Nacht der Lichtkunst mit Performance auf der Halde

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Eine Tanz-Performance begeisterte das Publikum auf der Halde Großes Holz.

Bergkamen - Als eine europäische Hochburg der Lichtkunst gilt inzwischen die östliche Hellweg-Region. Am Samstagabend wurde hier nun die „1. Nacht der Lichtkunst“ veranstaltet. Einer der zentralen Orte war Bergkamen.

Mit vielen Veranstaltungen rund um die Lichtskulpturen wurde der Hellweg in den Städten Ahlen, Bergkamen, Bönen, Hamm, Lippstadt, Lünen, Schwerte, Soest und Unna in dieser Nacht sogar in einen echten „Lichtweg“ verwandelt. In Bergkamen ging es für die Kunstfreunde dabei hoch hinaus – genauer gesagt, auf das 146 Meter hochgelegene Haldenplateau der „Adener Höhe“. Dort befindet sich nämlich die neunte Bergkamener Lichtskulptur, der „IMPULS-Bergkamen“, eine 33 Meter hohe Landmarke, die mit ihren 14 400 LED-Leuchten ein pulsierendes Lichtsignal in die Nacht schickt.

 Entworfen haben diese Stele, wie auch die vier schräg geneigten Licht-„Maßstäbe“ in verschiedenen Farben auf den Kreisverkehren, die Brüder Maik und Dirk Löbbert-Brüder. Um zur Haldenspitze zu gelangen, hatte das Kulturbüro der Stadt Bergkamen einen Shuttle-Service organisiert, der die Lichtkunstfreunde bequem vom Rathaus nach oben und auch wieder zurück kutschierte. Alternativ konnte man sich aber auch der Reisegruppe von Gästeführer Klaus Holzer anschließen, die gleich weiter zu den Lichtkunstwerken in Lünen fahren wollte.

 Schon die Fahrt zur Haldenspitze im Shuttle war spannend, denn als der Minibus auf das ehemalige Zechengelände von Haus Aden abbog, wurde es dort so richtig dunkel. Es war ein finsteres Niemandsland, die hohen Halden verdunkelten zudem das umliegende Gelände. Langsam kletterte der Minibus in dem verlassenen Gelände die Lkw-Straße hinauf. Nach einiger Zeit war die blau und rot illuminierte Landmarke an der „Bastion“ erreicht. Von hier ging es noch einige Meter in fast völliger Dunkelheit zu Fuß weiter. Damit dabei keiner den Hang herunter purzelte, standen in einigen Abständen immer wieder weißgekleidete „White Guides“, die dort mit ihren Taschenlampen den Weg ausleuchteten und ein wenig Orientierung gaben. Nach einiger Zeit erreichten die Kunstfreunde das Plateau auf der Haldenspitze. 

Die weiße Stele mit ihrem grellen Licht war fast zum Greifen nahe. Der klare Blick auf die glitzernden Lichter der Städte von Hamm bis Dortmund war faszinierend und lenkte fast von dem Geschehen auf dem Haldenplateau ab. Denn den Neuangekommenen bot sich dort ein gespenstisches Bild. Umringt von einer großen Zuschauerschar tanzten bei sphärenhafter Musik auf dem Plateau drei befremdlich gekleidete und geschminkte Gestalten. Mit ihrer pantomimischen und „Uncertain“ betitelten Lichtkunst-Tanz-Performance gaben der brasilianische Choreograf und Tänzer Daniel Medeiros und die Tänzerinnen Yara Eid und Lena Rabe von der Folkwang Universität in Essen in vier Variationen die Antwort auf die Frage: „Was ist Licht?“ 

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