Vorerst kein Fernglas

Nach Vandalismus auf der Beversee-Plattform: Neue Info-Stele eingeweiht

Info-Stele Beversee Beversee-Plattform
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Präsentierten die neue Info-Stele am Beversee: (von links) Michael Makiolla, Roland Schäfer, Nina Frense (RVR Beigeordnete für den Bereich Umwelt), Thomas Kämmerling (Betriebsleiter RVR Ruhr Grün), Thomas Willmann (Stahlbauer), Dirk Roßmann (Stahlbauer). Foto: Rother

Rünthe – Die Ausstattung der neuen Beobachtungsplattform am Beversee ist seit Donnerstagabend (fast) komplett. Der Vandalismusvorfall vor einigen Wochen hat aber Folgen.

Den Aufbau der neuen Info-Stele nahmen die Verantwortlichen des Regionalverbandes Ruhr (RVR) zusammen mit Landrat Michael Makiolla und Bürgermeister Roland Schäfer am Freitag zum Anlass, den Neubau im Naturschutzgebiet in Rünthe im Rahmen einer kleinen Feierstunde zu würdigen.

Weil seit der Freigabe der Plattform Ende Mai schon mehrmals Vandalen das rund 50 000 Euro teure Bauwerk aus Holz und Stahl beschädigt hatten, warteten die Konstrukteure Thomas Willmann und Dirk Roßmann mit ihrer Firma „Edler in Stahl“ bis zu dieser Woche, um die Schautafel an der großen Informations-Stele zu installieren.

Hinzu gekommen sind in diesem Zug auch Beispiele für ein Insektenhotel, Nistkästen und Fledermausquartiere sowie „Steckbriefe“ für die vielen Tier- und Pflanzenarten, die am Beversee zu entdecken sind. Vervollständigt wird das Ganze nun noch durch sogenannte „Landschaftsliegen“ auf der 54 Quadratmeter großen Plattform und Fahrradständer vor der Rampe. Die ermöglicht auch Gehbehinderten einen barrierefreien Zugang zur neuen Plattform.

Nach Vandalismus auf der Beversee-Plattform in Bergkamen: Reparatur kostete 2500 Euro

Eigentlich wollte der RVR dort auch ein Fernrohr aufbauen. „Darauf haben wir nach den ersten Erfahrungen mit Vandalismus zunächst einmal verzichtet“, erklärte Betriebsleiter Thomas Kämmerling von RVR Ruhr Grün in seiner kurzen Ansprache. Anfang August hatten Unbekannte die neue Plattform mit Liebesbekundungen beschmiert und Holzzäune zerstört. Reparatur und Reinigung kosteten etwa 2500 Euro.

Thomas Kämmerling strich nun das Engagement von RVR-Projektleiter Dirk Janzen besonders heraus. Ohne dessen Einsatz und der Spende von Reinhard Kuhfuss, dem Gründer des „Neuseelandhauses“, hätte das Projekt nicht in dieser Form verwirklicht werden können, betonte Kämmerling.

Applaus der rund 20 Naturfreunde und Mitglieder des Rünther Aktionskreises „Leben und Wohnen“ erntete auch Nina Frense. Die RVR-Beigeordnete für Umwelt lobte das Naturschutzgebiet Beversee als „faszinierenden und kostbaren Standort, um Natur unmittelbar erlebbar zu machen“.

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