Neue Marktanalyse für die Wasserstadt präsentiert

Bergkamen - Das Interesse an der Wasserstadt ist bei Häuslebauern nach wie vor groß. Das zeigt eine neue Marktanalyse, die von der Projekt-Treuhänderin DSK durchgeführt wurde. Christiane Reumke, Sachgebietsleiterin im städtischen Planungsamt, informierte den Stadtentwicklungsausschuss am Dienstag über die Ergebnisse.

„Wir hatten 2007 bereits eine Analyse durchgeführt, aber die Zeit steht nicht still. Es gibt um uns herum viele Projekte, denen wir uns stellen und mit denen wir uns messen lassen müssen“, so Reumke. Ziel der Untersuchung war es, unter anderem mögliche Nachfragegruppen und Einflussfaktoren zu ermitteln sowie die Stärken und Schwächen der Wasserstadt Aden aus Sicht der Interessenten herauszufinden. 

So wird die Insellösung zwischen Kanal und Bahn sowohl als Schwachstelle als auch als positive Besonderheit betrachtet, denn so kann das Wohngebiet in den Augen der Befragten ein eigenes Image erhalten. Die Befragung sollte aber auch helfen, ein auf die Wasserstadt Aden abgestimmtes Vermarktungskonzept zu erstellen und eine zielgerichtete Öffentlichkeitsarbeit zu gewährleisten. Nahezu alle Befragten sind von der Lage der Wasserstadt unmittelbar am Wasser fasziniert. Während vor allem die Älteren einen unverbauten Blick bevorzugen, ist für Familien die Sicherheit der Kinder unmittelbar am Wasser das wichtigste Kriterium. Das freistehende Einfamilienhaus wird von nahezu allen Befragten bevorzugt, ältere haben ein etwas höheres Interesse an Eigentumswohnungen. 

Häuser lieber individuell gestalten 

„Wir haben aktuell 280 Interessenten auf der Liste. Das sind sowohl Familien als auch Paare ohne Kinder sowie ältere Menschen.“ 40 Prozent der Befragten sprächen sich außerdem für innovative Formen der Energieversorgung aus. Die Forschung der Uni Bochum stößt daher auch bei den Häuslebauern auf großes Interesse. „61 Prozent der Befragten würden lieber individuell mit einem Architekten zusammenarbeiten“, erklärte Christiane Reumke. „Nur 23 Prozent würden ein Haus von der Stange durch von einem Bauträger erwerben wollen.“

300.000 Euro für Einfamilienhaus

Ein Gedanke, den auch die Politik bevorzugen würde. „Wir wollen die Qualität der Wasserstadt so lange wie möglich hochhalten“, rief Thomas Heinzel (CDU) den Ratsmitgliedern in Erinnerung. „Kompromisse mit Bauträgern sollten wir nach Möglichkeit erst spät eingehen und lieber architektenfreies Bauen für spannende Bauten ermöglichen“, so Heinzel und erntete Zustimmung im Fachausschuss. Die hohe Gestaltungsqualität, so ein weiteres Ergebnis, solle sich auch im öffentlichen Raum der Wasserstadt, an den Plätzen und Grünzügen, wiederfinden. 

Der durchschnittliche Kaufpreis bezogen auf ganz Bergkamen lag 2016 bei 268.000 Euro, im Jahr 2012 noch bei 212.000 Euro. „Damit liegen wir aber weit hinter dem Durchschnitt von Dortmund oder dem Kreis Unna, aber in etwa in der Nähe von Hamm“, erklärte Reumke. Die Grundstücke werden bei 180 bis 320 Euro pro Quadratmeter liegen, das ist für Bergkamen nichts Außergewöhnliches. Ein Einfamilienhaus wird man ab 300.000 Euro bekommen, in der Spitze bis 500.000 Euro. Eine Doppelhaushälfte wird etwa 300.000 bis 400.000 Euro kosten.

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