Baustart erst 2020

Die neue Lippebrücke lässt noch auf sich warten

+
Abbruchreif ist die mehr als 70 Jahre alte Lippebrücke auf der B233 zwischen Rünthe und Werne. Sie soll bis Mitte 2021 durch eine freitragende Konstruktion ersetzt werden.

Zur Aufrechterhaltung des Pkw-Verkehrs wird es zunächst eine provisorische Lösung zwischen den beiden bestehenden Brücken geben. Die Fußgängerbrücke auf der ehemaligen Zechenbahntrasse bleibt erhalten.

Rünthe – Die Arbeiten für den Neubau der Lippebrücke zwischen Rünthe und Werne ruhen seit einigen Wochen. Der Baustart verzögert sich um ein halbes Jahr. Frühestens im Dezember wird es mit den letzten Vorarbeiten weitergehen.

Der eigentliche Baustart wird laut Auskunft des Sachbearbeiters von Straßen.NRW wahrscheinlich erst im Januar 2020 erfolgen. Mitte 2021 soll das acht Millionen teure Projekt dann abgeschlossen sein. Bis dahin wird der Ostenhellweg in Rünthe wegen der Umleitungen mit zusätzlichem Lkw-Verkehr belastet.

Die ersten Arbeiten für den Brückenbau hatte Straßen.NRW bereits Anfang Februar durchführen lassen. Ein beauftragtes Unternehmen beseitigte damals am Nordufer auf der ehemaligen Halde das Grün, damit dort der Bauplatz eingerichtet werden kann. Dort wird auch die neue Brücke zusammengebaut. Für die Versorgungsleitungen für Strom, Gas und Fernwärme, die unter und durch die Brücke verlaufen, wurde bereits in den vergangenen Monaten Ersatz geschaffen.

Wegen der Baufälligkeit ist der Fuß- und Radweg auf der Ostseite der aus den 40er Jahren stammenden Brücke schon länger gesperrt.

„Weil die Zuständigkeiten innerhalb unseres Landesbetriebes von der Niederlassung Coesfeld nach Bochum übergegangen sind und der frühere Sachbearbeiter in Ruhestand gegangen ist, mussten wir uns erst einmal einarbeiten. Das hatte Auswirkungen auf die weitere Vergabe der Bauarbeiten“, begründet Markus Feller die zeitliche Verzögerung.

Der Bauingenieur kümmert sich nun in der Niederlassung Bochum um das Brückenbauprojekt. Zudem würden die Fachleute bei dem beauftragten Bauunternehmen aus Borken in Abstimmung mit allen anderen Beteiligten noch eine alternative Lösung für die Umsetzung der Baumaßnahme prüfen, ergänzt er.

Sperrung soll vermieden werden

Ziel bleibe es auf jeden Fall trotz des Neubaus, fast ohne Vollsperrung der wichtigen Verkehrsverbindung auszukommen. „Das wird während der gesamten Bauzeit höchstens an vier oder fünf Wochenenden notwendig sein“, erklärt Feller. Umleitungen würden dann jeweils über den Ostenhellweg und die die A1 erfolgen.

Das sei alles schon mit der Bezirksregierung Arnsberg und den beteiligten Behörden abgestimmt, fügt er hinzu. Um das möglich zu machen, sollen auf beiden Uferseiten der Lippe zunächst neben der Fußgängerbrücke Widerlager gebaut werden. Darauf wird die neue Brücke mit ihren drei Stahlrohrträgern zunächst gesetzt.

Notlösung: Der Verkehr muss über ein Privatgrundstück auf das Behelfsbauwerk neben der Fußgängerbrücke geleitet werden.

Über dieses Provisorium soll der Pkw-Verkehr weiterlaufen können, wenn die alte Brücke abgebrochen wird. Auch Linienbusse und Rettungsfahrzeuge sollen diese Notlösung nutzen können. Der übrige Schwerlastverkehr wird ebenfalls über den Ostenhellweg in Rünthe und die A1 nach Werne umgeleitet, erläutert der Bauingenieur von Straßen.NRW die Planungen für die nächsten 18 Monate.

Das inzwischen marode rund 80 Jahre alte Bauwerk wird von zwei Pfeilern im Fluss getragen. Die werden ebenfalls beseitigt. Es folgt der Bau der endgültigen Widerlager am bisherigen Standort. Auf die wird dann die neue freitragende Brücke (siehe Bild unten) verschoben). Sie wird eine Spannweite von 62 Metern haben.

Lesen Sie auch:

Vorsicht, Seife! Autobahn in NRW gesperrt

Zu viel Regen: Bauarbeiten am Ostenhellweg verzögern sich

Umstrittene Umleitung ist weg: Lippebrücke für Radfahrer wieder frei

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare