Nach schwerem Unfall an A2-Ausfahrt: Urteil gegen LKW-Fahrer

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Im Februar verursachte ein Lkw-Fahrer einen schweren Unfall an der A2-Ausfahrt.

Kamen/Bergkamen – Im Frühjahr verursachte ein Lkw-Fahrer in Bergkamen einen Unfall, bei dem ein Mann verletzt wurde. Nun befasste sich das Kamener Amtsgericht mit der strafrechtlichen Aufarbeitung des Vorfalls.

Am Morgen des 7. Februar wollte der Fahrer eines Sattelzugs mit Anhänger von der A2 rechts auf die Lünener Straße abbiegen. Anstelle dessen fuhr der 61-jährige Lkw-Fahrer jedoch ungebremst und vermutlich über Rot geradeaus, kollidierte mit einer Ampel und danach mit zwei Autos, landete letztlich im Graben. 

Einer der Pkw-Fahrer wurde bei dem Zusammenstoß verletzt, und der Unfallverursacher selbst zog sich einen Armbruch zu, als er aus dem Führerhaus kletterte. 

Unfall bringt Verkehr in Bergkamen zum Erliegen

Vom Zustand der Fahrzeuge, im Fall eines Pkw ein Totalschaden, ganz zu schweigen. Wegen fahrlässiger Körperverletzung musste sich der Lkw-Fahrer nun vor Gericht verantworten. Im Prozess versuchte der 61-Jährige, der zuvor nie in irgendeiner Form negativ aufgefallen war, zu erklären, was er selbst bis heute nicht begreifen kann. 

Lkw-Fahrer hat keine Erklärung

„Ich weiß nicht, warum ich geradeaus gefahren bin und warum ich nicht gebremst habe“, sagte er vor Gericht. Er habe sich auch nicht durch sein Handy oder Ähnliches ablenken lassen. Er sei nun seit Jahrzehnten Kraftfahrer und habe noch nie einen Unfall gehabt. Der Richter brachte es auf den Punkt: „So ganz logisch kann man das nicht erklären. Da sind wir uns einig, da ist etwas schief gelaufen, gründlich schief gelaufen.“ 

Unfall an der Anschlussstelle Kamen/Bergkamen 

Er ging bei dem unbescholtenen Angeklagten von einem einmaligen Fehlverhalten und menschlichem Versagen aus, betonte gleichzeitig aber auch, wie viel Glück im Spiel gewesen sei, dass nicht noch viel Schlimmeres passiert sei. Für den Lkw-Fahrer endete die Verhandlung letztlich mit 1800 Euro Geldstrafe.

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