Kosten von 5,5 Millionen

Neue Gasleitung zwischen Pelkum und Bergkamen: Anschluss im Juni

Gasleitung Baustelle Industriestraße Bergkamen
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Beim Gasleitungsbau hat die Baufirma inzwischen auch die Industriestraße unterquert. Das Mantelrohr wurde mit Hilfe einer großen Baugrube (Foto) durch das Erdreich gepresst, um die zukünftig H-Gas führenden Rohre durchzuschieben.

Nur noch ein größeres Hindernis haben die Arbeiter der Mülheimer Firma Mackscheidt im Endspurt beim Gasleitungs-Neubau zwischen der Kerstheider Straße in Pelkum-Lerche und dem Gelände von Bayer-Schering in Bergkamen-Mitte zu meistern.

Bergkamen - Das letzte Hindernis für die Bauarbeiten an der neuen Gasleitung zwischen Pelkum und Bergkamen-Mitte ist die zweigleisige Güterbahn-Strecke zwischen Hamm und Oberhausen kurz vor der Unterführung der Autobahn (A1). Auftraggeber für das 5,5 Millionen Euro Projekt ist Open Grid Europe (OGE) – früher EON Ruhrgas.

Aktuell geht es an der Grenze zwischen den Ortsteilen Overberge und Rünthe noch darum, die Unterquerung der Industriestraße durch ein Mantelrohr abzuschließen, um dann die zukünftig Gas führenden gelben Rohre entlang des Romberger Waldes nach und nach zu verschweißen. Parallel zum östlichen Ende der Overberger Straße ist dafür bereits ein Graben ausgehoben worden, um schließlich ein Schutzrohr durch das Erdreich unter den Gleisen hindurchzupressen.

Termin für Arbeiten an Bahnstrecke noch offen

„Unter der Autobahn haben wir das bereits vor ein paar Wochen erledigt“, sagt Mackscheidt-Polier Rocco Corigliano an der Baustelle. „Die Bahnstreke haben wir bereits einmal weiter westlich unterquert“, ergänzt Projektleiter Adam Ketzer. „Für das zweite Vorhaben müssen wir nun noch einen Termin mit der Bahn vereinbaren. Die muss die Arbeiten personell begleiten“, erläutert der Bauingenieur.

Parallel zum Romberger Waldrand werden die Gräben für die gelben Gasleitungsrohre zwischen der Industriestraße und der Autobahnunterführung der Bahnstrecke angelegt.

Knapp 14 Monate ist es bereits her, dass die Firma Mackscheidt auf einem Feld an der Straße „Am Romberger Wald“ einen Lagerplatz für die Gasrohre sowie Baumaschinen- und Material angelegt hat. Der Baustart erfolgte Anfang März des vergangenen Jahres zunächst östlich der Autobahn auf Hammer Gebiet. Dort liegt eine Ferngasleitung, die von Werne bis Herbstein/Vogelsberg im südlichen Hessen führt. In Pelkum-Lerche soll im Juni die neue Leitung angeschlossen werden, um Bergkamen auch mit H-Gas zu versorgen.

Tödlicher Unfall im vergangenen Herbst

Bis der Weg dahin frei war, hatten die Verantwortlichen des Unternehmens auch nach dem Baustart noch einige Probleme zu lösen. „Es kam zu Verzögerungen, weil wir von einigen Grundstückseigentümern erst im Sommer die letzten Genehmigungen zum Rohrleitungsbau hatten. Zudem mussten wir an der Autobahn Rücksicht auf die Brutzeiten von Kiebitzen und der Wiesenpieper auf dem Bayer-Gelände nehmen“, erläutert der Projektleiter.

Die neue Rohrleitung erreicht im Zickzack-Kurs eine Länge von 5,5 Kilometern. Die dreilagigen Schweißnähte summieren sich auf einer Länge von 1125 Metern. „Ein einziger Mann hat alle Schweißarbeiten erledigt“, berichtet Adam Ketzer. Zwischen 15 und 20 Mitarbeiter hat Mackscheidt in den vergangenen 14 Monaten für die Bauarbeiten eingesetzt. Die wurden im vergangenen Herbst im Bereich der B233 (Werner Straße) leider von einem tödlichen Arbeitsunfall überschattet.

Von Bergkamen verabschieden wird sich Mackscheidt allerdings noch nicht, wenn sie die Leitung an OGE übergeben haben. „Wir müssen dann ja alle Flächen wieder richtig herrichten und mögliche Beschädigungen an den Drainagen beseitigen“, so der Projektleiter. „Dabei sind wir auf trockenes Wetter angewiesen. Bevor wir den Mutterboden auffüllen können, müssen wir erst einmal den Grund auflockern“, erläutert Adam Ketzer die notwendigen „Aufräumarbeiten“.

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