André Rocholl wiedergewählt

Neue Visionen: Bergkamener SPD stellt sich jünger auf

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Kämpferisch nach der Wahlschlappe bei der Europawahl: Die SPD hat sich neu aufgestellt.

Bergkamen – Die Stimmung in der SPD ist nach der Europawahl gedrückt – auch auf kommunaler Ebene. Nachdem die Genossen  2014 auf 52,5 Prozent kamen, erhielten sie vor drei Wochen nur knapp 29,8 Prozent. Trotzdem zeigt sich der Stadtverband kämpferisch und setzt auf junges Blut.

Gleich zwei Mitglieder in ihren Zwanzigern sind nun Teil des Vorstands. Als Vorsitzender wurde André Rocholl, für ihn stimmten 56 der Ortsvereins-Delegierten, sieben entschieden gegen ihn. 

Wiedergewählt wurde ebenso Dieter Mittmann als sein Stellvertreter, neu auf dieser Position ist Linda Römke-Krumme, die zuvor Beisitzerin war. Sie ersetzt Dagmar Henn, die nun den Beisitz übernimmt. 

Neben der 29-jährigen Römke-Krumme engagiert sich mit Sebastian Kulok ebenfalls ein junger Genosse in hoher Position. Der 22-Jähriger ist der neue Schatzmeister und war bis dahin vor allem bei den Jusos aktiv. „Es ist wichtig, dass wir als SPD die Bevölkerungs- und Mitgliederstruktur spiegeln“, sagte Rocholl zur Wahl. 

Sowohl Henn als auch der frühere Schatzmeister Heiko Brüggenthies hätten gerne auf ihre Posten verzichtet, um der jungen Generation mehr Mitspracherecht in der Bergkamener SPD zu geben. Rocholl betonte, wie wichtig der Schritt zur Verjüngung gerade jetzt sei. 

SPD kam bei jüngeren Wählern schlecht an

Die Wahl habe gezeigt, dass die SPD bei den jüngeren Leuten derzeit kaum ankomme. Als Partei müsse man die Sichtweisen der Jugend verstehen und deswegen auch jungen Mitglieder die Möglichkeit geben, Verantwortung zu übernehmen. „Wir brauchen eine gute Mischung“, sagte Rocholl. „Wir sind froh, dass sich junge Menschen bei uns engagieren wollen.“

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Die Ergebnisse der Europawahl sind nicht unbedingt gute Voraussetzungen für die anstehende Kommunalwahl im Herbst 2020. „Wir müssen an uns arbeiten“, betonte Rocholl bei der Stadtverbandskonferenz am Donnerstagabend im Treffpunkt immer wieder. Dabei habe die SPD wichtige Themen im Blick, unter anderem die Bürgermeisterkandidatur, die Direktkandidaten für die Kommunalwahl und ein kommunales Handlungsprogramm. „Wir möchten die Wünsche der Bürger erfahren“, sagte Rocholl. 

Ungebrochenes Engagement bei der SPD: (vordere Reihe von links) Vorsitzender André Rocholl, die stellvertretende Vorsitzende Linda Römke-Krumme, Fraktionsvorsitzender Bernd Schäfer, Rüdiger Weiß und Monika Wernau, beide Beisitzer, (hintere Reihe von links) der stellvertretende Vorsitzende Dieter Mittmann, Schatzmeister Sebastian Kulok, die Beisitzer Brigitte Matiak und Susanne Turk und Bürgermeister Roland Schäfer. Nicht auf dem Foto, weil sie verhindert war, ist Beisitzerin Dagmar Henn.

Für ein Bergkamen der Zukunft

Sachlich gehe es nun an die Analyse der vergangenen Wahl und das Programm für den nächsten Wahlkampf. “Wir wollen zeigen, dass wir das Bergkamen von morgen planen und gestalten können“, sagte Rocholl. Die Bürger müssen wissen, dass man sich nicht auf früheren Erfolgen ausruhe. Die jungen Gesichter Linda Römke-Krumme und Sebastian Kulok haben gute Ideen zur Stadtentwicklung

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