40-Jähriger schon häufiger angeklagt

Nach versuchtem Baumarkt-Betrug: Geldstrafe für Hartz-IV-Empfänger

1000 Euro muss der Angeklagte zahlen.
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1000 Euro muss der Angeklagte zahlen.

Wegen versuchten Betruges wurde ein achtfach vorbestrafter Mann aus Lünen im Amtsgericht Kamen zu 1000 Euro Geldstrafe verurteilt. Für den Hartz-IV-Empfänger ein harter Brocken. Er war in Bergkamen auffällig geworden.

Bergkamen/Kamen – Am 2. Juli begab sich der Angeklagte zum Maxus Baumarkt in Bergkamen. Mit dabei hatte er einen gebrauchten Bohrhammer ohne Koffer. An der Information gab er einen Kassenbon ab, der belegen sollte, dass er das Gerät in dem Baumarkt gekauft hat. Sein Ziel: Rückerstattung des Kaufpreises von 99 Euro.

Die Mitarbeiterin an der Information kopierte den Beleg und schickte den 40-Jährigen in die Werkzeugabteilung. Ohne auf einen Mitarbeiter des Baumarktes zu warten, tauschte der Angeklagte heimlich die mitgebrachte Maschine gegen eine neue inklusive Koffer aus und begab sich zurück zur Information. Dort gab er vor, der Mitarbeiter der entsprechenden Abteilung habe grünes Licht für die Erstattung des Kaufpreises des Gerätes gegeben.

Doch der Frau an der Information kam die Sache komisch vor. War der Mann doch kurz zuvor ohne Koffer im Baumarkt erschienen. Das bestritt der Angeklagte und gab an, genauso gekommen zu sein, wie er nun vor ihr stehe, also mit Bohrhammer im Koffer. Die Mitarbeiterin glaubte ihm nicht. Und so ging der Plan des Lüneners nicht auf und er landete schließlich im Gericht.

Dort gab er zu, den Koffer ausgetauscht zu haben, wohlwissend, dass es ohne den Koffer keine Rückerstattung gegeben hätte. Das bestätigen auch als Zeugen geladene Mitarbeiter des Baumarkts.

Für den 40-Jährigen war es nicht die erste Erfahrung mit der Justiz. In der Vergangenheit ist er mehrfach wegen Betruges auffällig geworden und hat auch schon einige Zeit dafür im Gefängnis verbracht.

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