Kaum Kritik an Planung

Neubaugebiet Jahnstraße/Hermann-Stehr-Straße: Bürger besorgt um Umwelt

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Oberaden – Auf dem Feld zwischen Jahnstraße und Hermann-Stehr-Straße sollen bald Häuser stehen: Bei der öffentlichen Bürgerversammlung stellte sich Planungsamtsleiter Thomas Reichling vielen Fragen – aber Kritik für die Pläne gab es kaum.

Ein Thema lag den rund 50 Bürgern, die am Mittwochabend im Sportheim Oberaden den Vortrag von Reichling und Martin Bauer von Planquadrat, einem Dortmunder Planungsbüro, folgten, besonders am Herzen: die möglichen Folgen für die Umwelt. 

Geplant sind auf der derzeit landwirtschaftlich genutzten Fläche Einfamilienhäuser, Doppelhäuser und dreistöckige Wohnhäuser mit mehreren Wohnungen. Erschlossen werden soll das Neubaugebiet durch eine Verbreiterung der Hermann-Stehr-Straße und über eine städtische Parzelle auf die Jahnstraße. Dazu ist noch ein öffentlicher Platz geplant, auf dem ein Spielplatz und Raum für Nachbarschaftstreffen entstehen soll. 

Das Neubaugebiet soll hier entstehen.

Die Bebauung des etwa fünf Hektar großen Areals bedeutet jedoch auch, dass Tiere, die jetzt dort leben, vertrieben werden könnten. Viele Fragen der Bürger zielten auf den Umweltschutz ab. Eine Bürgerin schlug vor, dass die Stadt im Neubaugebiet Steingärten oder versiegelte Flächen verhindern solle. Auch würden Hecken statt Zäune Platz für Insekten bieten. 

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Festschreibungen werden geprüft

Ein anderer Bürger fragte, ob die Garagen, die entstehen sollen, planmäßig begrünt werden sollten. Auch der Bau von Solarzellen wurde öfter angeregt. Thomas Reichling versprach, mögliche Festschreibungen zu überprüfen. Jedoch er gab zu bedenken: „Rein rechtlich haben wir wenig Spielraum, aber Sie sprechen mir aus dem Herzen.“ Kritisch sah ein Bürger die Entwässerung. Gerade der Kuhbach sei möglicherweise mit dem Regenwasser überlastet, auch weil die Entwässerung der L821n anstehe, gab er zu bedenken. 

Für die Gestaltung der Häuser wird es einen Rahmen geben. „Aber wir wollen das Korsett nicht zu eng schnüren“, versprach Reichling. Insgesamt 29 Einzelfamilienhäuser, 64 Doppelhaushälften und fünf Mehrgeschosswohnungen sollen entstehen. 

Gelände in Hand von Beta Immobilien 

Beta Immobilien aus Rünthe übernehme das Gelände, sagte Reichling. Beta ist jedoch nicht Bauträger von allen Grundstücken, einige sind auch frei bebaubar. Dazu werde öffentlich geförderter Wohnraum und seniorengerechtes Wohnen entstehen. Dass es hierfür großen Bedarf gibt, machten die wiederholten Fragen der Bürger deutlich.

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