Hochwasser-Katastrophe

1,4 Millionen Euro Soforthilfe: Stadt Bergkamen beginnt mit Auszahlung

Beim Unwetter standen viele Keller in Bergkamen unter Wasser. Die Feuerwehr zählte rund 300 Einsätze.
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Beim Unwetter standen viele Keller in Bergkamen unter Wasser. Die Feuerwehr zählte rund 300 Einsätze.

Die Stadt Bergkamen hat mit der Auszahlung von Soforthilfen für Hochwasser-Geschädigte begonnen. In einem ersten Schwung wurden jetzt 128.000 Euro an 55 Haushalte überwiesen.

Bergkamen – Die Zahl der Anträge liegt aktuell bei 80. Bürgermeister Bernd Schäfer rechnet mit weiteren, die noch kommen. „150 könnten es wohl werden, vielleicht noch mehr.“

Gerade einmal zwei Wochen ist es her, dass vor allem in Oberaden und Heil viele Keller und teils Wohnräume nach starken Regenfällen unter Wasser standen. Der Begriff Soforthilfe scheint demnach mehr als berechtigt. Allerdings deckt diese wohl in den meisten Fällen nicht die entstandenen Schäden ab. 1500 Euro gibt es pro Betroffenem, zuzüglich 500 Euro für jede weitere im Haushalt lebende Person. Gewerbetreibende sowie Land- und Forstwirte erhalten 5000 Euro.

Mindestschaden von 5000 Euro

Das Geld kommt vom Land. „Uns wurden 1,4 Millionen Euro zugesagt“, berichtet Schäfer. Die Summe werde wohl reichen. Geld, das nicht abgerufen werde, gehe ans Land zurück.

Bei der Soforthilfe setzt der Staat auf die Ehrlichkeit der Menschen. Diese bescheinigen mit Unterschrift, dass die Schäden beim Unwetter am 14./15. Juli entstanden und diese mindestens 5000 Euro betragen, die von keiner Versicherung abgedeckt sind. Spätere Überprüfungen der Angaben sind laut Schäfer bislang nicht geplant. „Bei der Bearbeitung der Anträge achten wir aber natürlich auf Plausibilität.“ Auch kenne man die Stellen, an denen es Überschwemmungen gab. Die Feuerwehr hatte beim Unwetter 300 Einsätze.

„In der Not ist Schnelligkeit entscheidend“

Vor fünf Tagen waren laut Stadt die ersten Anträge auf Soforthilfe eingegangen. Im Fall der 55 Haushalte sei nun das Ziel erreicht, erste finanzielle Belastungen infolge der entstandenen Schäden zu mildern. Angesichts der teilweise erheblichen Schäden habe eine möglichst rasche und bequeme Auszahlung der Landeshilfe für die Stadt Bergkamen von Anfang an höchste Bedeutung gehabt. „In der Not ist Schnelligkeit entscheidend“, sagt Schäfer.

Daher habe die Stadt sofort reagiert und umgehend die erforderlichen personellen und technischen Ressourcen bereitgestellt. Das für die Soforthilfe zusammengestellte team habe „die Situation voll im Griff“. Die durchschnittliche Bearbeitungszeit pro Antrag betrage einen Tag.

Anträge: Sie sind weiterhin online, im Rathaus oder per Post verfügbar und können ausgefüllt an die eigens dafür eingerichtete E-Mail-Adresse soforthilfe@bergkamen.de geschickt werden. Dabei sei es hilfreich, auf dem Formular freiwillig die private E-Mail-Adresse anzugeben.

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