Für insgesamt 15.000 Euro

Deutschlands erste Römer-Ampeln stehen in Bergkamen

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Museumsleiter Marc Schrader hatte sich zur Einweihung passend als römischer Legionär verkleidet.

Bergkamen - Nach dem Bergmann der Römer: Bürgermeister Roland Schäfer hat neue Ampelmotive eingeweiht. An der Jahnstraße zeigen künftig römische Legionäre mit Schild und Speer, wann der Weg für Fußgänger frei ist. Damit ist Bergkamen Vorreiter – Römerampeln feiern deutschlandweit Premiere.

Nachdem im Juli bereits an sechs Stellen im Straßenverkehr Fußgängerampeln mit Bergmannsmotiven ausgestattet wurden, enthüllte Bürgermeister Roland Schäfer am Donnerstag die ersten Römerampeln. „Damit sind wir deutschlandweit die Einzigen. Bergmänner gab es schon anderen Orten. Die Römermännchen nicht“, sagte Schäfer erfreut. An der Jahnstraße in Höhe des Stadtmuseums und in Höhe des Römerbergs leiten die Legionäre nun den Straßenverkehr und sorgen dafür, dass Fußgänger heil über die Straße kommen. 

Start und Stopp: Die Legionäre zeigen deutlich, wann die Fußgänger die Straße überqueren dürfen und wann sie warten müssen.

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15.000 Euro hat sich die Stadt die außergewöhnlichen Ampelmännchen kosten lassen – von Konzeption der Römer und Bergmännchen, bis zum Design und der Anbringung. „Wir dürfen die Römermotive aber beispielsweise auch für Tassen, Postkarten und andere Artikel verwendet“, sagte der erste Beigeordnete Hans-Joachim Peters. Die Kosten für den Entwurf der Römer hat der Förderverein des Stadtmuseums Bergkamen übernommen. 

Bezug zur Stadt

„Die Motive haben einen Bezug zur Stadt. Das finden wir super“, sagt der Vorsitzende des Fördervereins, Dr. Jens Herold. Die Stadt sei tief mit der Geschichte der Römer verwurzelt, betonte der Bürgermeister. „Das Bergkamener Römerlager war das größte bekannte Außenlager nördlich der Alpen“, so Schäfer. Rund 12 000 bis 15 000 Menschen hätten in der Anlage gelebt. 

Bürgermeister Roland Schäfer enthüllte gestern die neuen Ampelmotive.

„Die Ampeln bieten touristisches Potenzial“, sagte der Bürgermeister. Dadurch bekomme die Stadt, das Museum und das Römerlager mehr Aufmerksamkeit, so Schäfer und verwies auf die Arbeit von Museumsleiter Marc Schrader, der sich dem Anlass entsprechend als römischer Legionär verkleidet hatte.

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