Erste Hinweise aus der Bevölkerung

Nach Beißattacken: Kinder haben Klinik verlassen – Suche nach Labrador geht weiter  

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Die beiden Beiß-Attacken auf Kleinkinder ereigneten sich auf der Töddinghauser Straße im Abschnitt zwischen Schöllerstraße und Häupenweg.

Bergkamen – Die beiden Kleinkinder, die im Abstand von wenigen Tagen von einem ausgewachsenen Labrador angegriffen und schwer verletzt wurden, konnten das Krankenhaus  wieder verlassen. Nach dem bissigen Hund und dessen Halter wird weiterhin gesucht. Es gibt erste Ermittlungsansätze.

Nach Angaben von Polizeisprecher Christian Stein liegen nach Bekanntwerden der Fälle am Montag Hinweise vor, die nun „Bestandteil der Ermittlungen“ würden. Konkreter wollte er nicht werden. Der Versuch, den unbekannten Labrador über eine etwaige Hundemarke ausfindig zu machen, sei bis dato fehlgeschlagen: „Das war leider kein Volltreffer.“

Hinweis kam von Uni-Ärztin, nicht von Eltern

Die beiden Beißattacken hatten für großes Entsetzen in der Stadt gesorgt. Am vergangenen Donnerstag soll das frei laufende Tier ein vierjähriges Kind angefallen haben, am Sonntag dann einen gerade einmal 20 Monate alten Jungen, der in einem Kinderwagen saß. Die Kinder sind nicht verwandt, beide Male ereigneten sich die Vorfälle im Bereich Töddinghauser Straße. Erst hieß es nur, der Hund habe schwarzes Fell, später konnte die Polizei auch die Rasse nennen.

Was für Außenstehende zunächst kurios klingt: Nicht die jeweiligen Eltern der Kinder hatten die Vorfälle bei der Polizei angezeigt, sondern eine Ärztin in der Universitätsklinik Münster. Dort waren – wohl aus Zufall – beide Heranwachsenden von ein und derselben Medizinerin behandelt worden, die angesichts der Ähnlichkeit beider Fälle stutzig geworden war. „Der Schock bei den Eltern war offenbar zu groß“, vermutet Stein. Es sei durchaus richtig, sich nach derlei Geschehnisse zunächst um das Wohlergehen des Nachwuchses zu kümmern, betont er. Gleichwohl müssten die Vorfälle zur Anzeige gebracht werden, um die Verantwortlichen zu ermitteln und weitere Gefahren abzuwenden.

Polizei fährt verstärkt Streife

Als Reaktion auf die Beiß-Attacken fährt die Polizei auf der Töddinghauser Straße verstärkt Streife – vor allem zwischen Schöllerstraße und Häupenweg, wo sich die Angriffe ereignet hatten. Die Hundebesitzer und Passanten würden gezielt angesprochen, sagt Stein – in der Hoffnung, weitere Hinweise auf den Halter des Tieres zu bekommen. Dieser könne sich natürlich auch von sich aus bei der Polizei melden.

Nach wie vor gehen die Ermittler davon aus, dass der Halter zumindest im Fall des Jungen im Kinderwagen vor Ort war. Zeugen hatten gehört, wie das Tier zurückgepfiffen wurde. Hinweise nimmt die Polizei auch telefonisch unter der Nummer 02307/921-3220 entgegen.

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