Endlich wieder Eiszeit

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Hatten allen Grund zum Feiern: Bürgermeister Roland Schäfer (v.l.), Ilona Pollmer von den Eishockey-Damen und der neue Hallenbetreiber Dr. Martin Brodde mit Sohn Luca.

Bergkamen - Lange Schlangen vor den Türen – und als diese öffnen, gibt es kein Halten mehr. Die frisch angelegte Eisfläche wird sofort in Beschlag genommen. Zur Saisoneröffnung strömten gleich mehrere hundert Gäste in die Eissporthalle in Weddinghofen. Ein Anblick, der nicht nur den neuen Betreiber Dr. Martin Brodde in Hochstimmung versetzte.

„Wir sind komplett aus dem Häuschen und freuen uns wahnsinnig, dass wir weiterhin in Bergkamen Eishockey spielen können“, sagt Ilona Pollmer, Chefin der Eishockey-Damen vom EC Bergkamen. Die Bundesliga-Spielerinnen trainieren bereits am Donnerstag das 1. Mal.

Lob gab es auch von Bürgermeister Roland Schäfer: „Ich freue mich, dass es Dr. Martin Brodde gelungen ist, die Eissporthalle wieder in einen so guten Zustand zu versetzten. Es ist optisch vieles aufgewertet worden und man sieht, dass hier viel Arbeit reingesteckt worden ist.“

Mit dem Blick auf die langen Schlangen an der Kasse fügte das Stadtoberhaupt hinzu: „Der Zuspruch heute Abend ist einfach nur fantastisch. Wir hoffen, das das Unternehmen ein voller Erfolg wird, denn die Halle ist ein wesentlicher Teil unseres Freizeit- und Sportangebotes.“

Der neue Betreiber war von dem großen Zuspruch überrascht. „Ich bin mit kleinen Erwartungen reingegangen und bin jetzt positiv überrascht worden“, sagte Dr. Martin Brodde. Eine konkrete Zahl an Besuchern habe er sich im Vorfeld nicht ausgemalt. „Wichtiger ist mir, dass sich die Leute wohlfühlen, und dann ihren Freunden und Bekannten davon erzählen, so dass die beim nächsten Mal mitkommen.“

Schon 75 Minuten vor dem Einlass hatten sich die ersten Besucher vor der Halle angestellt. „Ich habe echt gedacht, dass kann nicht wahr sein. Aber die Jugendlichen waren sehr geduldig, obwohl man ihnen angemerkt hat, dass sie mit den Hufen scharren“, resümiert der neue Pächter, der nicht nur für ein helleres Erscheinungsbild der Halle gesorgt hat, sondern auch die Öffnungszeiten bei Bedarf noch erweitern will. „Bisher wurde um 22 Uhr dicht gemacht, wenn aber jetzt eine Hobby- oder Liga-Mannschaft vorbeikommt und mir sagt, dass sie von 22 bis 23.30 Uhr trainieren will, ist das einzurichten“, sagt er. Für Party-Veranstaltungen, bei denen es lauter zur Sache geht, gilt dies nicht. „Ich möchte mich an die bisherige Lärmschutzverordnung halten, und die Anwohner nicht belasten.“

Bis zum Ende der Osterferien wird die neue Saison in der Eishalle gehen, vielleicht sogar ein wenig länger. „Wir werden sehen, wie das Wetter ist. Wenn es noch kalt ist, verlängern wir vielleicht um eine oder zwei Wochen“, sagt Brodde.

Geht das Konzept auf, könnte er sich eine Schließung der Halle über den Sommer leisten, aber das will er nicht. Viel lieber möchte Brodde eine Event-Arena installieren. Ob Abi-Partys, öffentliche oder geschlossene Veranstaltungen, Konzerte. Möglich ist viel. Doch erst einmal geht es nun aufs Eis. - chv/tat

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