstehen. Und da kommt dem Kraftwerk in Walsum eine besondere Bedeutung zu.

Die Neubesetzung der Kraftwerksleiterstellen findet in einer Zeit statt, in der die Energiewende den Wettbewerb verschärft hat. Beide sind sich aber sicher, dass Kraftwerke der Größenordnung von Bergkamen oder Walsum bestehen werden. Der Wettbewerb sei härter geworden, sagt Robert Göstenkors. Die erneuerbaren Energien hätten Vorfahrt, aber in Zeiten, in denen die Sonne nicht scheint oder kein Wind bläst, müssten die Kraftwerke einspringen.

„Die Steag hat sich rechtzeitig auf den Wettbewerb eingestellt“, sagt Volker Veelmann. Dank moderner Technik können die Kraftwerke schneller und effizienter auf den Strombedarf reagieren. „Wir können unser Kraftwerk auf 140 MW Mindestlast herunterfahren“, erläutert er. Und auch die Kosten für das Anfahren eines Kraftwerkes seien erheblich reduziert worden, sagt er.

Die Kosten sind nicht nur durch den Einbau moderner Technik gesenkt worden. In den vergangenen Jahren haben alle Kraftwerksbetreiber Personal abgebaut. Das war im Bergkamener Kraftwerk, das die Steag in Partnerschaft mit RWE betreibt, nicht anders. Derzeit sind in Heil insgesamt 130 Mitarbeiter beschäftigt. Zumindest in nächster Zeit soll sich an der Zahl aber nichts ändern.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare