Vorbescheid zurückgegeben, Bauantrag gestellt

Netto-Markt in Weddinghofen: Investoren nehmen zweiten Anlauf

Links der Häupenweg, rechts die Wiese, auf der die Investoren das Gebäude für einen neuen Netto-Markt setzen möchten.
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Links der Häupenweg, rechts die Wiese, auf der die Investoren das Gebäude für einen neuen Netto-Markt setzen möchten.

Die Investoren für einen Netto-Markt-Neubau am Häupenweg in Bergkamen-Weddinghofen (samt Trinkgut-Filiale) unternehmen einen neuerlichen Anlauf zur Realisierung des Projekts.

Bergkamen – So haben sie nach Angaben der Stadt den Originalbescheid der positiv beschiedenen Bauvoranfrage zurückgegeben, gegen die eine Anwohnerin der Fläche – Eigentümerin eines Bioland-Hofes – gerichtlich klagt. Zugleich kündigten sie an, den zunächst ausgesetzten Bauantrag zum Projekt wieder reaktivieren zu wollen. Über diesen wird die Stadtverwaltung in Abstimmung mit dem Kreis Unna als Umweltbehörde zu entscheiden haben.

Klage wird gegenstandslos

Besagte Klage vor dem Verwaltungsgericht Gelsenkirchen wird mit dem jüngsten Schritt der Investoren gegenstandslos. Ihrem Bauantrag wollen sie noch zwei zusätzliche Gutachten beifügen: Zum einen geht es dabei um die auf angrenzender Fläche lebenden Steinkäuze. Der Protest gegen das Bauprojekt hatte sich vor allem entzündet, weil ihr Habitat beschnitten wird. Zum anderen geht es um das Thema Geruchsimmissionen.

Diesen Punkt hatte – überraschend – das Gericht in einem sogenannten Hinweis Mitte Mai aufgeworfen. Demnach hat der Bauherr (etwa durch besondere Raumluftsteuerung) Sorge dafür zu tragen, dass die Gerüche, die naturgemäß von dem landwirtschaftlichen Betrieb ausgehen, nicht zu einer Belästigung etwa der künftigen Kunden werden.

Alternative fehlt: Politik weiter uneins

Im Ausschuss für Stadtentwicklung am Montag waren sich Stadt und Fraktionen einig, dass die Nahversorgungssituation in Weddinghofen verbessert werden müsse. Die Grünen indes, erklärte Gegner des Projekts, wünschen sich einen anderen Standort für einen Neubau – etwa im Bereich des ehemaligen Zechengeländes Grimberg 3/4. Sollte man an einem Bau „auf der grünen Wiese“ festhalten, bedürfe es in jedem Fall der Einleitung eines Bebauungsplanverfahrens.

Für den Standort am Häupenweg sprach sich mit der SPD die größte Fraktion im Rat aus – auch in Ermangelung von Alternativen. Man dürfe nicht auf den Sankt-Nimmerleins-Tag warten, um Abhilfe zu schaffen. am

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